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Beruf Bachelor Mathematik --- finde keine Arbeit
yangl
Junior Letzter Besuch: vor mehr als 3 Monaten
Dabei seit: 12.08.2014
Mitteilungen: 6
  Themenstart: 2014-08-12

Hallo Leute, ich bin mittlerweile am Verzweifeln! Habe vor knapp einem Jahr meinen Mathebachelor mit 2,9 geschafft und bewerbe mich seitdem sehr fleißig, nur leider ohne Erfolg. Habe es bei vielen Banken und Versicherungen probiert. Initiativbewerbungen, aber auch Bewerbungen auf Stellen wie Analyst, Mathematker, Berater etc. Alles nichts, entweder Absagen, oder "wir haben Sie in unsere Datenbank aufgenommen". Leider kann ich es mir nicht leisten, nochmal zu studieren, habe aber vor, einen Master nachzulegen, wenn ich einen Job habe. Hat einer von euch Tipps, wo oder als was ich mich noch bewerben könnte? Alle anderen Vorschläge oder Anstöße sind auch erwünscht! Danke euch schonmal! P.S.: wohne in Karlsruhe


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Martin_Infinite
Senior Letzter Besuch: vor mehr als 3 Monaten
Dabei seit: 15.12.2002
Mitteilungen: 39133
Wohnort: Münster
  Beitrag No.1, eingetragen 2014-08-12

Hallo, willkommen hier im Forum. Ich weiß es natürlich nicht, aber vielleicht könnte es daran liegen, dass deine schriftliche Bewerbung bisher nicht überzeugt hat? Du könntest die Bewerbung mit einem Berater bei der Arbeitsagentur durchgehen und dir Feedback geben lassen. Die Arbeitgeber halten sich damit bekanntlich zurück. Generall würde ich dir raten, ein Beratungsgespräch bei der Arbeitsagentur zu machen. Die sind genau auf solche Probleme spezialisiert.


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yangl
Junior Letzter Besuch: vor mehr als 3 Monaten
Dabei seit: 12.08.2014
Mitteilungen: 6
  Beitrag No.2, vom Themenstarter, eingetragen 2014-08-12

Hallo Martin, danke schonmal für die schnelle Antwort! Solch ein Gespräch habe ich bereits gehabt und die Frau meinte, dass alles in Ordnung sei. Nach weiteren, erfolglosen Bewerbungen bin ich dann zu einen professionellen Bewerbungstrainer gegangen und der meinte, dass alles bis auf das Anschreiben Top sei. Anschreiben müsse ich auf die Stelle zuschneiden und dabei könne er mir nicht helfen. Fand ich komisch, aber das hab ich so hingenommen und das wars. Anschreiben sind für mich immer noch schwer zu schreiben, aber ich gebe mein bestes.


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gaussmath
Senior Letzter Besuch: vor mehr als 3 Monaten
Dabei seit: 16.06.2007
Mitteilungen: 9044
Wohnort: Hannover
  Beitrag No.3, eingetragen 2014-08-12

Hallo yangl! Schade, dass es so schleppend läuft bei dir. :-( In welchen Bereich willst du? Hast du dich ausschließlich auf den Banken- und Versicherungssektor festgelegt? Wenn deine Bewerbungsunterlagen, wie geschildert, kein oder kaum Optimierungspotential bieten, dann musst du an anderer Stelle optimieren. Bist du regional flexibel, oder bewirbst du dich nur in einer bestimmten Region? Hast du ein XING-Profil angelegt? Letzteres ist mittlerweile sehr hilfreich geworden! Kannst du Praktika machen, eventuell irgendwelche Programmierkurse? Wie sieht es mit deinen IT-Kenntnissen aus? Nutze die Bewerbungsphase, um dich fortzubilden. Recherchiere, ob Trainee-Stellen verfügbar sind in deinem Wunschbereich und ob so etwas für dich in Frage kommt. Zum Thema Master und dessen Finanzierung: hast schon mal was von dem KFW Bildungskredit gehört? Dieser könnte dich über 1,5 Jahren bringen, wenn du die Masterarbeit für eine kleine Vergütung in einem Unternehmen schreibst. Eine Fortführung des Studiums ist in Anbetracht deines Notendurchschnittes ratsam... Viel Erfolg weiterhin, Marc


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epsilonkugel
Senior Letzter Besuch: vor mehr als 3 Monaten
Dabei seit: 13.11.2010
Mitteilungen: 1019
Wohnort: Münster
  Beitrag No.4, eingetragen 2014-08-12

Hallo ein Freund von mir hat mit seinem Bachelorabschluss in Mathe einen Job als Game Balancer gefunden, http://www.goodgamestudios.com/de/stellenangebote/game-balancer-de/ .An sonsten, heißt das, dass du deine Bewerbung abgegeben hast nichtmals in die nächste Runde kommst sozusagen, also nicht eingeladen wirst? Oder in welcher Runde scheitert es? Vielleicht könntest du deine Bewerbungsmappe mit einem Praktikum (vllt. für 4-6 Wochen ca) aufpimpen, während du nach einem festen Job suchst, aber dazu hat gaussmath ja schon was geschrieben. Liebe Grüße


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yangl
Junior Letzter Besuch: vor mehr als 3 Monaten
Dabei seit: 12.08.2014
Mitteilungen: 6
  Beitrag No.5, vom Themenstarter, eingetragen 2014-08-12

@gaussmath mittlerweile ist es so, dass ich mich überall dort bewerbe, wo Mathematikstudium da steht. Am liebsten würde ich in der Automobilbranche arbeiten, aber als Mathematiker ist es nahezu unmöglich dahin zu kommen. Banken wäre meine zweite Wahl gewesen, aber wie oben geschrieben, ist nichts draus geworden. Meine Frau hat einen Job in Karlsruhe, weshalb wir dort auch leben. Bewerben tue ich mich aber in ganz BaWü, Hessen und Westbayern. IT technisch bin ich nicht schlecht. Win und Linux sind kein Problem für mich, Java kann ich einigermaßen, Office ist auch ganz gut und Mathematica und MatLab beschränkt sich auf das, was man so alles im Studium damit gemacht hat. Meinst du mit "in Anbetracht deines Notendurchschnitts", dass dieser schlecht ist, oder gar sehr schlecht? Ich weiss, dass es nicht so gut ist, muss aber auch dazu sagen, dass neben den 6 Kommilitonen, die mit mir angefangen und das Studium zu Ende geführt haben, ich unter den Top 4 bin mit meinem Notendurchschnitt. Die Uni, an der ich den Bachelor gemacht habe, hat es versäumt, diesen Studiengang abzuändern und somit haben wir so eine Art Diplomstudiengang gehabt, bei dem die Sschwerpunkte weggefallen sind und die Abschlussarbeit nicht so umfangreich war. Werde mich aber jetzt um einen Praktikumsplatz bemühen. @epsilonkugel Hab dieses Angebot auch schon gesehen, aber Hamburg ist echt weit von Karlsruhe weg. Vorstellungsgespräche hatte ich schon ein paar und hatte meistens das Gefühl, dass es gut gelaufen war, nur ist dann nichts draus geworden. Außer zwei Mal, war dann aber nicht so toll. Danke vielmals für die Infos! LG


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gaussmath
Senior Letzter Besuch: vor mehr als 3 Monaten
Dabei seit: 16.06.2007
Mitteilungen: 9044
Wohnort: Hannover
  Beitrag No.6, eingetragen 2014-08-12

Hm, aber wenn du verheiratet bist und deine Frau berufstätig ist, dann bekommt sie die Steuerklasse III. Wenn du noch 400 Euro dazu verdienst, dann sollte die Finanzierung, zusammen mit einer Familienversicherung für dich, doch gesichert sein?!


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Tobi_7C4
Ehemals Aktiv Letzter Besuch: vor mehr als 3 Monaten
Dabei seit: 31.03.2011
Mitteilungen: 287
Wohnort: Bayern
  Beitrag No.7, eingetragen 2014-08-12

Hallo, 2,9 klingt auf den ersten Blick nicht so gut, Aber die Zahl sagt ja erstmal nicht viel aus, da sie relativ zum Schwierigkeitsgrad ist. Sofern es dich besser aussehen laesst, fuege noch ein, dass du unter den besten X % warst. Persoenlich wuerde ich es bis zu 30 % reinschreiben. Was ein bestimmter Schnitt wert ist, haengt sehr vom Studiengang und Uni ab. Auch das Erwaehnen der Abbruchsquote koennte sinnvoll sein. Z.B. wenn du zu den 20 % der Erstsemester gehoerst, die fertig werden, zeugt das von Durchhaltevermoegen und Stresstoleranz. Einen Master wuerde ich aber auf jeden Fall noch machen. Hier bekommst du auf einem Gebiet einen Feinschliff. Dieser ist vor allem bei einer Bewerbung im entsprechenden Bereich von Vorteil. Der Master entspricht dem alten Diplom und der Bachelor alleine wird vllt. nicht von allen Unternehmen angenommen oder nur bei extrem guten Noten. Es gibt auch Fernstudiengaenge oder berufsbegleitende Master, falls du kein Vollzeitstudium mehr machen kannst (z.B. weil du viel arbeiten musst). Gruss [Die Antwort wurde nach Beitrag No.5 begonnen.]


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Slash
Aktiv Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 23.03.2005
Mitteilungen: 8997
Wohnort: Westerburg
  Beitrag No.8, eingetragen 2014-08-12

Vielleicht zeigt diese Situation auch einfach nur wie viel (zurzeit) so ein Bachelorabschluss in Deutschland wert ist. In den USA würde man da weniger Probleme haben. Gruß, Slash [Die Antwort wurde nach Beitrag No.6 begonnen.]


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Tobi_7C4
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Dabei seit: 31.03.2011
Mitteilungen: 287
Wohnort: Bayern
  Beitrag No.9, eingetragen 2014-08-12

Hallo, da hast du Recht, in den USA ist der BA viel mehr Wert. Aber hat der BA hier mit 210 statt 180 ECTS nicht einen hoeheren Umfang als bei uns? Kenne einen, der BA mit 210 Punkten gemacht hat um in den USA problemlos den Master draufzumachen. Gruss


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yangl
Junior Letzter Besuch: vor mehr als 3 Monaten
Dabei seit: 12.08.2014
Mitteilungen: 6
  Beitrag No.10, vom Themenstarter, eingetragen 2014-08-12

Mal eine dumme Frage: Wo sucht man am Besten nach Jobs? Bis jetzt suche ich bei: - Jobcenter - Tageszeitung (FAZ, BNN) - Xing, LinkedIn, Monster, Indeed - Bei manchen Firmen direkt auf der Homepage Danke!


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Tobi_7C4
Ehemals Aktiv Letzter Besuch: vor mehr als 3 Monaten
Dabei seit: 31.03.2011
Mitteilungen: 287
Wohnort: Bayern
  Beitrag No.11, eingetragen 2014-08-12

Du suchst eh schon fast ueberall ;) Aber Vitamin B darf man nicht vergessen. Also Freunde und Verwandte fragen, ob sie eine Firma kennen, die Leute mit deinen Wunschaufgaben beschaeftigt. Ich denke, das hast du aber eh schon gemacht. Gruss


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Berufspenner
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Dabei seit: 13.11.2003
Mitteilungen: 3294
Wohnort: Hamburg, z.Zt. Hannover
  Beitrag No.12, eingetragen 2014-08-12

Zum Thema "Wert des Bachelors in Deutschland" muss man ganz klar sagen, dass eine Zweiteilung in Bachelor und Master gerade in der Physik, Chemie und Mathematik wahnsinnig wenig Sinn macht. Bei sowieso schon eher praktischer ausgerichteten Studiengängen wie der Informatik und den Ingenieurswissenschaften, hat sich ein Bachelor, gerade weil er auch häufig als dualer Studiengang angeboten wird, besser etabliert. Das soll allerdings nicht bedeuten, dass sich hier ein Master nicht lohnen würde. Ganz im Gegenteil. Aber unter einem Bachelor in Physik oder Mathematik kann man sich nicht viel vorstellen. In der Chemie ist es ja noch "schlimmer". Ich habe selber mich Chemikern über das Gerücht gesprochen, dass man als Chemiker ohne Promotion kaum einen Job findet. Ausnahmen bestätigen die Regel. Mir wurde aber immer wieder bestätigt, dass eine eigene Professionalisierung erst durch die Promotion möglich ist und man erst dann als Chemiker wirklich interessant wird. In diesem Sinne kann ich einen Master auch nur empfehlen. Wenn du dich dann dafür entscheidest, dann solltest du auch in dieser Zeit unbedingt noch ein freiwilliges Praktikum einbinden, um Firmenkontakte zu knüpfen. [Die Antwort wurde nach Beitrag No.9 begonnen.]


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yangl
Junior Letzter Besuch: vor mehr als 3 Monaten
Dabei seit: 12.08.2014
Mitteilungen: 6
  Beitrag No.13, vom Themenstarter, eingetragen 2014-08-12

Klar, hab ich schon gemacht! Die meisten meiner Freunde sind keine Akademiker, hören sich aber trotzdem für mich um :) [Die Antwort wurde nach Beitrag No.11 begonnen.]


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Folgende Antworten hat der Fragesteller vermutlich noch nicht gesehen.
Er/sie war noch nicht wieder auf dem Matheplaneten
topquark85
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Dabei seit: 25.04.2013
Mitteilungen: 36
  Beitrag No.14, eingetragen 2014-08-12

\quoteon(2014-08-12 17:08 - Berufspenner in Beitrag No. 12) Zum Thema "Wert des Bachelors in Deutschland" muss man ganz klar sagen, dass eine Zweiteilung in Bachelor und Master gerade in der Physik, Chemie und Mathematik wahnsinnig wenig Sinn macht. Bei sowieso schon eher praktischer ausgerichteten Studiengängen wie der Informatik und den Ingenieurswissenschaften, hat sich ein Bachelor, gerade weil er auch häufig als dualer Studiengang angeboten wird, besser etabliert. Das soll allerdings nicht bedeuten, dass sich hier ein Master nicht lohnen würde. Ganz im Gegenteil. Aber unter einem Bachelor in Physik oder Mathematik kann man sich nicht viel vorstellen. In der Chemie ist es ja noch "schlimmer". Ich habe selber mich Chemikern über das Gerücht gesprochen, dass man als Chemiker ohne Promotion kaum einen Job findet. Ausnahmen bestätigen die Regel. Mir wurde aber immer wieder bestätigt, dass eine eigene Professionalisierung erst durch die Promotion möglich ist und man erst dann als Chemiker wirklich interessant wird. In diesem Sinne kann ich einen Master auch nur empfehlen. Wenn du dich dann dafür entscheidest, dann solltest du auch in dieser Zeit unbedingt noch ein freiwilliges Praktikum einbinden, um Firmenkontakte zu knüpfen. [Die Antwort wurde nach Beitrag No.9 begonnen.] \quoteoff Dem kann ich nur zustimmen. Vor allem in NaWis und teilweise Mathematik lernt man im Bachelorstudium fast nur Grundlagenvorlesungen. Eine richtige Spezialisierung bzw. fachliche Vertiefung findet erst im Masterstudium statt. Wichtige Erfahrungen (vor allem Laborerfahrungen) sammelt man als Naturwissenschaftler während seiner Promotion. Der Promotionszwang ist in der Mathematik zum Glück nicht so ausgeprägt wie in den NaWis. Wenn man nach seinem Bachelorabschluss arbeiten möchte, wäre man mit anwendungsnahen Studiengängen -wie bereits angesprochen- Info und Ing oder Mathematikaffinen FH-Studiengängen wie Technomathematik, Scientific Computing, Praktische Mathematik, ... besser aufgehoben. Daher finde ich den Vorschlag Masterstudium + Praktika (vorzugsweise in der vorlesungsfreien Zeit) sehr empfehlenswert und besser als die eher hoffnungslose Jobsuche nach einem Uni-Bachelor in Mathematik.


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syngola
Senior Letzter Besuch: vor mehr als 3 Monaten
Dabei seit: 21.10.2003
Mitteilungen: 2852
Wohnort: Berlin
  Beitrag No.15, eingetragen 2014-08-12

Hi, ich kann nur bestaetigen, dass man dem aufgezwungenen internationalen Vergleichbarkeitswahn nicht trauen darf. Der Bachelor hier in Schottland zum Beispiel steht auf wesentlich breiterer Basis als an den meisten Universitaeten in Deutschland und erfordert daher auch 4 Jahre. Allerdings gilt auch hier, wenn man die "honours" nicht schafft, ist der Abschluss quasi wertlos. Gerade, wenn Du in Richtung Bank und Versicherung willst, solltest Du daher den Master mit einer Spezialisierung in Stochastik und Statistik anvisieren. Auch eine Ausbildung zum Aktuar koennte interessant fuer Dich sein. Schau mal auf den Seiten der DAV: Was ist ein Aktuar? Gruss, Peter


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