Biophant




Wohnort: Deutschland, Berlin -> Mitgliederkarte
Beruf (Job o.ä.): Leistungsmanager
Interessen:
Primzahlen, Aerosolphysik
Meine Geschichte:
Tja, eine kurze Vorstellung ist manchmal gar nicht so einfach. Hängt sie doch ganz stark davon ab, wem man sich vorstellen möchte. Da es hier nicht um den Mars, sondern um den Matheplaneten geht, werde ich mich also bemühen, meine Vorstellung auf den mathematisch- physikalischen Teil meines Ichs zu konzentrieren.

Geboren wurde ich 1962 in Nordhessen. Dort lernte ich schon vor der Schule Druckbuchstaben zu lesen, indem ich meine Mutter regelmäßig bei ihrer Bügelarbeit am Küchentisch mit der Frage "Mama, was ist das für ein Buchstabe?", nervte. Seitdem war Lesen meine Welt. Später in der Schule war ich zwar interessiert, aber meist eher ein mittelmäßiger Schüler. Ich tat, was ich tun musste, damit mir mehr Zeit für meine eigene kleine Welt blieb.

Diese kleine Welt wurde erheblich größer, als es die ersten Computer in Form eines halbwegs erschwinglichen Brotkastens gab. Um möglichst viel aus der Kiste heraus zu kitzeln, wurde auch die Elektronik zu meinem Steckenpferd. Wie sonst sollte man auch mit wenig Geld die Erweiterung Namens "Userport" effizient nutzen? Ich lernte Assembler und Basic und schob sogenannte "Sprites" über den Bildschirm des angeschossenen Röhrenfernsehers.

Da es später mit dem Abitur nicht so klappte, musste ich dann irgendetwas anderes Sinnvolles tun, um mir noch bessere Brotkästen leisten zu können. Ich lernte Kaufmann im Groß- und Außenhandel in einem großen Autohaus in Kassel.

Mitte der 80er zog es mich dann nach Berlin. Dies allerdings nicht wegen schnöder Brotkästen, sondern wegen unzählig vieler Schmetterlinge in meinem damals noch sehr flachen Bauch. Die Liebe brachte mich also in die damals noch geteilte Stadt - und die Liebe zur Stadt läßt mich bis heute nicht mehr los!

Zurück zum Brotbehälter: Da mich diese Brotkisten immer noch sehr begeisterten, heuerte ich im Vertrieb bei einem der ganz großen Brotkistenbauer an. Allerdings nicht IBM, sondern HP.

Dort lernte ich dann auch, dass es nicht nur Brotkisten, sondern auch richtige Computer gab ;-)....

Die Jahre vergingen, ich hatte endlich einen richtigen Computer und es gab plötzlich BTX und das Fido-Netz. Für die etwas jüngeren Leser: Das Internet für alle kam erst eine ganze Weile später.

Da ich an der Quelle saß, konnte ich sogar die Akustikkoppler überspringen und mir günstig ein Modem mit 1200 Baud besorgen. "Was für ein heißer Scheiß", dachte ich.

Ein paar Jahre nach der Wende wollte ich nicht mehr Kaufmann sein. Ich wollte den zweiten Bildungsweg beschreiten und Informatik studieren.
Leider war Informatik in Berlin damals an "Numerus Clausus" erkrankt und für so faule, nebenbei arbeitende Studenten wie mich, schwer zu bekommen. Bei einem Besuch an der neu gegründeten FHTW ließ ich mich von einem Physikprofessor, der mir auf dem Campus zufällig über den Weg lief, überzeugen: "Informatik? Geht auch bei uns gar nix mehr! Aber ich hätte da einen neuen Studiengang Physikalische Technik - Schwerpunkt Messtechnik zu bieten."

Nachdem der Kerl mich damals auf so schnöde Art und Weise zur Physik abgeworben hatte, musste ich im Laufe des Studiums auch noch feststellen, dass mir das Alles sauschwer fiel. Aber nach etwas mehr als 6 Jahren hatte ich mich durchgebissen und endlich lernen gelernt - das brauchte ich ja bis dato nicht.

Letztendlich habe ich mein Studium dann auch nur geschafft, weil mich der Zufall mit einem Menschen zusammengebracht hat, den man damals hinter vorgehaltener Hand auch den "Papst der Reinraumtechnik" in Deutschland nannte. Ein Dr.-Ing. alter Schule, der Formeln schreiben und parallel erklären konnte, wie andere einen schnöden Bericht herunter schrieben. Dafür konnte ich seine Formeln und Werte im Computer analysieren und abbilden. Es war eine wunderbare Symbiose und für mich die Bestreitung meines Lebensunterhalts neben dem Studium.

Nach dem Studium arbeitete ich 17 Jahre als Vertriebs- und Software-Ingenieur in einem Unternehmen für Kälte- und Klimatechnik (Großkälteanlagen). 2016 entschied ich mich für eine Veränderung (Auszeit), die mir aufgrund einer betrieblich bedingten, großzügigen Abfindung auch möglich war. Und da fing es an, mit der Mathematik und den Primzahlen.

Zuerst schrieb ich einen Math-Fiction-Thriller über eine Zahlentheoretikerin. Er ist zwar veröffentlicht, hat für mich aber nur ideellen Wert, weil ich einfach Lust hatte, einmal in meinem Leben ein Buch komplett durchzuschreiben. Während der Recherche für die Hauptfigur hatte ich mich mehr und mehr mit Primzahlen beschäftigen müssen.

Und: das Thema läßt mich einfach nicht mehr los, wie man auch an meinem Avatar sehen kann :-)





 











 
Beteiligt an den Arbeitsgruppen:
PiPrimes (RUHT), Aufgabe: Gründer, Rechte: Admin Autor
 
Gesammelte Stäbchen [Maus über ein Stäbchen fahren] [Bedeutung]
 




Biophant ist Mitglied seit 08.06.2021 und wurde zuletzt am 13.06.2021 auf dem Matheplaneten gesehen.


 
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