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Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich

gruenes Lichtgrünes Licht20 %  20.3% (188)
gelbes Lichtgelbes Licht8 %  8.2% (76)
rotes Lichtrotes Licht52 %  52.9% (491)
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"Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich" 32 Kommentare
Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasser verantwortlich.

Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von matroid am So. 19. April 2009 22:41:50


Einige Bildungspolitiker schlagen vor, die herkömmlichen Schulnoten durch eine Ampellogik zu ersetzen. Als Begründung geben sie, dass die Ampel den Schülern und Eltern viel klarer und überzeugender darstellt, wie es um die Leistung des Schülers bestellt ist. Grün heißt dabei: man muss sich keine Sorgen machen. Gelb steht für: noch geht es, aber es ist schon hart an der Grenze zu Rot. Rot heißt: so geht es nicht.
Die Versetzungsordnung soll dann vorsehen, das man mit zwei roten Ampeln nicht versetzt wird. Jede Klassenarbeit soll mit rot, gelb oder grün bewertet werden. Zeugnisausdrucke sollen auch die Farben zeigen. Damit man bei s/w-Kopien der Zeugnisse noch die klare Information hat, werden zusätzlich noch Piktogramme in die Darstellung eingearbeitet. Für Jungen wird man ein laufendes oder stehendes Männchen im jeweiligen der 3 Ampelfelder zeigen, für Mädchen ein stehendes oder laufendes Mädchen. Umstritten ist noch, ob man das als Symbol für ein Mädchen einen Zopf zeigen soll. Die bayerischen Landesvertreter sind dafür. Die Vertreter aus Berlin sind dagegen der Meinung, dass keine geschlechterspezifische Unterscheidung erforderlich ist.


[Antwort]

[Bearbeiten]

Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von quakie am Mo. 20. April 2009 12:10:10


Auweh, was ist mit Kollegien, die keinen bunten Drucker haben? Und was mit den Sicherungskopien für die Schulakte? Alles in allem wohl dadurch schon unrealistisch und teuer.

Ansonsten halte ich auch nichts davon.
Aus pädagogischer Sicht sind keine Noten durchaus gerechtfertigt. Ich musste aber feststellen, dass Eltern und Schüler sich so gut an die Noten gewöhnt haben (über Jahrzehnte!!), dass sie diese sehr wohl besser verstehen als alles andere.

Liebe Grüße
quakie
[Antwort]

Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von Anonymous am Mi. 20. Mai 2009 00:13:06


"Aus pädagogischer Sicht sind keine Noten durchaus gerechtfertigt."

Ja, und nicht umsonst müssen Schullehrer eine pädagogische Ausbildung absolvieren.

Außerdem glaube ich, dass Noten auch gerne mal missverstanden werden. Ich erinnere mich noch an meine Schulzeit, wo Leute ernsthaft behauptet haben, dass eine 3 oder gar eine 4 eine gute Note sei. Hallo? 2 = "gut".
Ein Ampelsystem ist da viel einfacher zu verstehen.
grün : alles ist ok
gelb: nachbessern
rot: dringend nachbessern!

Bei einer 3 in einem Fach, das man eh nicht mag, kann man sich ja noch denken: "Och jo, wenigstens bleib ich damit nicht sitzen..." Letztendlich werden 3en und 4en ohnehin gerne übersehen, wenn sie in eher "unwichtigen" Fächern sind. (Dazu gehört für viele auch Mathe.)

Aber wie sieht ein Zeugnis aus, wo nicht alles ok (=grün) ist?
[Antwort]

Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von Gockel am Mi. 20. Mai 2009 00:24:59


4 ist bestanden. Bestanden ist gut. Gut ist 2 ... ;-)

mfg Gockel.
[Antwort]

Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von Diophant am Mi. 20. Mai 2009 07:34:46


Hi Gockel,

kennst du nicht die gute alte Weisheit:
Die 4 ist die 2 des kleinen Mannes. :-P

Gruß, Johannes
[Antwort]

Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von Ueli am So. 26. April 2009 22:11:02


Aus der Sicht der Druckereien sollten die Farben Magenta, Cyan und Gelb sein.
Also Schüler passt gut auf, sonst wird aus Cyan Magenta!
Für die Farbenblinden heissts dann im Zeugnis RAL3024.
[Antwort]

Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von Anonymous am Di. 28. April 2009 15:59:29


Hallo,

Die Präzision ist nur Augenscheinlich. Lehrer schätzen Schüler oft einfach nicht sehr genau ein. Fehler sind unter anderem darin zu finden, dass:

1. Lehrer kennen die einzelnen Schüler nicht genau genug.

2. irgendzwei Lehrer legen nicht den gleichen Maßstab an.
(i.e. die gleiche Leistung wird von verschiedenen Lehrern auch anders bewertet)

3. Es ist gar nicht klar, was man bewerten soll.
(i.e. Ist es wichtiger gut zu rechnen oder sich kreativ beweise auszudenken)

Während man die ersten zwei Probleme durch eine zentrale Bewertung aufgehoben werden, wird das dritte Problem noch verschlimmert.

Es gibt aber auch noch andere Punkte, die gegen eine sehr genaue Bewertung sprechen:

- Schüler laufen Gefahr extrinsisch und nicht intrinsisch motiviert zu werden. (i.e. Sie beschäftigen sich mit dem Stoff, weil es Ihnen Spass macht.)

- Weniger Leistungsbezogenheit gibt Freiraum zum ausprobieren
[Antwort]


Ein sinnvoller Vorschlag
von davidz am So. 19. April 2009 23:08:48


Ich finde die Idee vom Grundsatz her sehr gut. Allerdings sollte man aus Rücksicht auf unsere farbenblinden Mitbürger in Erwägung ziehen, die Farben durch Zahlen (zum Beispiel 1, 3 und 5) zu kodieren. Das ließe auch noch Spielraum für eventuell sinnvolle Abstufungen wie "grün-gelb", "gelb-rot" oder "tiefrot".

[Antwort]

[Bearbeiten]

Re: Ein sinnvoller Vorschlag
von matroid am So. 19. April 2009 23:48:09


rot-grün nicht zu vergessen!
[Antwort]

Re: Ein sinnvoller Vorschlag
von scorp am So. 19. April 2009 23:49:44


[...] durch Zahlen (zum Beispiel 1, 3 und 5) zu kodieren. Das ließe auch noch Spielraum für eventuell sinnvolle Abstufungen wie "grün-gelb", "gelb-rot" [...]

Womit wir wieder bei 1 bis 6 sind ?
[Antwort]


Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von Gockel am Mo. 20. April 2009 00:07:57


Der erste April ist doch schon vorbei... !?

[Antwort]

[Bearbeiten]

Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von huepfer am Mo. 20. April 2009 13:48:49 http://jumping-bagpipe.livejournal.com/


Das hatte ich mir dabei auch gedacht.

Gruß,
   Felix
[Antwort]


Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von krischi am Mo. 20. April 2009 11:23:53 http://matheforum.top-forum.net


Ich halte diese Bewertung nach Ampeln für Schwachsinn: Ein Einserschüler wäre von einem Schüler, der sich zwar keine Sorgen machen muss, allerdings auch nicht besonders gut ist, vom Zeugnis her nicht mehr zu unterscheiden. Wo bleibt da noch für einen sehr guten Schüler der Anreiz, sich besonders anzustrengen, wenn man doch mit etwas weniger Leistung das gleiche Zeugnis bekommen würde? Wie soll man im späteren Leben noch mit einem überdurchschnittlichen (Einser-)Zeugnis herausstechen, wenn eigentliche Zweierschüler genauso bewertet würden?

Dass er auf Alarmstufe rot ist, merkt ein Schüler auch spätestens dann selber, wenn er eine (oder sogar mehr als eine) 5 oder 6 auf dem Zeugnis hat. Dafür braucht er keine roten Ampeln.

Ich persönlich halte gerade die Bewertung in der Oberstufe in einem System von 0 bis 15 Punkten für besonders geeignet, weil es mehr Notenstufen gibt und dann ein Schüler, der sich verbessern möchte, sein Ergebnis schneller auf dem Zeugnis sieht: Von 7 auf 9 Punkte wäre nach dem Ampelsystem die gleiche Note von grün oder gelb, nach dem Notensystem von 1 bis 6 weiterhin eine 3, allerdings ist für einen Schüler eine Verbesserung von 2 Punkten eine gute Rückmeldung. Verschlechtert sich ein Schüler z.B. innerhalb eines Halbjahres von 15 Punkten auf 10 Punkte, wäre nach Ampelsystem immer noch alles im grünen Bereich. Im Notensystem von 1 bis 6 würde man zwar eine Abstufung von 1(+) auf 2(-) bemerken, allerdings zeigt dieses Beispiel: Je mehr verschiedene Notenstufen man zur Verfügung hat, desto schneller können Veränderungen im Notenbild bemerkt werden und desto motivierter ist der Schüler, weil er genau weiß, woran er ist und die Chance hat, sich in kleinen oder großen Schritten, d.h. nach individuellem Lerntempo, zu verbessern. Daher bin ich der Meinung, man solle eher das in der Oberstufe übliche Punktesystem schon in der Mittlstufe anwenden, als auf Ampeln zurückzufallen.

Zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass die Farbpatronen für die Schuldrucker, aus denen die Zeugnisse kommen, aus den Steuern finanziert werden.



Viele Grüße,



Krischi

[Antwort]

[Bearbeiten]

Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von Diophant am Mo. 20. April 2009 11:29:54


Hallo,

ich möchte in die gleiche Kerbe hauen wie krischi, damit sie noch viel breiter wird.
Warum muss eigentlich alles immer vereinfacht werden, damit hat man doch in der Vergangenheit schon genügend schlechte Erfahrungen gemacht...???


Gruß, Diophant
[Antwort]

Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von Gockel am Mo. 20. April 2009 18:07:36


Wozu sich auf 3,6,15 Noten einschränken? Lasst uns die ganze Bandbreite der reellen Zahlen ausnutzen! :D

mfg Gockel.
[Antwort]

Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von MoniseurLagrange am Mo. 20. April 2009 18:51:16


Beste Note in Mathe ist dann entweder pi oder e... :)
[Antwort]

Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von Anonymous am Fr. 15. Mai 2009 15:36:30


Ich vermute mal der Vorschlag war für Grundschüler?!
Einerseits finde ich ein Grundschüler solle aus Wissbegierigkeit lernen und nicht durch gute Noten dahin getrimmt werden und andererseits treibt man den schlechten Schülern das Interesse aus indem man ihm schlechte Noten gibt.
Ich finde Noten oder ähnliches sollten von daher irgendwie den Eltern vorbehalten sein, damit die wissen woran sie sind und den Schülern kann man auch anders beibringen, dass sie z.B. irgendetwas noch mehr üben müssen.
Wenn also der Zweck der Ampeln ist, dem Grundschüler besonders deutlich zu machen wie mies er ist, dann halte ich das eher für kritisch.
Was die Oberstufe betrifft, stimm ich mit Krischi überein, das Notenpunktesystem gibt eine gute Abstufung, die nicht zu fein und nicht zu grob ist. Hier Ampeln: Völliger Blödsinn.

Grüße humml
[Antwort]

Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von Anonymous am Mi. 20. Mai 2009 00:23:05


"Ich halte diese Bewertung nach Ampeln für Schwachsinn: Ein Einserschüler wäre von einem Schüler, der sich zwar keine Sorgen machen muss, allerdings auch nicht besonders gut ist, vom Zeugnis her nicht mehr zu unterscheiden. Wo bleibt da noch für einen sehr guten Schüler der Anreiz, sich besonders anzustrengen, wenn man doch mit etwas weniger Leistung das gleiche Zeugnis bekommen würde?"
Also in Mathe habe ich immer zwischen 1 und 3 geschwankt. Auch in anderen Fächern hatte ich gelegentlich Einsen. Mich haben diese Zahlen überhaupt nicht motiviert. Was mich motiviert hatte waren gute Lehrer.

"Wie soll man im späteren Leben noch mit einem überdurchschnittlichen (Einser-)Zeugnis herausstechen, wenn eigentliche Zweierschüler genauso bewertet würden?"
Dafür ist noch genug Platz auf dem Abschlusszeugnis. Oder meinetwegen auf den Zeugnissen der 12 und der 13, um die Schüler drauf vorzubereiten.

Auf Schulen, bei welchen die Meisten nicht das Abitur anstreben lohnt es sich natürlich schon in der dem Abschlussjahr vorhergehenden Stufe ein Punktesystem einzuführen.

Und nur so nebenbei: In meinem Diplomphysikstudium habe ich so gut wie alle Scheine mit 4 gemacht. In 2 Diplomprüfungen hatte ich 'ne 1.0.
[Antwort]


Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von huepfer am Mo. 20. April 2009 13:52:26 http://jumping-bagpipe.livejournal.com/


Ich finde ja, dass hier die Auswahlmöglichkeit "6, setzen!" fehlt. Und ich möchte darauf hinweisen, dass das qualitativ ein deutlicher Unterschied zur roten Ampel ist.

Gruß,
   Felix

[Antwort]

[Bearbeiten]


Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von MoniseurLagrange am Mo. 20. April 2009 14:29:52


was ist den dass für ein müll?
schüler sind doch keine kindergartenkinder mehr, egal wie doof ein schüler ist, aber dass versteht jeder!
des weiteren möchte ich mich dem vorredner anschließen, der das mangelnde differenzierungsvermögen bei nur drei bewertungsstufen hervorgehoben hat, wenn dan von anfang an MEHR bewertungsmöglichkeiten, ich fand das in der Oberstufe damals sehr angenehm.
der gleiche vereinfachungs- und gleichmachungswahn wie bei der einheitsschule, jede wette das der vorschlag von grünen oder pds kam, die sind ja für ihre glorreichen ideen in der bildungspolitik berühmt.
:(

[Antwort]

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Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von Janik am Di. 21. April 2009 16:24:06


Wenn man farbenblind ist UND zu doof, das Zeugnis richtig herum zu halten, dann hat man gute Chancen :D

@Matroid: Das hat nicht WIRKLICH jemand vorgeschlagen, oder?

[Antwort]

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Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von matroid am Fr. 24. April 2009 23:46:17


Nicht WIRKLICH!
[Antwort]


Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von huepfer am Di. 21. April 2009 20:44:16 http://jumping-bagpipe.livejournal.com/


Mir fällt gerade noch etwas ein. Gelbe und rote Ampeln diskriminieren vor allem bildungsferne oder dumme Schüler. Daher bin ich der Ansicht, dass das zu beschließende Gesetz aus Gleichstellungsgründen auch noch festlegen muss, dass nur grüne Ampeln vergeben werden dürfen.
Dies könnte durch die Androhung drakonischer Strafen für unbelehrbare (oder unbeleerbare) Lehrer festgelegt werden, welche selbst natürlich nur mit rot bewertet werden dürften.

Gruß,
   Felix

[Antwort]

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Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von Alphatier am Mi. 22. April 2009 20:14:09


Also ich persönlich halte ja das Notensystem von 1 bis 6 schon für nicht gut.

Die Lehrer rechnen doch sowieso mit Prozenten, z.B. für 50% die Note 4 usw., warum sollte die Endnote dann nicht auch in Prozent angegeben sein.

1. Würden sich die Lehrer das rumgerechne ersparen

2. Wäre die Note präziser.


[Antwort]

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Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von huepfer am Mi. 22. April 2009 21:52:58 http://jumping-bagpipe.livejournal.com/


Hallo Alphatier,

ich muss sagen, dass ich gegen das Gehampel mit den Prozenten bin. Zum einen ist es nach meiner Erfahrung überhaupt nicht so, dass zunächst alles in Prozentzahlen gerechnet wird und dann umgerechnet wird. Die einzige Prozentzahl, die mir geläufig ist, sind 50% bedeutet 4-. Sonst werden die Notenstufen aber nach dem Anspruch der Prüfung und den Leistungen der Prüflinge verteilt. Da ist nicht viel mit Prozenten.
Außerdem bringen die Prozente eine Pseudogenauigkeit, die durch die Daten nicht gerechtfertigt ist, da Prüfungen selten derart umfangreich sind.
Es gibt Länder, in denen die Noten per Prozentzahlen angegeben sind. Dies ist zum Beispiel im australischen Bundesstaat Victoria so. Allerdings haben diese Prozentzahlen auch nichts mit den Prozenten der gelösten Aufgaben zu tun, sondern mit den Prozenten der anderen, die schlechter abgeschnitten haben als der Prüfling. Und auch das wiederum geht in größeren Schritten. Dadurch wirkt das ganze System dann nicht mehr und führt zu Fehleinschätzungen aber auch zu Ungerechtigkeiten in besonders guten oder besonders schlechten Jahrgängen. Man geht dabei zwar immer davon aus, dass sich das schon statistisch einpendelt, man kann sich da aber ganz schön in die Nesseln setzen, weil die Stichproben dann doch nicht so groß sind.

Gruß,
   Felix
[Antwort]

Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von Yggdrasil am Do. 23. April 2009 23:36:18


Solange zeitgleich diese unsinnig komplizierten Buchstabenkolonnen über und unter der Ampeln durch sprechende Piktogramme ersetzt werden, die leicht von jedem verstanden werden können, wird das eine großartige Neuerung.
[Antwort]


Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von Anonymous am Di. 28. April 2009 21:59:41


Entschuldigung aber ich finde, dass das ganze gar nicht zur Diskussion stehen dürfte. Der Vorschlag ist schlichtweg Durchfall.
Ich meine abgesehen mal von der ungenaueren Leistungsdifferenzierung und der noch größeren Wahrscheinlichkeit ungerecht beampelt zu werden, was soll ich den später damit machen. Darf dann jeder der Grün hat Arzt werden? Ich wundere mich schon, dass die Bayern nicht gleich Bienchen oder eine Sonne mit Wolken vorgeschlagen haben. Auch sehe ich kein Sinn der für eine Vereinfachung spricht oder ist die Allgemeinheit nun so dumm Zahlen von 1(sehr gut) bis 6(schlääächt) bzw. Punktwerte von 1 (wenig = schlääächt) bis 15 ( viel = gut ) nicht zu verstehen. Sollte es soweit kommen entferne ich mich nach dem Studium aus diesem Land.

[Antwort]

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Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von Mathe-Krokodil am Do. 30. April 2009 10:36:37


Hallo zusammen,

also ich hab auch gehofft, dass das ein verspaeteter Aprilscherz ist. Diese Klarheit, die durch die Ampelbewertung entstehen soll, steht doch in direktem Widerspruch zu diesen Bewertungsfloskeln, wo auf den Zeugnissen ohne Noten praktisch nur durch die Blume gesagt werden durfte, dass das entsprechende Kind nichts kann. Haben die Leute nun gemerkt, dass das weder bei den Kindern noch bei den Eltern ankommt und muessen es nun klar durch rote Ampeln ausdruecken?

Im uebrigen finde ich die etwas differenzierteren Notenskalen auch besser, insbesondere fehlt mir im deutschen System die Differenzierung unterhalb der "Nicht bestanden"-Grenze. Man hat 5 und 6. Gut 6 steht meines Wissens fuer Arbeitsverweigerung, wenn also praktisch nichts da ist. 5 fasst dann alles zusammen, von einem halben Punkt zu wenig, weil man sich einmal zu viel bloed verrechnet hat, bis man hat alles probiert und alles ist schief gegangen. Ich finde, man sollte auch diesen Bereich der Leistungen etwas mehr aufschuesseln. Die Prozentskalen wuerden das natuerlich tun, aber wenn das schon wieder zu detailiert wird, koennte man von 1 bis 10 sagen und alles was besser ist als 5 ist bestanden.

Liebe Gruesse,
Mathe-Krokodil

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Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von Anonymous am Mi. 20. Mai 2009 00:01:46


Aber was bringt all die Differenziertheit, wenn die Lehrer alle nach gut dünken bewerten? Eine gewisse Willkür ist bei der Notengebung immer vorhanden, das ist klar. Aber ich finde, dass sie in der Schule besonders extrem ist.

An Unis fällt es schnell auf, wenn merkwürdig bewertet wird. Selbst bei Übungspunkten. Da sind die Kontrollmechanismen da und sie sind auch transparent.

Aber an der Schule? Da sind der Willkür keine Grenzen gesetzt. Teilweise unterscheiden sich die Noten zwischen zwei Lehren um bis zu 2. Oder noch extremer wird es, wenn man zwei Schulen vergleicht. Damals als wir in Englisch das Englischbuch versucht haben im Schuljahr durchzubekommen, hatte die andere Schule das gesamte Buch in etwas über einem Halbjahr durchgenommen.

Sowas rächt sich dann später bei Bewerbungen. Ein Bekannter von mir hat letztens Bewerbungen an verschiedene Unis für seinen Master abgeschickt. Eine Uni wollte seine Französisch-Noten von der 7 bis zur 11 wissen.

Das geht einfach mal garnicht. Und bekanntermaßen ist unser Schulsystem so unflexibel, dass es wahrscheinlich noch 20 Jahre braucht, bis das behoben ist.

Daher ganz klar ein Ampelsystem! Im Übrigen ist das Ziel doch ohnehin die beste Note, daher sehe ich auch keinen Sinn darin das noch zu verfeinern. Für genauere Informationen, die man ohnehin nicht ins ein-dimensionale Notensystem stecken kann, sind außerdem Elternsprechtage wichtig.

Für Abschlusszeugnisse sind Noten wichtig, aber für zwischendurch? Wozu?
[Antwort]


Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von Dixon am Di. 05. Mai 2009 20:25:26


Die Notenkreise sollten ähnlich wie bei Banknoten in gitterartigen
Strukturen aufgeprägt werden. Dann kann sich jeder je nach
Blickwinkel die ihm genehme Farbe aussuchen.
 
Grüße
Dixon

[Antwort]

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Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von Anonymous am Mo. 18. Mai 2009 18:06:51


Na ja, deshalb sind sie ja Bildungspolitiker.

Pictogramme statt Schrift, Symbole statt Fakten, Halbwissen statt Ausbildung  ( Ausbildung ungleich Bildung)

Politikers Ziel: PISA-Platz 17 unbedingt halten...(sonst könnte der Nachwuchs spitzkriegen WIE dämlich Politiker wirklich sind.

Simplicissimus

[Antwort]

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Re: Für Ampellogik statt Schulnoten gebe ich
von matroid am Do. 04. Juni 2009 21:10:19



Danke für Die Beteiligung an der Umfrage.

Ich gebe zu, dass ich mir die Frage frei ausgedacht habe. Es ist aber, das zeigen auch viele der Beiträge hier, nicht ganz auszuschließen, dass dieser Vorschlag wirklich gemacht worden ist oder noch wird.

Gruß
Matroid

[Antwort]

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