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Universität/Hochschule Mündliche oder schriftliche Prüfung?
Quantenfluktuationen
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  Themenstart: 2022-11-28

Hey, ich wollte mal gern von euren Erfahrungen hören, was Prüfungen angeht. Lasst ihr euch lieber mündlich oder schriftlich prüfen? Wie unterscheidet sich eurer Meinung nach die Vorbereitung auf eines der beiden (und tut sie das überhaupt)? Ich stehe vor der Entscheidung, ob ich die Algebra Klausur mitschreibe oder ob ich mich mündlich prüfen lasse. Algebra ist mein erstes "echtes" Mathemodul, ich komme aus der Physik und habe somit nur die Mathe für Physiker Sachen absolviert. Ich belege Algebra als Wahlfach für Physik, zugleich spiele ich aber mit dem Gedanken, tatsächlich noch einen Mathe Bachelor zu machen. Ich tendiere eher zur mündlichen Prüfung, da die schriftliche am Anfang der Semesterferien bereits stattfindet. Zusätzlich wird die Klausur so 5 Stunden gehen, und da ich aktuell leider mit Long Covid zu kämpfen habe, weiß ich nicht, ob ich mich bis dahin fünf Stunden am Stück konzentrieren kann. Dafür hat man schriftlich ja aber deutlich mehr Zeit zum überlegen... Herzlichst Quantum


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nitram999
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  Beitrag No.1, eingetragen 2022-11-28

Hallo, bei mir war es meistens so: schriftlich: Es gibt viel mehr "Rechenaufgaben", sodass man auch in der Vorbereitungszeit eher so etwas übt, am besten mit vielen Altklausuren. Zudem ist es immer hilfreich beim Üben alles sehr ausführlich aufzuschreiben (wie in der Prüfung), sodass man das gleich mitübt. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass man irgendetwas gar nicht kann. Dann hat man hier nicht, wie bei einer mündlichen Prüfung die Möglichkeit Tipps zu bekommen etc. Oft gibt es hier aber die Möglichkeit einen "Spickzettel" mit in die Prüfung zu nehmen und man hat länger Zeit sich eine Lösung zu überlegen als in der mündlichen Prüfung, die meist nur 30min dauert. mündlich: Hier wird eher Verständnis und ein größerer Überblick über die Themen und Zusammenhänge abgeprüft. Manchmal muss man hier auch Beweise von (eher großen) Sätzen kennen bzw. die Beweisidee. Gut ist auch, dass viele Prüfer helfen, wenn man einmal nicht weiterkommt. Zudem besteht die Möglichkeit von einem Thema zum nächsten zu springen, wenn man irgendetwas gar nicht weiß. Ein Vorteil kann auch sein, dass der Prüfer zu Beginn fragt, womit man anfangen möchte. So kann man gezielt vorher ein Thema genauer vorbereiten mit dem man einsteigen will und die erste Aufregung ist eher weg. Zeitlich ist der Aufwand vermutlich derselbe. Man muss sich insgesamt eben überlegen, welcher Prüfungstyp man ist. LG nitram999


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Berufspenner
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  Beitrag No.2, eingetragen 2022-11-29

Moin Ich hatte zwar keine Mathematik studiert, aber im Bachelor nur schriftliche Prüfungen und im Master quasi nur mündliche. Die wesentlichen Punkte hat nitram999 schon gut zusammengefasst. Die Frage ist aber auch, welche Prüfungsform dir besser liegen könnte. Typischerweise wird in mündlichen Prüfungen (tiefergehendes) Verständnis abgefragt und in schriftlichen Prüfungen das rechnerische Lösen von Problemen. Als Ingenieur halte ich beides für enorm wichtig und daher sollte der ganze Lernprozess immer beide Aspekte gleichermaßen abdecken. Egal, welches Studienfach man da belegt. Mir persönlich kamen aber die mündlichen Prüfungen deutlich mehr entgegen, da ich bei einem Hänger durch "lautes Nachdenken" mir zum einen etwas herleiten konnte, das ich nicht sofort beantworten konnte, und zum anderen dem Prüfer zeigen konnte, dass ich grundsätzlich breit und tief in einem Thema drin bin. Schriftliche Prüfungen haben mich hingegen auf Grund der begrenzten Zeit (die bei dir angesetzten 5 Stunden sind schon ganz schön extrem und ich bezweifle die Sinnhaftigkeit) immer sehr unter Druck gesetzt, ich habe schneller Fehler gemacht und der Stress hat sich sehr auf meine Leistung und leider auch häufig auf das Ergebnis ausgewirkt.


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