buhs Montagsreport: Dr ltzt Rprt - Gib mir ein e
Released by buh on Mo. 01. Dezember 2003 00:02:05 [Statistics]
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Matroids Matheplanet

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Der letzte Report
oder Ist noch Wasser in der Bowle?

Matroids Matheplanet, 31.12.2001: Dreihundertfünfundsechzigster Jahrestag, alles rührt Inder-Bowle, letzter Montagsreport des Jahres 2001:

Na mal ehrlich, wer von den 28862 (789352) Matheplanet-Besuchern hat seinem

Kind die Logarithmen-Tafel als CD geschenkt?
Oder das Video von Pythagoras’ Beerdigung?
„Thales in Milet“ für Playstation oder Gameboy?
Wessen Partner durfte sich über die 47 Bände „Geschichte der Zwei“ freuen?
Wer vergoss Tränen der Rührung angesichts eines neuen Siebes von Erathostenes?
Mit diesem Zitat aus „Main in der Bowle“, das aus „Rhein in die Bowle“ stammt, beginnt

Der letzte Report


Aber im Zeitalter des medialen Drucks pM(Einheit: hsp: HektoSpringer), der mich zwang, am 16. September einen NoName-Schoko-Weihnachtsmann zu erwerben, und der mich dazu brachte, heute vor einem leeren Adventskalender zu sitzen (Woo ist das Türchen mit der 27?), genügt es nicht, der Erste zu sein: Selbst bei den Letzten muss man der Erste sein. Die Quotendruckolympiade steht unter dem Motto:

Lauter, früher, erster!

Diesmal nun ist es buhs Montagsreport gelungen, alle Print-, Non-Print- sowie alle übrigen Medien zu toppen* und am Ersten der Erste zu sein:

DER LETZTE REPORT ist traditionell dem Jahresrückblick gewidmet. Gell, Jauch, da staunste?? Jetzt hamm mir die Nase vorn, gell? Und wie!!
Bevor wir den Rückblick allerdings tatsächlich eröffnen, sei uns gestattet, auf unser eigentliches uneigennütziges Anliegen zu verweisen:

Überall auf dieser Welt gibt es Not leidende (not leidende??) Mathematiker, überall abgeschaltete Rechner; jeder Fünfte (etwa 18,2% der Weltbevölkerung) kann weder bis Drei zählen noch Zinsrechnung:
Spenden Sie deshalb an K.Mehl@buhnet.com für Menschen, denen der Rechen fehlt. Jedes e zählt, auch Pi/Halbe wird immer wieder gern genommen. Und vergessen Sie nicht: Sie begehen eine gute Tat.

Nun aber ohne Werbepause direkt zum Jahresrückblick: Vergleichen wir die Prognosen von damals mit den Ergebnissen von HEUTE:

Januar: Lang Awartet:

Der Matheplanet Award wird erstmals vergeben. Dabei werden alle Gemeinheiten, die man der Oscarverleihung zuspricht (Bestechung, Mehrfachabstimmung, Betrug, Jubel, Standing Ovations), auch stattfinden. Insbesondere wird am Vorabend der „Alternative MP Award“ für die finsterste Ecke der Rückseite vergeben.
Und es war ein voller Erfolg. Siehe HIER (Link zum Award) und HIER.(Link zu Report 20.01.)

Februar: VerDarkt:

Eine gewaltige Serverfinsternis wird den Matheplaneten überraschen. Die meisten werden aber davon nichts sehen können, weil sich unmittelbar vor dem Höhepunkt die Finsternis über den Server legt. Vielleicht trifft die Finsternis aber statt des Planeten nur die Mathematik.

Auch das geschah. Inzwischen ist die Finsternis wegen Überlastung durchaus häufiger anzutreffen.

März: Sportlicht:

Das Thema des Le-Witten-Lesens ist in diesem Jahr: „Auf R-Folgen reiten, ohne zu stürzen“.

Beim Betreten des Podiums allerdings stolperte der Le und verknackste sich den Fuß.

April: Ge Bildet:

Nach der Re-Volution der römischen Zahlzeichen erklären die Kultusminister der Länder den irrationalen Notstand und ziehen alle Vielfachen von ein (Operation „Pinie“).
Bayern bekennt sich daraufhin zum Rationalismus und entfernt alle „e“ aus den Lehrbüchern.

Sitdm sind bim Lsn in bayrischn Lhrstubn bmrknswrt Vrbssrungn rzilt wordn.

Mai: Schwund:

Beim Nachzählen entdeckt Matroid 52 alphabetisch geordnete Mitglieder, die das erste Semester nicht über(be)standen haben und seitdem verschollen sind. Selbst vom Basislager auf halber Höhe des Cauchy aus sind sie nicht mehr zu sehen.

Nach wie vor irrlichtern jedoch multiple Mehrfachanmelder über den Planeten.

Juni: Prager Fenstersturz:

Beim Besuch des zweitgrößten Rechners der Welt in Prag weiht Bill Gates sein neuestes Werk ein: WINDOWS XTREM mit IE XCrement. Beim Öffnen des neuen Internet Explorers erscheint die Meldung „Bitte schließen Sie zur Online Aktualisierund alle Browserfenster.“ Anschließend stürzt WINDOWS XTREM ab, nicht ohne die Festplatte abzuschleifen.

Und es geht weiter: Windows XXL ist in Planung.

Juli: Korrektur eines Irrtums:

Pierre de Fermat entdeckt Andrew Wiles und nimmt ihm den FERMATschen Satz wieder weg; schließlich sei es ja seiner.

Seitdem arbeitet Andrew Wiles am Beweis der Goldbachschen Vermutung. Vermute ich.

August: Mauerbau:

Berlin beschließt die 12 1/2-jährige Abidurststrecke und vermauert damit den Zusammenschluss mit Brandenburg endgültig. Während Fachleute von 12-Ein-Halbbildung sprechen, heißt es von den Machern des Werks: „Brandenburg! Die wissen ja nicht mal, wo genau in Spanien Pisa liegt.“

Inzwischen ist ein Drei-Wege-Abitur in Planung: 13 Jahre für Fleißige, 12 Jahre für Gymnasiasten und 11 Jahre für Eilige.

September: Glück:

Ein verzweifelt Hilfe Suchender kommt ungesehen am Zerberus (dem Chat vorgelagerter Vollabweiser, der sichert, dass nicht mehr als 2000 MPianer gleichzeitig chatten) vorbei und findet im Chat des MP tatsächlich einen freien Platz. Überglücklich bestellt er: „Cosi-Nüsse für alle!“, worauf der Chat in den Wogen versinkt. Kommentar von buh: „Es war ja nicht Main Chat.“; Kommentar von Matroid: „Doch.“

Derzeit testet matroid ein Bonussystem: Wer innerhalb von 20 Minuten mehr als acht Mal aus dem Chat fliegt, bekommt einen Gutschein für eine Flugstunde. Die ersten Tester sollen mit ihrer Pilotenausbildung schon fertig sein.

Oktober: Ehrung:

Die drei bedeutendsten deutschen Bildungseinrichtungen (RTL, Bild und Bayern München) veröffentlichen das „ultimative Ranking der bedeutendsten deutschen Bildungseinrichtungen“.
Auf Platz vier: Matroids Matheplanet.

Korrektur: Platz 5. Nachträglich zum Sieger erklärt wurde „Krächzen statt Denken“, besser bekannt unter „Deutschland sucht den Superstar“.

November: Mehr Übersicht bei der Berufswahl:

Pünktlich zum tatsächlichen Beginn der Azubi-Ausbildung teilt der Fachverband „Buch in Deutschland“ mit, dass der Bibliothekar ausgestorben ist, weil die Bibliothek ausgestorben ist. Damit gibt es nach Lehrer (nicht nötig), Denker (nicht unlogisch genug) und Schuhputzer (nicht attraktiv genug) nunmehr vier Berufe weniger; die Konzentration auf das Wesentliche (Bankier, Bankkauf- und verkauffrauen, Banknachbarn, Bankert) wächst.

Als Ersatz für die Bibliotheken gibt es ein neues Urheberrechtsgesetz, dass es gestattet, bis zu 10% eines Werkes im Schulintranet (passwortgeschützt) zum Online-Lesen anzubieten. Derzeit im Angebot: „Wahrscheinlichkeitsrechnung leicht erklärt“, alternativ die ersten fünf Zeilen des „Zauberlehrling“.

Dezember: Problemlösungsstrategie:

Wegen des phänomenalen Erfolges der ersten Neujahrsansprache zieht der Le in die Berge, um vielleicht wieder einen Zettel zu finden. Na ja: Hauptsache, er hat warme Sachen an.

Stimmt. ER ist schon unterwegs.

Januar: Vergessen Sie bitte nicht: Überall auf dieser Welt gibt es Not leidende (not…

Für alle Spenden dankt im Voraus und in Zinbiel

buh2k+3

* to top: dt. in etwa: in den Topf stecken/hauen

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"buhs Montagsreport: Dr ltzt Rprt - Gib mir ein e" | 6 Comments
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Re: Dr ltzt Rprt - Gib mir ein e
von: Martin_Infinite am: Mo. 01. Dezember 2003 02:37:41
\(\begingroup\)Hihi, das war ein Spaß diesen Report zu lesen.

Sag nur "Sie begehen eine gute Tat." *g*

Vielen vielen Dank dafür buh!

Ein paar Interpretationsfragen:

Mit letzter Report meinst du sicher nur den letzten dieses Jahres? Wenn nicht, dann ... geht die Welt unter!
Soll das mit den Spenden und der E-Mail Adresse alle diejenigen Fragensteller persiflieren, die den MP mittels mangelnder Selbstaktivität nicht so ganz fair nutzen? (ich wollte "ausbeuten" schreiben)


Gruß
Martin\(\endgroup\)
 

Re: Dr ltzt Rprt - Gib mir ein e
von: Martin_Infinite am: Mo. 01. Dezember 2003 02:40:55
\(\begingroup\)Opus hatte noch was vergessen:

Besteht eine beabsichtigte Verbindung zwischen Korrektur eines Irrtums und hiermit?\(\endgroup\)
 

Re: Dr ltzt Rprt - Gib mir ein e
von: scorp am: Mo. 01. Dezember 2003 11:54:35
\(\begingroup\)Irgendwie hast du da zwei wichtige Ereignisse im April und September unterschlagen...

Gruss,
/Alex\(\endgroup\)
 

Re: Dr ltzt Rprt - Gib mir ein e
von: Cousinchen am: Mo. 01. Dezember 2003 16:40:27
\(\begingroup\)@Alex

Ja, das war auch mein erster Gedanke...

Ansonsten finde ich es - nebenbei erwähnt - überhaupt NICHT LUSTIG, dass ein Fünftel der Weltbevölkerung nicht bis drei zählen kann. Ich finde es einfach nur erschrecken.
Aber - mein Mitleid gehört natürlich den ARMEN ARMEN Mathematikern, die sich mit dieser ungebildeten Welt herumschlagen müssen *zynischsei*.

Nun denn - bis zum nächsten Montagsreport,

's Sinchen\(\endgroup\)
 

Re: Dr ltzt Rprt - Gib mir ein e
von: buh am: Mo. 01. Dezember 2003 17:36:23
\(\begingroup\)@scorp&cousi: Die Aufgabe des "Letzten Reports" ist zwar irgendwie schon in etwa ungefähr so etwas in der Art einer Bilanz, aber zu messen ist das Jahr doch nicht an den Taaaatsachen. Das Wesen einer Information ist ihre Verbreitung, nicht ihr Wahrheits- oder Wesentlichkeitsgehalt. (1. Semester Journalistik)
Der "Letzte Report" beschäftigt sich folgerichtig nur mit der Frage: "Hatte der Le Recht, und wenn ja, wie?".(Man vergleiche HIER) Oder mit einer anderen. Auf keinen Fall (Ich wiederhole: Auf keinen Fall!!) erhebt buhs Montagsreport den Anspruch, Wesentliches oder gar Alles Wesentliche (falsche Rechtschreibung von mir) mitzuteilen. CT's aber sind wesentlich, zumal im April.
Hätte ich Vollständigkeit des Wesentlichen angestrebt, müssten für jeden Tag mindestens 22 CT's und vier Änderungen an der Planetenachse vermeldet werden. Mal von der Weltpolitik abgesehen.
Ich kann halt nur gucken, ob der Le damals den richtigen Zettel gefunden hat.

Gruß von buh\(\endgroup\)
 

Re: Dr ltzt Rprt - Gib mir ein e
von: buh am: Mo. 01. Dezember 2003 18:08:02
\(\begingroup\)@M_I:
Ein paar Interpretationsantworten: Ja, nein, vielleicht.
Viel Spaß beim Interpretieren. *grins*

Gruß von buh\(\endgroup\)
 

 
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