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Universität/Hochschule J Ein zweiter Master, in Informatik?
LaLe
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Wohnort: Bonn
  Themenstart: 2017-05-19

Hallo, ich bin nicht sicher, ob es hier genug Leute gibt, die auf die Frage antworten können, bin aber mal gespannt :-) Ich bin 23 Jahre alt, im 10. Semester meines Mathestudiums und werde vermutlich dieses Semester meinen Masterabschluss hier in Bonn machen. Ich habe mich im Studium fast ausschließlich mit reiner Mathe befasst (Kategorientheorie, Topologie, Algebraische Geometrie, Darstellungstheorie...) und fast nichts praxistaugliches gelernt. Promovieren will ich (in reiner Mathematik) nicht, und nun frage ich mich, ob ich einen zweiten Master, in Informatik, machen sollte. Meine Erfahrung mit Informatik ist ambivalent: Ich hatte während dem Studium eine Aversion gegen das Programmieren und habe wenn es ging vermieden, es zu tun. Diese Aversion hat sich aber vor kurzem umgekehrt: Ich habe ein wenig Python und Haskell gelernt und damit 53 "Project Euler" Probleme gelöst und hatte wirklich Spaß dabei, Tutorials usw. zu lernen. Seit kurzem bin ich stärker an künstlicher Intelligenz interessiert und würde gerne mehr über die Ansätze, sie zu entwickeln, lernen (im Idealfall möglichst allgemein. In spezielle Aufgaben, wie einen Roboter zum Laufen zu bringen, würde ich mich ungerne vertiefen wollen, wenn die Verfahren nicht verallgemeinerbar auf neue Bereiche sind). Nun frage ich mich: Wo könnte ich einen Informatik Master machen? Der Studiengang muss - für Mathematiker mit wenig Informatik Hintergrund offen sein (ich habe theoretische Informatik, algorithmen und Datenstrukturen und eine "Einführung in die praktische Informatik" in meinem Studium gehört, sonst aber nichts) - sollte mir die Möglichkeit geben, viel über künstliche Intelligenz zu lernen Ein Studiengang, der zumindest das erste Kriterium erfüllt, ist "Naturwissenschaftliche Informatik" in Mainz (Für das Wintersemester habe ich die Bewerbungsfrist verpasst, was aber nicht so schlimm ist, da ich wahrscheinlich eh erstmal Praktika machen will, darunter auch in mindestens einer Software-Firma, wenn's klappt): https://www.studium.fb08.uni-mainz.de/informatik/studienaufbau/master-of-science-nawi/ Hier scheint es mir so, dass ich gar nicht viel tun müsste, um zum Abschluss zu kommen: Aus dem Schwerpunktbereich Mathematik dürften sich einige Module anrechnen lassen, die ich in Bonn gemacht habe, und die Masterarbeit umfasst alles in allem 45 Punkte, so viel bleibt also nicht mehr übrig. Wenn es dort also jemanden gibt, der eine interessante Masterarbeit unterstützen kann, könnte das was sein. Ein paar Vorlesungen in Machine Learning und Data Mining haben sie wohl auch. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob die Uni anspruchsvoll genug ist, um danach wirklich lukrative Jobs oder eine Promotionsstelle in einer guten Arbeitsgruppe zu bekommen? Mainz wäre auch deshalb gut, weil es dort eine Softwarefirma gibt, die prinzipiell (wenn sie mich nehmen) ein Teilzeitmodell unterstützen würden, neben dem ich studieren kann. Ich bin für heden Tipp dankbar, über was ich nachdenken könnte, eventuell auch im Ausland. LG, LaLe


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DarkK
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  Beitrag No.1, eingetragen 2017-05-19

Mir würde nur sowas einfallen: http://www.rwth-aachen.de/cms/root/Studium/Vor-dem-Studium/Studiengaenge/Liste-Aktuelle-Studiengaenge/Studiengangbeschreibung/~bksp/Computational-Engineering-Science-M-Sc-/


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susi0815
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  Beitrag No.2, eingetragen 2017-07-20

da gibts auch was als Fernstudium http://www.fernuni-hagen.de/mathinf/studium/studiengaenge/master/praktischeinformatik/welcome.shtml


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b_p
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  Beitrag No.3, eingetragen 2017-07-20

@susi0815: Die Fernuni behandelt künstliche Intelligenz kaum bis gar nicht. Das finde ich persönlich sehr schade, da Machine Learning/Deep Learning zurzeit DIE Themen sind. Der aus meiner Sicht letzte Kurs aus diesem Gebiet, 01830 - Neuronale Netze, wurde beispielsweise vor zwei Jahren eingestellt. Die Schwerpunkte der Professoren liegen leider in anderen Bereichen.


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LaLe
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  Beitrag No.4, vom Themenstarter, eingetragen 2017-07-25

Hallo, danke für die Antworten! Ich habe mich mittlerweile gegen ein weiteres Studium entschieden. Das hängt auch damit zusammen, dass ich vor kurzem durch eine Jobzusage und Gespräche mit vielen Absolventen mehr Selbstvertrauen bekommen habe, dass man sich relevante Kenntnisse auch noch im Job aneignen kann :-) Liebe Grüße, LaLe


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