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Universität/Hochschule Schlechte Noten im Nebenfach Informatik problematisch ?
Pter87
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Themenstart: 2020-08-13


Hallo,

ich bin Mathestudent und werde höchstwahrscheinlich nächstes oder übernächstes Semester meinen Bachelor gemacht haben(Schnitt liegt derzeit bei 2,5). Ich habe als Nebenfach Informatik, weil ich dachte, dass das sicher ganz sinnvoll ist für die Zukunft.

Jetzt waren vorallem die ersten Semester sehr stressig und in den ersten drei Semestern habe ich die Informatikprüfungen geschrieben. Leider war es meistens so, dass die Prüfungen zeitlich so gelegen haben, dass ich nicht wirklich so viel Zeit hatte diese vorzubereiten(die Matheklausuren hatten Priorität, ca. 1 Woche Vorbereitungszeit). Dazu kam noch, dass von den 3 Klausuren, die ich schreiben musste, 2 davon quasi DIE Siebfächer im Grundlagenstudium der Informatik waren.

Das führte dazu, dass ich die Informatikklausuren alle bestand, aber nicht mit guten Noten(Durchschnitt der 3 Klausuren liegt bei 3,4). Die Klausuren waren nicht einfach, der Durchschnitt in den Klausuren war ziemlich nah an der Note, die ich geschrieben hatte.

Die Frage ist jetzt, wie kritisch die Arbeitgeber das sehen, wenn man vielleicht später irgendwo im Informatikbereich einsteigen möchte.
Bei einem Informatiker sind ja die eventuell schlechten Noten in Grundlagenfächern möglicherweise nicht so schlimm, wenn man in weiterführenden Informatikfächern gute Noten hatte, aber in meinem Fall sieht das so aus, als ob derjenige absolut nicht in den Infobereich gehört.

Ich hab vor auch den Master zu machen und wollte wissen, inwiefern mich solche Noten im Nebenfach später einschränken. Die Mathenoten dagegen sind mehrheitlich wirklich in Ordnung.

Und nur um das nochmal klarzustellen: Desinteresse war definitiv nicht der Grund für die schlechten Noten. Informatik fand ich echt ganz "erfrischend" im Gegensatz zur üblichen abstrakten Mathetheorie.






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Ehemaliges_Mitglied
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.1, eingetragen 2020-08-14


Hallo,

Mein Arbeitgeber hat sich die Uni Noten beim Bewerbungsgepräch erst auf meine Aufforderung angesehen. Es war wichtiger die gestellten fachlichen Fragen zu beantworten.

Gruß von BigR2020



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Kitaktus
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.2, eingetragen 2020-08-16


@BigR2020: Das ist wohl eher nicht verallgemeinerbar.

Natürlich spielen bei einer Bewerbung viele Dinge eine Rolle, aber die Noten schaue ich mir immer an. Was habe ich denn von einem Mitarbeiter, der zwar etwas "weiß und kann", es aber nicht schafft, das auch zur Zufriedenheit anderer umzusetzen.
Einen einzelnen Ausreißer nach unten kann man erklären und sollte es vielleicht auch tun, wenn er ein Gebiet betrifft, auf dem man sich eigentlich wohlfühlt. Ab einem gewissen Notenschnitt sinken die Chancen aber deutlich, dass man überhaupt dazu kommt, etwas erklären zu können.



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Ehemaliges_Mitglied
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.3, eingetragen 2020-08-16


@Kitaktus: Das sehe ich auch so.
Der Geschäftsführer war ein Mathematiker.
Er hat ein Fachgespräch geführt und dann entschieden.
Heute muss man froh sein, wenn die Personalabteilung weiß, was der Fundamentalsatz der Algebra ist.

Gruß von BigR2020



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StrgAltEntf
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.4, eingetragen 2020-08-16


2020-08-16 13:08 - BigR2020 in Beitrag No. 3 schreibt:
Heute muss man froh sein, wenn die Personalabteilung weiß, was der Fundamentalsatz der Algebra ist.

Der war gut 👍😁



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Scynja
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.5, eingetragen 2020-08-16


Ist nicht Erfahrung viel mehr wert? Beispielsweise wenn du als Student schon in Unternehmen an Software gearbeitet hast.

Damit könntest du es kompensieren. PS: Was sind denn eigentlich die "Grundlagenfächer"?



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lula
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.6, eingetragen 2020-08-16


Hallo
 ich kenn ne Menge Mathematiker, keiner wurde nach dem master noch nach Zwischennoten aus den ersten Semestern gefragt. Aber wie oben gesagt, Ferienpraktika schaden nie, und eine vielbenutzte Programmiersprache  gut zu beherrschen ist viel wichtiger.
grüß lula


-----------------
Mein Leben ist zwar recht teuer,  aber dafür bekomm ich jedes Jahr umsonst eine Reise einmal um die Sonne



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Pter87
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.7, vom Themenstarter, eingetragen 2020-08-16


Schon mal vielen Dank an alle für die Antworten.

2020-08-16 17:37 - Scynja in Beitrag No. 5 schreibt:
PS: Was sind denn eigentlich die "Grundlagenfächer"?

Das waren bei mir "Theoretische Grundlagen der Informatik" und "Algorithmen und Datenstrukturen"

2020-08-16 22:50 - lula in Beitrag No. 6 schreibt:
Aber wie oben gesagt, Ferienpraktika schaden nie, und eine vielbenutzte Programmiersprache  gut zu beherrschen ist viel wichtiger.
grüß lula

Ich will aufjedenfall bis dahin paar Ferienpraktika gemacht haben.
Zu den Programmiersprachen:
Bis jetzt kann ich in C++, Python, R, Matlab, SageMath programmieren. In keiner der Programmiersprachen würde ich mich als Profi bezeichnen. Das Wissen dieser Programmiersprachen kommt halt aus einsemestrigen Veranstaltungen, wo man nicht unbedingt sehr viel über die Basics hinaus geht, deswegen würde ich versuchen eine der Sprachen wirklich gut zu üben, aber ich weiß nicht welche Sprache. Vielleicht C++ oder doch Python oder eventuell etwas mir noch Unbekanntes ?



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Scynja
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.8, eingetragen 2020-08-17


Das musst du dir doch beantworten können welche Sprache du üben möchtest. Guck einfach, wo du dich bewerben möchtest und dann vertiefe die Sprache, die dort gefordert ist.

Du könntest beispielsweise ein Programm schreiben, welches den Matheplaneten einmal täglich nach neuen Beiträgen crawlt und dann dazu konfigurierbare Diagramme malen, wo man sehen kann:
> Sind die Bewohner des Matheplaneten Eulen oder Lärchen?
> Wer schreibt am Wochenende die meisten Beiträge
> Gibt es einen Zusammenhang mit der Länge der Beiträge der Nutzer mit der Anzahl der verfassten Beiträge pro Zeiteinheit?
> uvm.

Wäre zumindest besser als nur Schleifen und Variablen zu üben (was dich in der Regel nicht sehr weit bringt). Vielleicht ergeben sich daraus dann interessante Ergebnisse.



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Pter87
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.9, vom Themenstarter, eingetragen 2020-08-18


Ich bin ja noch im Bachelor und natürlich weiß ich jetzt noch nicht genau wohin es mich verschlagen wird.

Gibt es denn keine Programmiersprache, die generell sehr gefragt ist und mit der man, was Zukunftsperspektive angeht, nichts falsch machen kann ?



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Wally
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.10, eingetragen 2020-08-18


Nein, allgemein gibt es das nicht.

Ich würde R lernen. Da gibt es auch gute Online-Kurse.

Viele Grüße

Wally



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Scynja
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.11, eingetragen 2020-08-18


2020-08-18 23:16 - Wally in Beitrag No. 10 schreibt:
Nein, allgemein gibt es das nicht.

Ich würde R lernen. Da gibt es auch gute Online-Kurse.

Viele Grüße

Wally

Frage: Warum würdest du R lernen?

Ich habe mich gefragt, wo das verwendet wird und wollte danach googeln - leider ohne Erfolg. Vielleicht liegt es daran, dass das "R" immer verschluckt wird bei den Suchen.



Hier kannst du dir beliebte Sprachen aussuchen. Es bringt dir aber nichts bash zu lernen, wenn du später nicht in den dev-ops-Bereich gehen willst. Wenn du was mit KI machen willst, dann musst du kein html lernen. Mit Fortran kannst du zwar bei exotischen Stellen punkten, aber da wirst du nicht in jeder Stadt etwas finden. Das kann man beliebig fortführen. Solange du nicht weißt, was du machen willst ist es zwecklos dir eine Sprache zu empfehlen.



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Kitaktus
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.12, eingetragen 2020-08-19


In der Automobil-Industrie ist häufig Matlab/Simulink im Einsatz als Tool zur Modellierung, zum Software-Design oder zum Rapid Prototyping.

Bei KI-Themen wird oft auf Python zurückgegriffen.

...



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Ehemaliges_Mitglied
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.13, eingetragen 2020-08-19


Wenn man Mathematik studiert, sollte man sich auch Mathematica zuwenden.
Für mich ist das die erste Wahl der Programmiersprache.
Dann kommen C, Matlab, Python, R.
Maple halte ich heute für verzichtbar.
Aber das ist Geschmackssache.



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Pter87
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2020-08-19 13:29 - BigR2020 in Beitrag No. 13 schreibt:
Wenn man Mathematik studiert, sollte man sich auch Mathematica zuwenden.
Für mich ist das die erste Wahl der Programmiersprache.
Dann kommen C, Matlab, Python, R.
Maple halte ich heute für verzichtbar.
Aber das ist Geschmackssache.

Könntest du vielleicht kurz erläutern wieso für dich Mathematica erste Wahl wäre ?



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Folgende Antworten hat der Fragesteller vermutlich noch nicht gesehen.
Ehemaliges_Mitglied
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.15, eingetragen 2020-08-21


Hallo,

Mathematica ist so vielseitig und hat so viele Pakete, von der einfachen Finite Elemente Simulation bis hin zum automatischen Beweisen von Theoremen. Für mich ist das der Standard im Rechnen. Früher (vor 25 Jahren) war Maple auch gut, das glänzt aber nur noch bei Differentialgleichungen. Ich habe das Hobby Paket von Mathematica 11.3. Ich kann es empfehlen, zum reinschuppern gibt es auch eine zeitlich befristete Lizenz. Dazu kommt: Mathematica wird ständig weiterentwickelt.

Gruß von BigR2020



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