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Gravitation
Universität/Hochschule 
Thema eröffnet von: disportare
Freier Fall - Fallgesetz Galileo Galilei  
Beitrag No.9 im Thread
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag2012-02-27
janschnei
J

2012-02-26 21:25 - disportare in Beitrag No. 5 schreibt:
Müsste die Tangentialgeschwindigkeit nicht im Laufe der Zeit abnehmen, durch die Reibung mit der Raumzeit...

Ob man es nun "Reibung mit der Raumzeit" nennen möchte ist tatsächlich sehr fraglich, aber es gibt durchaus eine Art Wechselwirkung mit der Raumzeit, die zu einem Energieverlust in gravitativ gebundenen Systemen führt. Und zwar strahlen solche Systeme bei ihrer Bewegung Energie in Form von Gravitationswellen ab, was letztlich zu einer Reduzierung des Bahnabstands führt.

Für unser Sonnensystem ist der Effekt aber viel zu klein, als dass er eine Rolle spielen würde. Andere Einflüsse, wie die Interaktion mit interplanetarem Staub, überwiegen dort deutlich.

Kryptologie
  
Thema eröffnet von: janschnei
Warum werden (z.T.) Passwörter im Klartext gespeichert?  
Beitrag No.4 im Thread
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag2012-02-20
janschnei
 

Vielen Dank für eure Antworten. Dann waren ja meine Gedanken gar nicht so falsch.

Ich habe unter den genannten Stichworten noch ein Bisschen weitergelesen. Ich finde die Thematik aus praktischer, wie theoretischer Sicht sehr spannend. Aber ich muss sagen, dass es mir nun noch unverständlicher ist, warum einige Seitenbetreiber es an grundlegendsten Sicherheitsvorkehrungen mangeln lassen.

[ Nachricht wurde editiert von janschnei am 20.02.2012 22:30:34 ]

Kryptologie
  
Thema eröffnet von: janschnei
Warum werden (z.T.) Passwörter im Klartext gespeichert?  
Themenstart
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag2012-02-20
janschnei
 

Hallo,

ich habe mal eine mehr oder weniger praktische Fragen und vielleicht treibt sich hier ja der ein oder andere Internetsicherheitsexperte oder Kryptologe herum, der dazu etwas sagen kann:

Ich habe mich schon selbst einige male darüber geärgert, dass mir meine selbstgewählten Zugangspasswörter zu Internetseiten in einer Bestätigungsmail im Klartext zugesandt wurden. In einem anderen Forum habe ich eine Diskussion über eine solche Praxis mitgelesen, bei der es viele Meinungen in der Richtung gab, dass dies ja nur ein Problem wäre für Leute, die überall im Netz das gleiche Passwort verwenden und dass diese dann ja selbst schuld seien.

Während es natürlich wahr ist, dass ein Universalpasswort eine schlechte Idee ist, empfinde ich es weiterhin als Unart die Sicherheit eines Benutzerpassworts ungefragt durch eine unverschlüsselte Übermittlung (zumindest potentiell) zu kompromittieren.

Ganz allgemein frage ich mich (und jetzt euch): Warum sollte man überhaupt jemals irgendwo ein Passwort speichern? Stellt dies nicht ein absolut vermeidbares Sicherheitsrisiko dar?

Um zu überprüfen, ob ein vom Benutzer eingegebenes Passwort richtig ist, braucht man es nicht mit einer irgendwo hinterlegten Kopie vergleichen, sondern es würde genügen, nur eine Art Prüfsumme zu bilden und diese mit der bei der Passworterstellung generierten zu vergleichen. Idealerweise würde eine solche Prüfsummenfunktion die folgenden Eigenschaften erfüllen:
  • Sie sollte einfach zu berechnen sein
  • Sie sollte nicht viele Passwörter auf die selbe Prüfsumme abbilden
  • Aus der Prüfsumme sollte sich das Passwort nicht wieder rekonstruieren lassen
  • Zu gegebener Prüfsumme sollte sich nur sehr schwer ein Passwort finden lassen, dass diese erzeugt

Ich sehe dabei viele Vorteile. Insbesondere könnte jemand, selbst wenn er an die Datenbank der gespeicherten Zugangsdaten gelangt, sich noch nicht mit diesen Daten einloggen, weil er die zugrundeliegenden Passwörter nicht kennt.

Ich kenne mich in diesem Bereich nicht sonderlich aus. Wird so etwas verwendet? Wenn nein, warum nicht? Wenn ja, warum dann offensichtlich nicht überall? Ich würd mich freuen, wenn mich jemand etwas erhellen könnte. smile

Gruß, Jan

Aktuelles und Interessantes
Universität/Hochschule 
Thema eröffnet von: rlk
10-jährige Schülerin entdeckt neues Molekül  
Beitrag No.11 im Thread
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag2012-02-20
janschnei
 

2012-02-20 02:13 - Bernhard in Beitrag No. 9 schreibt:
Das Molekül hat genau dieselben Atome und Summenformel wie Nitroglyzerin, nur eine größere Symetrie...

Nach dem was ich gelesen habe stimmt das so nicht. Das neue Molekül Tetranitratoxycarbon, so wie es im verlinkten Artikel vorgestellt wird, hat die Summenformel C5N4O12. Nitroglyzerin hingegen hat die Summenformel C3H5N3O9. Es wird lediglich gesagt, dass die beiden Moleküle eine in gewisser Weise ähnliche Struktur haben.

Ein Molekül mit gleicher Summenformel wie Tetranitratoxycarbon taucht wohl in der wissenschaftlichen Literatur schon auf, allerdings lediglich in einer einzigen Veröffentlichung.

Die angegebene Eigenschaft des Moleküls Energie speichern zu können hängt glaube ich einfach damit zusammen, dass das Molekül zwar eine (laut Simulation) stabile Konfiguration darstellt, es aber ein weiteres stabiles Isomer mit deutlich niedrigerer Energie gibt. Beim Übergang vom einen ins andere Isomer würde also Energie frei. So verstehe ich es jedenfalls als Chemie-Laie nach kurzem Überfliegen der neuen Veröffentlichung.
[ Nachricht wurde editiert von janschnei am 20.02.2012 10:23:08 ]

Stochastik und Statistik
Universität/Hochschule 
Thema eröffnet von: SirJective
Spiel: Augenzahl nicht überschätzen  
Beitrag No.12 im Thread
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag2012-02-17
janschnei
 

Beim kurzen Überfliegen der Diskussion hatte ich gerade folgenden Gedanken:

Angenommen, jeder Spieler will seine eigene Punktzahl maximieren und jeder Spieler ist rational, spielt also die optimale (gemischte) Strategie. Dann müsste die erwartete Punktzahl für alle Spieler nach Ablauf mehrerer Spiele gleich hoch sein. Dieser Wert ist aber gerade dann maximal, wenn in jedem Spiel Punkte vergeben wurden. Und das kann (ohne Absprachen der Spieler) nur erreicht werden, wenn alle Spieler immer 1 tippen. Diese Strategie wäre unabhängig von der Zahl der Spieler und der Art des Würfels.

Offensichtlich ist das beschriebene Szenario kein Nash-Gleichgewicht (für Würfel mit mehr als zwei Seiten), es sollte aber pareto-optimal sein. Letztlich ist man also wieder genau beim gleichen Problem, wie beim Gefangenen-Dilemma. Die Frage nach der optimalen Strategie ist so wohl stark abhängig von der Definition der Optimalität.

Selbstbau-Projekte
  
Thema eröffnet von: Ex_Senior
Kapillare schneiden - Schnittwerkzeug  
Beitrag No.1 im Thread
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag2012-02-15
janschnei
J

Hast du vielleicht Leute in der Nähe, die mit Glasfasern arbeiten? Dafür gibt es nämlich sogenannte Cleaver, die zum definierten Brechen von Glasfasern dienen. Der Cleaver ritzt die Faser ähnlich wie ein Glasschneider an und bricht sie dann mit einem kleinen Schlag sehr sauber ab.

Mit etwas Glück funktioniert das auch mit den Kapillaren. Man müsste aber sicherlich die Kunststoffummantlung vorher an der Schnittstelle entfernen. Für Glasfasern macht man das typischerweise mechanisch oder mit einem chemischen Stripper.

Oder vielleicht funktioniert ja ohne Glasfaserwerkzeuge die gleiche Idee: Kunststoffummantlung irgendwie entfernen und das Glas brechen und dabei hoffen, dass die Kante einigermaßen vernünftig wird.

Lineare Algebra
  
Thema eröffnet von: Flatty
Sind die Datentypen float, double, decimal ein Körper?  
Beitrag No.5 im Thread
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag2012-02-14
janschnei
 

Nur am Rande:

Es gibt durchaus auch Programmiersprachen, die Datentypen für exakte Zahlen zur Verfügung stellen. Scheme wäre ein Beispiel. Dort gibt es standardmäßig Ganzzahlen beliebiger Länge (begrenzt nur durch den Speicher) sowie exakte rationale Zahlen (die dann auch als Bruch dargestellt werden), beides jeweils auch komplex.

Ob das immer effizient ist und ob man's braucht ist eine andere Frage, aber gerade für kleine mathematische Probleme ist es schon ganz nett und umgeht einige Fallstricke.


PS:
2012-02-13 07:50 - TomS in Beitrag No. 1 schreibt:
...wenn eine konkrete Berechnung diesbezüglich den erlaubten Wertebereich verletzt bekommst du wenigstens noch einen Fehler.
Stimmt das wirklich? Zumindest in meinem letzten Java-Programm habe ich einen Integer-Überlauf bewusst eingesetzt und dieser Produziert keine Fehlermeldung. Ist es in C# etwa anders?
[ Nachricht wurde editiert von janschnei am 14.02.2012 11:27:54 ]

Numerik & Optimierung
Universität/Hochschule 
Thema eröffnet von: davidhigh
Wurstspiel  
Beitrag No.4 im Thread
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag2012-01-20
janschnei
 

Hi David,

nur kurz am Rande: Indem man bei Schere-Stein-Papier rein zufällig spielt gewinnt man im Schnitt genau die Hälfte der Spiele und zwar gegen "gute" wie "schlechte" Spieler. Das ist zwar in der Tat eine in vielerlei Hinsicht optimale Strategie, Turniere gewinnt man damit aber nicht. Ein solches Turnier gewinnt man, indem man schlechte Spieler ausnutzt damit man mehr als die Hälfte der Spiele gewinnt und dafür braucht's dann eben doch Psychologie oder ähnliche Ansätze.

Ähnlich wird es hier beim Wurstspiel sein: Das Spiel ist komplett symmetrisch. Zwei absolut rationale Spiele mit perfektem Wissen würden beide genau die selbe (gemischte) Strategie verfolgen und damit im Schnitt gleich oft gewinnen (oder unentschieden spielen, wenn dies die Regeln erlauben).

Wahrscheinlich ist die optimale Strategie fürs Wurstspiel aber deutlich komplizierter (zu finden), als bei Schere-Stein-Papier, so dass du umso mehr davon ausgehen kannst, dass nicht alle optimal spielen werden. Eine lohnende Herausforderung bleibt es also allemal.

Viel Erfolg! smile
Jan

PS:
Übrigens gibt es tatsächlich auch ernsthaft betriebene Schere-Stein-Papier-Wettbewerbe für Computerprogramme. Dabei wird dann aber viele Runden gespielt und die Programme versuchen jeweils gegenseitig die Strategie des anderen zu erfassen und vorhersagen zu können. Dass dies durchaus nicht darauf hinausläuft, dass alle doch nur zufällig spielen, und dass es Programme gibt, die quasi alle anderen deutlich schlagen, finde ich sehr spannend.

[ Nachricht wurde editiert von janschnei am 20.01.2012 17:26:56 ]

Didaktik der Mathematik
Schule 
Thema eröffnet von: killerhorse
m*m = m²?  
Beitrag No.11 im Thread
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag2011-11-17
janschnei
J

Ich bin irgendwie fasziniert, wie kontrovers diese Frage diskutiert wird. Ich selbst hätte zunächst gedacht die Antwort wäre klar.

lula, du schreibst, dass m² und m³ keine abgeleiteten Einheiten seien. Dazu kann ich evtl. eine autoritative Quelle beisteuern. Das BIPM, Wächter über die SI-Einheiten, schreibt u.a. in dieser Broschüre nach einer Übersicht über die sieben Basisgrößen:


"All other quantities are derived quantities, which may be written in terms of the base quantities by the equations of physics. The dimensions of the derived quantities are written as products of powers of the dimensions of the base quantities ..."

"Alle anderen Größen sind abgeleitete Größen, die sich mithilfe physikalischer Gleichungen als Funktionen der Basiseinheiten ausdrücken lassen. Die Dimensionen der abgeleiteten Größen werden geschrieben als Produkt von Potenzen der Dimensionen der Basisgrößen ..."
(holprige Übersetzung von mir)

Kofis Hinweis, dass sich dies weit vom Inhalt des Schulunterrichts entferne, ist natürlich wahr.
[ Nachricht wurde editiert von janschnei am 17.11.2011 21:28:34 ]

Logik, Mengen & Beweistechnik
Universität/Hochschule 
Thema eröffnet von: Simon_St
Der nicht beweisbare Satz aus dem Gödelschen Unvollständigkeitssatz  
Beitrag No.6 im Thread
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag2011-10-17
janschnei
 

Das macht es mir klarer. Vielen Dank.

Logik, Mengen & Beweistechnik
Universität/Hochschule 
Thema eröffnet von: Simon_St
Der nicht beweisbare Satz aus dem Gödelschen Unvollständigkeitssatz  
Beitrag No.4 im Thread
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag2011-10-17
janschnei
 

Hallo Gockel,

ich kann dir mit meinem beschränkten Wissen zur Modelltheorie nicht ganz folgen. Und da ich in einem anderen schon länger zurückliegenden Thread eine ähnliche Frage quasi gegensätzlich beantwortet hatte, wollte ich nochmal nachfragen, ob ich da wohl falsch lag.

Ich hatte behauptet man könnte sinnvollerweise den Satz nur als wahr annehmen:

2010-03-08 10:39 - janschnei in Beitrag No. 10 schreibt:
[...]
Stellt man sich die Frage, ob der Satz wahr oder falsch ist, so kommt man zu zwei Alternativen [...]:

1. Der Satz ist wahr. Dann gibt es einen wahren Satz, der im Rahmen der Theorie nicht abgeleitet werden kann.

2. Der Satz ist falsch. Dann ist er aus der Theorie ableitbar, was aber einen Widerspruch der Theorie darstellen würde, da falsche Sätze nicht ableitbar sein dürften.

Von beiden Fällen kommt nur der erste in Frage, wenn man eine widerspruchsfreie Theorie wahren möchte, was umso wichtiger ist, als dass mit nur einem Widerspruch bereits jede Aussage ableitbar wäre. [...]

Vermutlich ist diese Schlussvolgerung nicht zwingend, ich würde aber sagen, sie ist in jeder Hinsicht sinnvoll. [...]

Wenn ich dich Gockel jetzt recht verstehe, stört die scheinbare Widersprüchlichkeit im Fall 2 nicht. Kannst du das evtl. noch einmal erläutern?

Gruß, Jan

Sonstiges
Universität/Hochschule 
Thema eröffnet von: Kyle_Katarn
Krankenversicherung: Promoviert jemand hier mit Stipendium?  
Beitrag No.4 im Thread
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag2011-08-21
janschnei
 

Hi Kyle_Katarn,

ohne dass ich selbst viel zu deiner Frage sagen könnte (außer dass ich glaube, scorp hat wohl recht), möchte ich noch die  Stipendiaten-Mailingliste als Informationsquelle vorschlagen. Dort tummeln sich noch etwas mehr Studienstiftler als hier. smile

Bevor man dort die Frage stellt, lohnt es sich sicher, mal das Archiv durchzusehen, denn ich weiß, dass du nicht der erste bist, der hier Aufklärung sucht.

Das soll natürlich hier niemanden davon abhalten weitere sachdienliche Hinweise zu geben.

Gruß, Jan

PS: Im zur Mailingliste gehörenden Wiki, das man als Mitglied einsehen kann, gibt es auch einen Artikel zur Krankenversicherung für Promovierende. Kurz zusammengefasst steht auch dort, dass man in der GKV voll zahlen muss. Die PKV könnte daher günstiger sein.
[ Nachricht wurde editiert von janschnei am 21.08.2011 19:44:55 ]

Optik
Universität/Hochschule 
Thema eröffnet von: traveller
Michelson-Interferometer und Kohärenz  
Beitrag No.1 im Thread
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag2011-08-16
janschnei
J

Hi traveller,

ich vermute du hast dir schon selbst genau die richtigen Gedanken gemacht.

Interferenzen im Michelson-Interferometer verschwinden genau dann, wenn der Armlängenunterschied die Kohärenzlänge übersteigt. Die Armlänge selbst, und der Weg vor und nach dem Strahlteiler spielen tatsächlich keine Rolle.

Für eine stabile Interferenz ist es ja lediglich nötig, dass die beiden Teilstrahlen bei der Wiedervereinigung eine feste Phasenlage zueinander haben. Eine Verlängerung der "gemeinsamen" Wege ändert daran nichts.

So ist es auch möglich, sogar mit weißem Licht Interferometrie zu betreiben, wenn nur die Armlängendifferenz klein genug ist. Anders hätten Michelson und Morley ihr Experiment nicht vor der Erfindung des Lasers verwirklichen können.

Gruß, Jan

Geometrie
Universität/Hochschule 
Thema eröffnet von: dadazack
Rekonstruktion einer ebenen Kurve aus ihrer Krümmung mit bestimmter Anfangsbedingung  
Beitrag No.1 im Thread
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag2011-08-04
janschnei
J

Hallo dadazack und willkommen auf dem Matheplaneten,

ich habe mich noch nicht ausführlich mit dem von dir beschriebenen Problem befasst, kann aber trotzdem vielleicht schon ein paar hilfreiche Kommentare abgeben:

Das wichtigste zuerst: Deine Kurve ist überbestimmt, existiert also im Allgemeinen nicht. Zur Verdeutlichung kann man das einfache Beispiel wählen, in dem Anfangs- und Endkrümmung gleich sind. Dann ist die Krümmung konstant und die Kurve ist ein Teil eines Kreisbogens. Der Kreis wäre durch Startpunkt und -richtung eindeutig festgelegt und dass der Endpunkt getroffen wird wäre "Glück".

Mir ist nicht gleich klar, ob man durch Weglassen eines Parameters einfach zu einem wohlbestimmten Problem kommen kann.

Lässt man z.B. die Endkrümmung offen, sollte es immer eine Lösung geben, im Allgemeinen aber auch unendlich viele weitere. Genauso ist es beim Weglassen des Start- oder Endpunktes.

Evtl. erhält man ohne die Vorgabe der Startrichtung ein etwas handhabbareres Problem. Aber auch dann gibt es noch in meinem Beispiel von oben zwei Lösungen und diese auch nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Ich vermute also, du musst dir nochmal Gedanken über die Formulierung deiner Aufgabe machen.

Für den Fall, dass du bei der ursprünglichen Formulierung bleiben willst und eben nur die Fälle betrachtest, in denen es eine Lösung gibt, denke ich trotzdem noch, dass eine analytische Bestimmung der Bogenlänge für den Allgemeinen Fall fast unmöglich sein dürfte.

Wenn eine grobe numerische Lösung ausreicht, sähe mein Ansatz so aus, dass man die Kurve für verschiedene angenommene Kurvenlängen bestimmt und sich so der wahren Lösung nähert. Ob man damit ein stabiles Verfahren erhält, das immer zur richtigen Lösung findet ist eine andere Frage...

Soweit meine Gedanken. smile
Gruß, Jan


PS: In deiner Krümmungsfunktion fehlt ein s.

Erfahrungsaustausch
Universität/Hochschule 
Thema eröffnet von: sarge_0
Wie man den Stoff im Kopf behält  
Beitrag No.4 im Thread
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag2011-04-16
janschnei
 

Und um die schon gegebenen Antworten noch zu ergänzen, möchte ich einen weiteren wichtigen Aspekt betonen: das Verständnis!

Ich denke, man kann sich ganz allgemein die Dinge am besten merken, die man verstanden hat. Das schöne an der Mathematik ist dabei, dass quasi alle merkenswerten Informationen einem solchen Verständnis zugänglich sind (anders als etwa bei Geschichte oder Erdkunde).

Um bei pinwheels Beispiel des Taylor-Polynoms zu bleiben: Ich persönlich kenne die Koeffizienten nicht wirklich auswendig, kann sie mir aber innerhalb von Sekunden wieder klar machen, da ich weiß, was dahinter steckt. Und genauso geht es mir bei vielen mathematischen Sachverhalten.

Ein solches Verständnis erlangt man unter anderem durch die bereits erwähnte Anwendung und Wiederholung bei Übungsaufgaben und Co.

Also viel Spaß beim stetigen lernen! smile

Gruß, Jan

Optik
  
Thema eröffnet von: resel
3D-Brille (Kino)  
Beitrag No.4 im Thread
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag2011-03-26
janschnei
 

Hi Resel,

ich kann erstmal kurz deine bisherigen Erkenntnisse bestätigen. Deine Brille ist (wie die meisten heute verwendeten) eine Polarisationsbrille für zirkular polarisiertes Licht. Sie besteht, wie du richtig schreibst, aus einer λ/4-Folie (außen) und einer linear polarisierenden Folie (innen).

Zu den noch offenen Fragen: Frage 1 beantwortet quasi Frage 2, oder umgekehrt. smile

Ein λ/4-Plättchen soll Licht einer bestimmten Polarisationsrichtung gegenüber der senkrechten Polarisationsrichtung gerade um eine Viertel-Wellenlänge verzögern. Für eine gegebene Lichtwellenlänge lässt sich die stärke der Verzögerung über die Schichtdicke und über die materialabhängige Geschwindigkeitsdifferenz der beiden Polarisationsrichtungen steuern. In der Regel wird man tatsächlich nur für eine bestimmte Wellenlänge genau die gewünschte λ/4-Verzögerung erreichen. Da aber auch die Lichtgeschwindigkeit im Material von der Wellenlänge abhängt (Dispersion), kann man durch geschickte Materialwahl erreichen, dass das λ/4-Plättchen für einen recht breiten Wellenlängenbereich (annähernd) funktioniert.

Die Grenzen dieser Technik machen sich bemerkbar, wenn du die angesprochenen Farbeffekte beobachtest. Wenn ich dich recht verstehe, hältst du die Brillengläser so zueinander, dass sie im Idealfall kein Licht hindurchlassen sollten, da das erste Brillenglas zirkular polarisiertes Licht erzeugt, das das andere nicht passieren lässt. Da nun aber die Polarisationsfilter nur für eine bestimmte Wellenlänge perfekt zirkular polarisieren, kann Licht mit anderer Wellenlänge die Filter teilweise passieren. Dies wird vor allem für Licht am äußeren Ende des sichtbaren Spektrum der Fall sein, also für Rot und Blau.

Wie ganz genau die von dir beschriebenen Farben bei den verschiedenen Winkeln der Filter zueinander zustande kommen, kann ich dir nicht auf Anhieb beantworten. Vielleicht kannst du dem ja aber noch mit weiteren Experimenten auf die Schliche kommen.

Gruß, Jan

Relationen und Abbildungen
  
Thema eröffnet von: midgard
Bijektionen zwischen IR und dem Einheitsintervall  
Beitrag No.5 im Thread
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag2011-03-14
janschnei
 

2011-03-14 17:46 - midgard in Beitrag No. 3 schreibt:
Kann man die Nichtexistenz einer stetigen bijektiven Funktion vom abgeschlossenen Einheitsintervall auf die reellen Zahlen auch ohne das beweisen?

Hi midgard,

wie wäre es mit der sehr grundlegenden Tatsache, dass für stetige Funktionen Urbilder offener Mengen offen sind?

Gruß, Jan

Edit: Dieses Argument greift hier leider doch nicht. Danke an Buri für die Korrektur (siehe unten).

[Die Antwort wurde nach Beitrag No.3 begonnen.]
[ Nachricht wurde editiert von janschnei am 14.03.2011 20:59:54 ]

Selbstbau-Projekte
Universität/Hochschule 
Thema eröffnet von: detlef01
Elektromotor regeln  
Beitrag No.20 im Thread
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag2011-03-10
janschnei
 

Und was willst du da machen? wink

Irgendwoher muss die Energie ja kommen. Und wenn du mit deinem Motor tatsächlich eine bedeutende Masse für eine Längere Zeit bewegen möchtest, dann ist die Energiemenge auch nicht zu unterschätzen. An einem guten Akku wird kein Weg vorbeiführen.

Das ist übrigens wohl einer der Hauptgründe, warum serienreife Elektroautos bis heute eher Mangelware sind. Die Anforderungen an die Akkus sind extrem, verglichen mit den elektronischen Geräten, für die sonst meist Akkus entwickelt werden.

Selbstbau-Projekte
Universität/Hochschule 
Thema eröffnet von: detlef01
Elektromotor regeln  
Beitrag No.18 im Thread
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag2011-03-10
janschnei
 

Hi,

lulas Tipp in Richtung E-Bikes zu schauen halte ich für sehr sinnvoll, denn das ich ja ziemlich genau, was du machen willst.

Für E-Bikes gibt es dann auch fertige Regler. Bei ebay z.B. unter dem Begriff "Motorregelung" für etwa 30€ zu finden. Die enthalten dann auch gleich eine Steuerung für alles, was man sonst vielleicht noch haben möchte (Zündschlüssel, Bremslicht, Akkulader).

Auch dabei wird man aber als jemand, der noch nicht so viel mit Elektronik am Hut hatte (wenn ich dich da richtig einschätze), kaum umher kommen, sich nach irgendwelchen Plänen zu richten. Dafür scheint es diverse Foren zu geben, die sich gerade mit dem Selbstbau von E-Bikes beschäftigen und die dir sicherlich noch kompetentere Beratung bieten können, als die hier versammelten Mathematiker und Physiker.

Viel Erfolg beim Bau. smile
Jan

Selbstbau-Projekte
Universität/Hochschule 
Thema eröffnet von: detlef01
Elektromotor regeln  
Beitrag No.9 im Thread
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag2011-03-09
janschnei
 

Hi,

ich will nochmal kurz zur Vorsicht raten:

Der Vorschlag über einen Spannungsteiler die am Motor anliegende Spannung zu regeln ist natürlich theoretisch gut und einfach umzusetzen, aber (!) die Leistung, die nicht dem Motor zugeführt wird, muss dann vom Potentiometer aufgenommen werden. Will man denn Motor also tatsächlich merklich abbremsen können, so muss der Widerstand eine Leistung in der Größenordnung von einigen hundert Watt verbraten und wer schonmal einer 100W-Glühbirne nahe gekommen ist, kann sich vielleicht vorstellen, wie viel das ist. Das ist nicht nur Energieverschwendung, sonder brandgefährlich ( wink ).

Ich bin kein Elektriker und kann nicht sagen, ob es nicht Gerätschaften gibt, die auf sowas ausgelegt sind. Vor allzu unbedarftem Experimentieren würde ich aber warnen. Bei Leistungen in dieser Größenordnung würde ich vermuten, dass vorgefertigte und dafür ausgelegte Bauteile die beste Wahl sind.

Gruß, Jan

PS: Nach dem zweiten Nachdenken möchte ich nicht ausschließen, dass man nicht auch eine geschickte "klassische" Schaltung finden kann, die zu hohe Leistungsaufnahmen vermeidet, aber darüber sollte man sich auf jeden Fall vorher Gedanken machen. smile
[ Nachricht wurde editiert von janschnei am 09.03.2011 11:06:10 ]
 

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