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Universität/Hochschule Mathestudium mit ü40?
luna69
Junior Letzter Besuch: vor mehr als 3 Monaten
Dabei seit: 19.09.2013
Mitteilungen: 9
  Themenstart: 2013-09-19

Liebe Leute, wie ihr meinem Nick entnehmen könnt, bin ich schon älteren Semesters. Die Wirren des Lebens haben mir die Chance eröffnet, mich beruflich noch einmal völlig neu zu orientieren. Dabei denke ich an ein Mathe-Studium. Dies beruht darauf, dass mir in der Schule Mathe relativ zugeflogen ist. Musste nie lernen, trotzdem immer gute Noten. Ich hab´s auch immer gern gemacht. Hab dann trotzdem was anderes studiert und es stets bereut. Hab vor ein paar Jahren einen IQ-Test gemacht und es kamen 136 raus, wobei der mathematische Bereich besonders gut abschnitt. Kurzum: Ich glaube schon, dass ich für Mathe einigermaßen begabt bin, und gleich nach dem Abi hätten die Chacen auch ganz gut gestanden, es zu schaffen, aber heute??? Mir fehlen derart die Basics, da ich das Ganze seit 25 Jahren nicht mehr gemacht habe. Hab versucht, sie mir in einem Vorbereitungskurs wieder anzueignen, aber die Lücken sind einfach enorm (hatte z.B. die binomischen Formeln nicht mehr parat, aber hab sie dann natürlich schnell wieder erinnert) und es fehlt vor allem jegliche Rechen-Routine. Was meint ihr: Kann man ein Studium mit Begabung und Interesse, aber ohne Basics und Routine schaffen? Ich hab hier schon öfters gelesen, dass an der Uni wieder "bei 0" angefangen wird. Das käme mir ja z.B. sehr gelegen... Danke für eure Tipps.


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Ehemaliges_Mitglied
  Beitrag No.1, eingetragen 2013-09-19

So ein Mathestudium ist nie verkehrt. Die Frage ist nur was deine Motivation ist. Möchtest du darauf beruflich aufbauen oder hast du mittlerweile finanziell ausgesorgt und möchtest einfach so just4fun studieren? Andererseits würde ich mir einfach mal ein Buch zur Analysis 1 und Lineare Algebra 1 kaufen und durcharbeiten, d.h. insbesondere die Übungsaufgaben durcharbeiten.


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Canon
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  Beitrag No.2, eingetragen 2013-09-19

Hallo! Hol dir doch einfach ein paar Oberstufenbücher und arbeite dich etwas in die Themen ein, dann siehst du doch deutlich, ob du heute noch so geschickt mit der Mathematik umgehen kannst wie damals. Danach ziehst du ein Resümee und entscheidest.


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  Beitrag No.3, eingetragen 2013-09-19

\quoteon(2013-09-19 17:13 - Canon in Beitrag No. 2) Hallo! Hol dir doch einfach ein paar Oberstufenbücher und arbeite dich etwas in die Themen ein, dann siehst du doch deutlich, ob du heute noch so geschickt mit der Mathematik umgehen kannst wie damals. Danach ziehst du ein Resümee und entscheidest. \quoteoff Nein, kaufe dir keine Oberstufenbücher. Ich würde sofort mit Uniliteratur beginnen. Am besten du kaufst dir 1.) Otto Forster - Analysis 1 2.) Amann und Escher - Analysis 1 Wobei du gezielt Forster durcharbeiten solltest. Amann und Escher ist für den Anfang vllt. zu hart. 3.) Gerd Fischer - Lineare Algebra 4.) Bröcker- Lineare Algebra und Analytische Geometrie. Wobei du gezielt Fischer durcharbeiten solltest. Das ist solide und hat Niveau. Alles Gute und viel Glück.


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Canon
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  Beitrag No.4, eingetragen 2013-09-19

Ich gehe davon aus, dass Oberstufenbücher etwas einfacher zu verstehen sind als Unibücher, deswegen der Vorschlag. Wie auch immer, arbeite dich einfach ein, dann siehst du ja, woran du bist.


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TheBear
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  Beitrag No.5, eingetragen 2013-09-19

\quoteon(2013-09-19 17:25 - Canon in Beitrag No. 4) Ich gehe davon aus, dass Oberstufenbücher etwas einfacher zu verstehen sind als Unibücher, deswegen der Vorschlag. \quoteoff Hi, Der Stoff unterscheidet sich aber auch von dem der Uni, denn in der Oberstufe wird ja viel mehr Wert auf Rechnen gelegt. In der Uni ist das fast schon nebensache. Gruß TheBear


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TheoPhys
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  Beitrag No.6, eingetragen 2013-09-19

Hi, ich würde auch eher dazu tendieren keine Bücher für die Oberstufe zu nehmen. Da die Mathematik dort nicht zu vergleichen ist mit dem Niveau an der Uni. Meine Buchempfehlung wäre der Königsberger für Analysis I und Bosch - Lineare Algebra. Wobei Forster und Fischer auch gut sind, aber die beiden haben einfach nicht mein Geschmack getroffen. Viele Grüße. [Die Antwort wurde nach Beitrag No.4 begonnen.]


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luna69
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Dabei seit: 19.09.2013
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  Beitrag No.7, vom Themenstarter, eingetragen 2013-09-19

Vielen Dank für eure Tipps. Hab schon ein paar Oberstufen-Bücher zu Hause gehabt, die mich aber ziemlich abgeschreckt haben, weil sie eben Wissen und Routine voraussetzten, die ich nicht mehr hatte. An Uni-Literatur hab ich mich daher noch nicht rangewagt. In dem Vorkurs bin ich aus diesem Grund auch leider ziemlich abgekackt. Als ich dann zu Hause nochmal recherchieret habe, was für Rechenregeln anzuwenden waren, hat´s dann meist "klick" gemacht. Ich dachte immer "wie kommt er denn jetzt da drauf". Meist waren es halt so relativ einfache Sachen wie Kettenregel nicht mehr parat gehabt oder so. Also keine Zauberei, sondern einfach verschüttet. Zum Glück gibt´s Internet, da kriegt man das Ganze ja immer schnell raus. Insofern: Verständnis ist noch da, aber Routine fehlt halt völlig. Aber ich seh schon, mir wird nichts anderes übrig bleiben, als den Schulstoff ausgiebig zu wiederholen und dann weiterzusehen. Vielleicht setze ich mich auch einfach mal in ein paar Vorlesungen. Das Semester fängt ja bald wieder an.


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Zetavonzwei
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  Beitrag No.8, eingetragen 2013-09-19

Hallo, Generell denke ich, dass es nie zu spät ist, an Mathe zu denken. Wie Kuhf schon sagte, kommt es auf deine Motivation an: Willst du rein aus Interesse Mathe studieren? Dann kommt von meiner Seite ein klares "Ja, mach es unbedingt", weil es einen Blick über den Tellerrand und ganz neue Denkweisen beinhaltet. Und wenn du nach einem Semester feststellst, dass es doch nichts war, hast du trotzdem neue Erfahrungen gesammelt (für die ist es auch nie zu spät) Wenn du Mathe ausschließlich zum beruflichen Weiterkommen studieren willst, würde ich sagen "nein, lass es bleiben", weil es ein Fach ist, bei dem es sehr auf die innere Motivation ankommt. Bei "dazwischen" liegenden Motivationen würde ich danach entscheiden, welche der Motivationen überwiegt. Zur Vorbereitung würde ich Rätselaufgaben und die Aufgaben vom Bundeswettbewerb Mathematik anschauen. Die haben zwar (fast) nichts mit den Themen aber viel mit der Denkweise zu tun. Und die Denkweise ist das, was man im Mathestudium (am Anfang) vor allem braucht und lernt. Übrigens würde ich auch von Oberstufenbüchern abraten, aber vor allem deswegen, weil man am Anfang nicht den Inhalt, sondern die Denkweise braucht. Viele Grüße Zvz [Die Antwort wurde nach Beitrag No.6 begonnen.]


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Canon
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  Beitrag No.9, eingetragen 2013-09-19

Hallo Zetavonzwei! Ich würde mir auch gerne diese Denkweise aneignen und habe mir die Olympiade-Aufgaben angesehen und diese gehen leider über mein mathematisches Wissen hinaus. Hast du sonst noch Empfehlungen, sich diese Denkweise anzugeignen?


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Zetavonzwei
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  Beitrag No.10, eingetragen 2013-09-19

Welche Olympiade-Aufgaben hast du dir angeschaut? Wenn du es gern etwas leichter hättest, kannst du dir zum Einstieg mal die Aufgaben vom LWMB (konzipiert für die Klassenstufen 8-10) anschauen (Im Prinzip das gleiche, nur leichter) Und als sonstige Tipps: Alles hinterfragen, was dir begegnet. Das heißt, immer bei einer Begründung (auch bei deiner eigenen) nachhaken, ob sie auch wirklich vollständig ist. Gruß Zvz [ Nachricht wurde editiert von Zetavonzwei am 19.09.2013 18:39:49 ]


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luna69
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  Beitrag No.11, vom Themenstarter, eingetragen 2013-09-19

Hi Zetavonzwei, ausschließlich Interesse. Begleitet von dem Gefühl, damals nach der Schule den falschen Weg eingeschlagen zu haben, weil man so im Trott ist, aber nie wirklich drüber nachgedacht zu haben, und jetzt dankenswerterweise eine 2. Chance zu haben, es "richtig" zu machen. Insofern tendiere ich tatsächlich auch dazu, "es einfach mal zu probieren". Und wenn ich im 1. Semester nix kapiere, war´s halt ne Erfahrung. Sagen wir mal, eigentlich bin ich schon entschlossen, es derart locker zu versuchen. Nur ob das mit dem locker so funktioniert bei Mathe... mein 1. Studium war halt nicht so richtig arbeitsintensiv. Und das ist jetzt auch schon ne Weile her. D.h. ob ich heute noch so richtig büffeln kann, ich weiß es nicht... Vor Mathe habe ich echt Respekt. Theoretisch könnte ich mich schon für´s WS einschreiben, hab noch 11 Tage Zeit... Dass man eine bestimmte Denke braucht, die im Prinzip neu ist, also in der Schule nicht so recht betont wurde, wär ja schon mal ne Perspektive. [Die Antwort wurde nach Beitrag No.8 begonnen.]


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Ex_Senior
  Beitrag No.12, eingetragen 2013-09-19

Wenn Du es Dir sowieso privat und finanziell rausnehmen kannst: Wie wäre es denn, für den Einstieg, mit einer Vorlesung 'Höhere Mathematik 1 für Physiker, Elektrotechniker und Kybernetiker' o.s.ä.? Die Veranstaltungen für Mathematiker gehen von anfang an ans Eingemachte, nach dem Schema Definition-Satz-Beweis und der Professor geht davon aus, daß der Student sich alle "Nebensächlichkeiten" selbst erarbeitet, was ja durchaus gewollt ist. Um mal ein paar Vergleichsmaße zu haben: DAS sind Vorlesungsreihen von der pädagogischen Hochschule; die Inhalte sind deutlich unter Uni-Niveau, in dem Sinne, daß für das, was da über Stunden und Tage breitgetreten wird, an der Uni x Minuten aufgewendet würden. Der Schwierigkeitsgrad ist leicht über Abitursniveau. Das hier sind sehr gelungene, gut folgbare Lektionen für technische Studiengänge; allerdings sind sie -typisch für die USA- sehr pragmatisch ausgelegt und weniger tiefgreifend, als es hier üblich ist. [ Nachricht wurde editiert von cis am 19.09.2013 19:18:08 ]


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Wauzi
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  Beitrag No.13, eingetragen 2013-09-19

Hallo, fange doch einfach ein Studium an der Fernuni Hagen an. Gruß Wauzi


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Zetavonzwei
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  Beitrag No.14, eingetragen 2013-09-19

Hallo luna69, rein aus Interesse: Was hast du studiert? Ansonsten teile ich nicht cis' Meinung, dass Mathe für Physiker o.ä. leichter/besser verständlich ist als Mathe für Mathematiker... Wenn du wissen willst, warum du etwas tust (und den Anspruch has, alles bis ins kleinste zu begründen), dann empfehle ich die tatsächlichen Mathematikervorlesungen, denn hier liegt der Schwerpunkt auf der Struktur und weniger auf Anwendungen. Du solltest dich also davon verabschieden, in absehbarer Zeit etwas zu sehen, was du außerhalb deiner Vorlesungen "brauchen" kannst. Allerdings ergeben sich manchmal ganz neue Verflechtungen... Wenn du die mathematischen Methoden für andere Zwecke (Physik, Maschinenbau...) brauchst, dann wäre eher Mathematik für Physiker etc. was. (Damit kenne ich mich aber auch nicht wirklich aus; Ich fange jetzt auch erst "richtig" an zu studieren und war vorher "nur" Frühstudent) Unabhängig von deiner Entscheidung wünsche ich dir viel Erfolg für die Zukunft. Viele Grüße Zvz


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wessi90
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  Beitrag No.15, eingetragen 2013-09-19

Also Physiker hören (zumindest in Hannover) die Mathevorlesungen mit Mathematikern zusammen, aber falls du mal in die Uni-Mathematik reinschauen willst, wie wärs, wenn du dir einfach mal Vorlesungen ansiehst. Bei der Uni Tübingen gibt es viele online, schau doch einfach mal in Analysis 1 rein. hier


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b_p
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Dabei seit: 11.09.2012
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  Beitrag No.16, eingetragen 2013-09-20

Hallo luna69, und willkommen auf dem Matheplaneten! \quoteon(2013-09-19 18:40 - luna69 in Beitrag No. 11) Insofern tendiere ich tatsächlich auch dazu, "es einfach mal zu probieren". Und wenn ich im 1. Semester nix kapiere, war´s halt ne Erfahrung. \quoteoff Mit "einfach probieren und falls es nicht klappt" kommst du aber wahrscheinlich nicht weit. Normalerweise "leidet" man in den ersten Semestern schon ziemlich. Hier bekommt man nichts geschenkt und diejenigen, die nicht leidensfähig genug sind, geben dann im ersten Semester auf. Wer die ersten beiden Semester übersteht, schafft es in der Regel auch bis zum Ende (traurige Einzelfälle, die rausgeprüft werden, mal ausgenommen). Zur allgemeinen Diskussion: Auch wenn es zwischen Schulmathematik (=Rechnen) und Hochschulmathematik (=Denken) eklatante Unterschiede gibt, finde ich es dennoch sinnvoll, sich im Hinblick auf einen leichten Einstieg zunächst mit Schulbüchern o. Ä. die Routine wieder anzueignen. Schließlich ist diese fehlende Routine ja ein Problem, welches luna69 in #7 konkret angesprochen hat. Gerade für den Anfang ist es wichtig, die Umstellung von Schule auf Uni zu schaffen und das könnte durchaus schwierig werden, wenn man die abstrakte Theorie und die Rechentechnik lernen muss. Ich denke auch, dass die Anfängervorlesungen nur deshalb in dem üblichen Tempo abgehalten werden können, weil man ja eine gewisse Vertrautheit mit einem Großteil des Stoffes bereits voraussetzt. Es ist zwar verständlich, dass viele sich gegen diesen Weg aussprechen, da man so nicht durch die Schulmathematik "versaut" wird, aber diesen Weg sind wir alle gegangen und ich wüßte jetzt nicht, ob der andere (es gleich von Anfang an richtig zu machen) unbedingt der bessere ist. Zumindest der schwierigere dürfte er sein (erschreckend, ich schreibe schon so, wie Yoda spricht :-P ). Schulbücher bieten aufgrund ihrer Anschaulichkeit und der vorgeführten Rechenbeispiele einfach einen sehr leichten Einstieg, daneben gibt es auch Brückenkurs-Bücher wie etwa Bosch: "Brückenkurs Mathematik". Sehr viele Rechenaufgaben enthalten auch die Bücher aus der Schaum's Outlines Series (die großen, nicht die kleinen "easy outlines") wie etwa Ayres: "Calculus" und Lipschutz: "Linear Algebra", die sich vermutlich auf Ingenieurniveau befinden dürften. Auch für den Studieneinstieg gibt es mittlerweile speziell abgestimmte Bücher, die den Übergang von der Schule zur Hochschule erleichtern sollen. Das Buch Arens, Busam, Hettlich, Karpfinger, Stachel: "Grundwissen Mathematikstudium - Analysis und Lineare Algebra mit Querverbindungen" machte auf mich auf den ersten Blick (zu mehr hat es noch nicht gereicht) einen sehr guten Eindruck, da es viele Erklärungen, Beispiele, Schaubilder, Übersichten und Hintergründe enthält und wichtige Sachverhalte (Definitionen und Sätze) hervorgehoben sind, ganz zu schweigen von den Aufgabenlösungen im Anhang.


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luna69
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  Beitrag No.17, vom Themenstarter, eingetragen 2013-09-20

Hi b_p, vielen Dank für das Willkommen. Ich befürchte, so wird es laufen müssen. Hallo Zetavonzwei, Hab was völlig anderes studiert: Jura. Es kommt für mich ausschließlich Mathe pur in Betracht. Hab den Vorkurs für Ingenieure/Informatiker/Physiker gemacht. Es war wie gesagt so, dass ich oft Sachen nicht nachvollziehen konnte, weil mir die zugrunde liegende Rechenregel nicht mehr präsent war. Als ich sie dann zH recherchiert habe, war es aber im Prinzip kein Thema mehr, das Ganze nachzuvollziehen. Hab mir gerade die zweite Vorlesung der Uni Tübingen Analysis angeguckt. Ich find´s wirklich spannend. Wenn´s so weiterginge, wär´s genau mein Ding. Aber schätzungsweise werden Tempo und Komplikationsgrad noch erheblich anziehen. Also gut, ich werd mal einfach die Vorlesungen hier besuchen. Und mir noch 1, 2 Bücher holen. Die Uni ist bei mir hier 300 m Luftlinie, insofern wäre Fernuni Hagen Quatsch. [Die Antwort wurde nach Beitrag No.15 begonnen.]


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davidhigh
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  Beitrag No.18, eingetragen 2013-09-20

Yo, einfach starten! Life is what happens to you while you're busy making other plans! Viel Glück, David


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luna69
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Dabei seit: 19.09.2013
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  Beitrag No.19, vom Themenstarter, eingetragen 2013-09-20

Hallo DavidHigh, das kann ich im Prinzip nur unterschreiben ;-) Danke für deine Glück-Wünsche.


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Ex_Senior
  Beitrag No.20, eingetragen 2013-09-20

\quoteon(2013-09-20 11:55 - luna69 in Beitrag No. 17) Es kommt für mich ausschließlich Mathe pur in Betracht. ... Hab mir gerade die zweite Vorlesung der Uni Tübingen Analysis angeguckt. ... \quoteoff Ich sollte zu bedenken geben, daß die Mathevorlesungen für Physiker und Ingenieure etc. auch 'Mathe pur' sind, sich lediglich in bestimmten Inhalten unterscheiden. An der Uni Tübingen gibt es eine Vorlesung 'Analysis I für Mathematiker' und eine Vorlesung 'Analysis I für Physiker u.a.' (so war es jedenfalls immer). Was Du gesehen hast ist m.W. Zweiteres. An der Uni Stuttgart bspw. gab es Vorlesungen 'Höhere Mathematik I,II,III für Physiker, Elektrotechniker u.a.'. Als ich ich im 4. Semester nach Tübingen kam, mußte ich zu meiner Verwunderung feststellen, daß die meisten semestergleichen Studenten z.B. von Differentialgleichungen wenig gehört hatten, da sie (nur) das Pflichtprogramm Analysis I,II,III besucht hatten. Daher hatte ich eine allgemeine Veranstaltung wie o.g. empfohlen. Wie auch immer, viele Wege führen nach Rom, und das wird Dir alles relativ bald klar werden, wenn Du wieder am Unileben teilhast.


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luna69
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  Beitrag No.21, vom Themenstarter, eingetragen 2013-09-20

Hallo cis, nein, ich denke, es war schon für Mathematiker. Aber eben nur der allererste Anfang (die 2. Vorlesung). In meinem Vorkurs war´s auch so. Den Anfang hätt ich mir im Prinzip sparen können, so einfach war´s, wobei es durchaus gut war, sich mal ein paar ganz basale Gedanken zu machen, vielleicht war das ja gerade das Wichtige an dem Kurs, aber gegen Ende guckte ich immer doofer aus der Wäsche. In der Vorlesung (die "einfache") ging´s z.B. darum, ob vielleicht 0 = 1 ist, was dann mithilfe des Satz von Pythagoras "bewiesen" wurde. Oder warum man, wenn man mit unendlich rechnet, drei verschiedene Ergebnisse haben kann und welches denn jetzt das "richtige" ist. Hörte sich schon eher nach mathematischen "Basics" an. Das "Rechnen", was dort vorausgesetzt wurde, kriege ich locker hin. Aber wie gesagt, beim Vorkurs zog´s dann auch mächtig an.


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Einsiedlerpunkt
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  Beitrag No.22, eingetragen 2013-09-20

Hi, \quoteon(2013-09-20 14:43 - luna69 in Beitrag No. 21) Hallo cis, In der Vorlesung (die "einfache") ging´s z.B. darum, ob vielleicht 0 = 1 ist, was dann mithilfe des Satz von Pythagoras "bewiesen" wurde. Oder warum man, wenn man mit unendlich rechnet, drei verschiedene Ergebnisse haben kann und welches denn jetzt das "richtige" ist. Hörte sich schon eher nach mathematischen "Basics" an. \quoteoff Das waren eher weniger mathematische Basics, sondern vom Dozent in recht unformaler Sprache vorgetragene Geschichten, die wahrscheinlich dazu gedacht waren ein bisschen das Interesse der Studierenden zu wecken. Eher so Dinge, die man eventuell auch im Bereich der Unterhaltungsmathematik wiederfinden kann. Ich würde dir raten die nächsten 10 Vorlesungen auch noch anzuschauen um einen realistischen Eindruck von den ersten Wochen Analysis zu erhalten. Die zeitaufwendigste Komponente, die Übungsblätter, erlebst du so natürlich nicht als Vorgeschmack... Die Geschwindigkeit und der Stoffumfang können auch von Prof. zu Prof. variieren. Wir hatten in Analysis I und II z.B. die Hälfte der Inhalte, die man eigentlich macht, z.B. noch keinerlei Integrationstheorie innerhalb von 2 Semestern. Soll heißen, andere Vorlesungen können nur andeuten wie die eigenen werden und an der Uni muss man, wie ich momentan, viel selber aufarbeiten, wenn man nicht untergehen will. Der Meinung, dass dus unbedingt machen solltest, wenn du Lust, Zeit und genug Geld hast, kann ich nur vollstens beipflichten. liebe Grüße


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luna69
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  Beitrag No.23, vom Themenstarter, eingetragen 2013-09-20

Ich hab da gleich mal ne mathematische Frage. Vielleicht habt ihr die richtige Antwort parat. Keine Ahnung, ob das nun was einfaches oder was Schweres ist. Also, der Prof hat ein rechtwinkliges Dreieck gezeichnet mit der Schenkellänge a = b = 1. c ist dann logischerweise Wurzel 2 lang. Danach hat er bei c so Treppchen eingezeichnet. Deren Stufen waren jeweils gleich lang und hoch. Und zwar sollten es n Treppchen sein, deren Stufenhöhe und -breite dann logischerweise 1/n ist. Die Treppenlänge (also alle Stufen in Höhe und Breite zusammenaddiert) ergibt dann logischerweise (1/n + 1/n) x n. Er meinte dann, wenn man sich n groß genug denkt, und die Treppenstufen also winzig klein werden, müsste die Treppenlänge ja eigentlich ganz nah an die Länge von c herankommen, da die Treppe sich ja immer mehr einer Geraden annähert, je kleiner die Stufen werden. Aber wenn man so an die Länge von c herangeht, kommt man immer auf die Länge 2 wegen (1/n + 1/n) x n = 2. Also Wurzel 2 = 2 oder umgeformt 0 = 1. Leider hat er nicht die Erklärung abgegeben, was an diesem "Beweis" falsch ist. Ich hab mir als Erklärung gedacht, dass die Treppe ja nicht gen einer bestimmten Länge tendiert, also keinen Grenzwert hat, sondern immer gleich lang ist, nämlich so lang wie die Schenkel a und b zusammen, also 2, also eine konstante Länge hat, egal wie groß oder klein die Treppenstufen sind. Insofern ist eine Treppe mit unendlich klein gedachten Stufen immer noch eine Treppe mit der Länge 2, und tendiert (mangels Tendenz) nicht dazu, eine Gerade zu sein, auch wenn das optisch so sein mag. Geht das so durch? Habt ihr die richtige Erklärung? Ich fand´s jedenfalls spannend... [Die Antwort wurde nach Beitrag No.21 begonnen.]


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luna69
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  Beitrag No.24, vom Themenstarter, eingetragen 2013-09-20

@ Einsiedlerpunkt ja, wie gesagt, ich schätze auch, dass es dort noch nicht richtig losging und es nur ein paar "Schmankerl" für den Anfang waren. Der Vorkurs fing auch mit Zählen an. Ich dachte, wo bin ich denn jetzt hier gelandet.


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Kitaktus
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  Beitrag No.25, eingetragen 2013-09-20

Nachdem ich das hier lese, bekomme ich Lust selbst wieder zu studieren. Es ist schon richtig, dass sich die Mathematik an der Uni deutlich von der an der Schule unterscheidet, wobei der Unterschied in den Achtigern noch nicht ganz so groß war. Ich halte es aber schon für wichtig, dass man das, was in der Schule unterrichtet wird und was übers "Rechnen" und die "Analyse von Beispielen" hinaus geht, auch im Kopf hat. Grob gesagt ist das alles, was als "Satz" oder "Gesetz" durchgeht und ein paar Rechenregeln / Tricks. - (äquivalente) Umformungsschritte - Potenzgesetze, Logarithmengesetze, - Satzgruppe des Pythagoras, Sinussatz, Cosinussatz - Binomischer Lehrsatz, (Satz von Vieta) - Folgen, Grenzwerte, Differenzieren, Integrieren, Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung - Lösen linearer Gleichungssysteme - Mengenlehre (Durchschnitt, Vereinigung, Komplement) - Logik (UND, ODER, NICHT), Quantoren ("Für alle", "Es gibt") Elementargeometrie wird man an der Uni fast gar nicht wiedersehen. Wahrscheinlichkeitsrechnung erst später. Kitaktus [Die Antwort wurde nach Beitrag No.22 begonnen.]


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Kitaktus
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  Beitrag No.26, eingetragen 2013-09-20

\quoteon(2013-09-20 15:35 - luna69 in Beitrag No. 23) Keine Ahnung, ob das nun was einfaches oder was Schweres ist. Also, der Prof hat ein rechtwinkliges Dreieck gezeichnet mit der Schenkellänge a = b = 1. c ist dann logischerweise Wurzel 2 lang. Danach hat er bei c so Treppchen eingezeichnet. Deren Stufen waren jeweils gleich lang und hoch. Und zwar sollten es n Treppchen sein, deren Stufenhöhe und -breite dann logischerweise 1/n ist. Die Treppenlänge (also alle Stufen in Höhe und Breite zusammenaddiert) ergibt dann logischerweise (1/n + 1/n) x n. Er meinte dann, wenn man sich n groß genug denkt, und die Treppenstufen also winzig klein werden, müsste die Treppenlänge ja eigentlich ganz nah an die Länge von c herankommen ... \quoteoff Das ist nicht "einfach". Genau genommen zeigt dieses Gedankenexperiment, dass man Mathematik nicht rein intuitiv betreiben kann. Aus der Tatsache, dass eine Folge von Streckenzügen Sn gegen einen Streckenzug S konvergiert (wobei man genauer sagen müsste, was man unter "Konvergenz von Streckenzügen" eigentlich versteht), kann man offenbar nicht schlußfolgern, dass auch die Längen der Streckenzüge L(Sn) gegen die Länge von S konvergiert. Aufgabe der Mathematik ist es, zu klären, unter welchen Bedingungen man aus der einen Konvergenz (der Streckenzüge) auf die andere Konvergenz (der Längen) schließen kann und wann eben nicht. Ich würde von keinem Abiturienten erwarten, dass er diese Frage mit seinem Schulwissen beantworten kann. Kitaktus PS: Für eine ausführlichere Diskussion ist es hilfreich, solche Fragen immer in einem neuen Faden zu stellen. Es ist kein Problem, wenn Du 20 offene Fäden hast, aber ein Faden, in dem sich zwei Diskussionen kreuzen, ist schon anstrengend.


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Ehemaliges_Mitglied
  Beitrag No.27, eingetragen 2013-09-20

Du könntest versuchen erstmal Lineare Algebra zu lernen,ist zwar das einfachst,was man an der Uni lernt,aber dort siehst den Axiomatischen Zugang sehr gut. Viele Anfänger habe damit Probleme,da es nicht den "Vektorraum" genauso wie nicht den "Tisch" gibt,aber irgendwie viele so denken,weswegen sogar "Definitionsbeweise" ein Problem sind. viel Spaß


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Kitaktus
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  Beitrag No.28, eingetragen 2013-09-20

Als Schüler habe ich mal "Vektorrechnung für den Hausgebrauch" gelernt. Als ich zum ersten mal "richtige" Vektorrechnung gehört habe entstand folgender Dialog: Dozent: "Was ist ein Vektor?" Zuhörer: "Sowas wie ein Pfeil mit Betrag und Richtung." Dozent: "Nein, nein nein! Ein Vektor ist ein Element eines Vektorraumes. Ein Vektorraum ist ..." In dem Moment hielt ich das für übertriebenen Formalismus. Es hat dann noch eine ganze Weile gebraucht, bis ich eingesehen habe, dass es Vektorräume gibt, deren Vektoren nichts mit Pfeilen und deren Skalarprodukte nichts mit projezierten Längen zu tun hatten, die sich aber ansonsten ganz genauso verhielten, wie die Vektorräume, die ich bis dato kannte. Und noch länger hat es gedauert, bis ich zu einer Erkenntnis wie "Die Fourierreihenentwicklung ist eigentlich nichts anderes als eine Zerlegung eines Vektors in eine Linearkombination von Einheitsvektoren einer Orthonormalbasis; die entsprechenden Koeffizienten erhält man daher durch Skalarproduktbildung." fähig war. Kitaktus


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Bernhard
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  Beitrag No.29, eingetragen 2013-09-20

Hallo luna69! Ein Willkommensgruß auch von mir! Ich finde es klasse, daß Du den "Mut zum Risiko" aufbringst und Dich nochmal an etwas Neues heranwagst. http://www.matheplanet.com/matheplanet/nuke/html/images/forum/subject/icon14.gif \quoteon(2013-09-20 15:35 - luna69 in Beitrag No. 23) Ich hab mir als Erklärung gedacht, dass die Treppe ja nicht gen einer bestimmten Länge tendiert, also keinen Grenzwert hat, sondern immer gleich lang ist, nämlich so lang wie die Schenkel a und b zusammen, also 2, also eine konstante Länge hat, egal wie groß oder klein die Treppenstufen sind. Insofern ist eine Treppe mit unendlich klein gedachten Stufen immer noch eine Treppe mit der Länge 2, und tendiert (mangels Tendenz) nicht dazu, eine Gerade zu sein, auch wenn das optisch so sein mag. Geht das so durch? Habt ihr die richtige Erklärung? Ich fand´s jedenfalls spannend... \quoteoff Deine Erklärung geht genau in die richtige Richtung. Die einzelnen Treppchen, und hätten sie auch noch soviel Stufen, behalten immer die Länge 2. Trotzdem gibt es eine Bezeichnung für eine Art "Grenzwert", also das Objekt, das herauskommen würde, wenn man die Zahl der Stufen gegen unendlich wachsen läßt: Fraktal Und Du hast auch mit Deiner zweiten These recht: Die Fraktaltheorie gehört in der Tat zu den spannensten Teilgebiete in der Mathematik überhaupt. Damit hat man sich auch schon hier befaßt: Die Koch'sche Flockenkurve und sogar Arbeiten darüber geschrieben: Maturaarbeit zum Thema Fraktale Schau Dich ruhig mal ein bißchen um hier, denn das sind nicht die einzigen Beiträge zu diesem Thema hier, dann kommst Du auch in diese Denkweise relativ schnell herein. Viele Grüße, Bernhard [Die Antwort wurde nach Beitrag No.27 begonnen.]


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luna69
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  Beitrag No.30, vom Themenstarter, eingetragen 2013-09-24

Hallo Kitaktus, du machst mir Mut ;-) Hi Bernhard, konvergiert, nicht tendiert... siehste, an so nem einfachen Quatsch hapert´s bei mir. Aber ich versuche, reinzukommen.


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Folgende Antworten hat der Fragesteller vermutlich noch nicht gesehen.
Er/sie war noch nicht wieder auf dem Matheplaneten
Eike
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  Beitrag No.31, eingetragen 2013-12-05

Hi luna, ich selbst bin 35 und habe dieses Semester mit dem Mathestudium begonnen. Vom Alter her sind natürlich die Meisten jünger als ich, genauer gesagt es gibt noch einen Älteren ;) Das fällt allerdings schnell nicht mehr auf, da alle im gleichen Boot sitzen und sowieso keiner wirklich alles versteht. Bei mir war es allersings so, dass ich auch das Abi nachgeholt habe, insofern bin ich mit den Rechenregeln usw. vertraut. Ich denke, in linearer Algebra braucht man als Grundlage an Rechentechniken nicht viel mehr als plus und minus, in Analysis sieht das aber anders aus. Binomische Formeln muss man können, auch Sachen wie Fakultät oder Potenzgesetze sollte man imho schon mal gesehen haben. Zum Teil werden die Rechenregeln auf so trickreiche Art und Weise angewandt, dass man das glaube nur nachvollziehen kann, wenn man da schon einigermaßen fit ist. Ansonsten ist es wirklich so, es gibt erstmal einen Schock, wenn man die ersten Vorlseungen hört und dann die ersten Blätter bearbeiten soll. Man versteht die Vorlesungen irgendwie, aber wenn man auf den Zettel schaut?? Das geht und ging aber wohl schon jedem so, insofern ist das wohl auch machbar... Manche sagen ja, dass man für Mathe umbedingt besonders jung sein muss. Ich weiss nicht, ob das stimmt. Wenn man sich in der mathematischen Forschung engagieren will mag das sein, ein Studium packt man imho auch später. Allerdings ist das Studium schon hart, dass kann ich jedenfalls nach den paar Wochen schon sagen ... Aber ich denke: Es ist nie zu spät, was neues zu probieren :) Gruß Eike P.S. Als Einstiegslektüre schau dir doch das mal an: "Wie man mathematisch denkt: Eine Einführung in die mathematische Arbeitstechnik für Studienanfänger" Die klassischen Bücher von Forster, Königsberger etc verlangen einem schon alles ab, da kannst du imho auch gleich mit dem Studium anfangen ;)


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Ehemaliges_Mitglied
  Beitrag No.32, eingetragen 2013-12-06

Ich habe letztens in der Bibliothek in der Physikabteilung ein Buch über Superfraktale gefunden,wusste garnicht,dass es so was gibt.


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chryso
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  Beitrag No.33, eingetragen 2013-12-06

Hallo! An unserer Uni gibt es Vorlesungen, wo der Oberstufenstoff gemacht wird, da es bei uns derart viele Schulformen gibt, und die Studenten mit den unterschiedlichsten fachlichen Voraussetzungen Fachrichtungen studieren wollen, wo sie gewisse Vorkenntnisse mitbringen sollten. Erkundige dich einmal bei einer Uni in der Nähe. LG chryso


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Eike
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  Beitrag No.34, eingetragen 2013-12-06

\quoteon(2013-12-06 00:12 - metallkuli in Beitrag No. 32) Ich habe letztens in der Bibliothek in der Physikabteilung ein Buch über Superfraktale gefunden,wusste garnicht,dass es so was gibt. \quoteoff Was willst du damit sagen?


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Ehemaliges_Mitglied
  Beitrag No.35, eingetragen 2013-12-06

Das sollte Motivation sein.


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Slash
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  Beitrag No.36, eingetragen 2013-12-06

Hi Luna, ich habe mir nicht alle Posts durchgelesen, schließe mich aber Wauzis Vorschlag an. Wenn es dir in erster Linie um mathematische Inhalte und Verstehen und Erkenntnissgewinn geht und nicht das Uni-Flair mit Kommilitonen, Professoren, Hörsälen, Mensa, etc. im Vordergrund steht, dann ist die Fern Uni Hagen die beste Wahl, gerade wenn man schon älter ist. Die Vorlesungsskripte, die ja aufs Selbststudium ausgelegt sind, stellen jedes Buch und jede Vorlesung in den Schatten. Die sind optisch und didaktisch meisterhaft gestaltet. Ich habe in Mathematik schon beides ausprobiert, Präsenz Uni und Fern Uni, und muss der Fern Uni ganz klar den Vorzug geben. Das Mathematik-Niveau in Hagen ist übrigens sehr hoch und ein Absolvent genießt in Fachkreisen höchstes Ansehen. Falls du in der Nähe von Hagen wohnst, darfst du auch jederzeit den persönlichen Kontakt suchen - ist ja eine vollwertige Hochschule und kein Volkshochschulkurs. Und Kommilitonen hast du acuh, per Internet. Fern Uni bedeutet also nicht auf sich allein gestellt und abgeschieden zu sein. Einfach mal zwei Anfängerkurse Analysis und Lineare Algebra (Teilzeitstudium) belegen und in Ruhe zu Hause testen. Mit irgendwelchen Büchern vorarbeiten oder bereits gelerntes wiederholen ist dann absolut unnötig, schadet vielleicht sogar. Gruß, Slash [Die Antwort wurde nach Beitrag No.32 begonnen.]


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AllenscheRegel
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  Beitrag No.37, eingetragen 2013-12-06

Hallo, ich kann es nur empfehlen. Die Entscheidung, das Mathestudium aufzunehmen, war, so denke ich, bisher die beste in meinem Leben. Ein schönes Wochenende allen Mitlesenden.


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Weihnachtsgans
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  Beitrag No.38, eingetragen 2021-11-18

Liebe Luna, das Thema ist nun schon einige Jahre alt, aber ich bin bei der Suche nach "Mathestudium mit 40" darauf gestoßen. Mich würde sehr interessieren, was aus Deinem Vorhaben geworden ist. Ich stehe nämlich an der gleichen Stelle. Jura studiert und irgendwie immer bereut. Ich bin allerdings schon Mitte 40 und grübele, ob ich es doch wagen sollte, noch Mathe zu studieren... Würde mich über eine Rückmeldung sehr freuen!


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Slash
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  Beitrag No.39, eingetragen 2021-11-18

\quoteon(2021-11-18 15:15 - Weihnachtsgans in Beitrag No. 38) Liebe Luna, das Thema ist nun schon einige Jahre alt, aber ich bin bei der Suche nach "Mathestudium mit 40" darauf gestoßen. Mich würde sehr interessieren, was aus Deinem Vorhaben geworden ist. Ich stehe nämlich an der gleichen Stelle. Jura studiert und irgendwie immer bereut. Ich bin allerdings schon Mitte 40 und grübele, ob ich es doch wagen sollte, noch Mathe zu studieren... Würde mich über eine Rückmeldung sehr freuen! \quoteoff "luna69 ist Mitglied seit 19.09.2013 und wurde zuletzt am 24.09.2013 auf dem Matheplaneten gesehen." Du könntest es mit einer PM versuchen, vielleicht wird sie per E-Mail benachrichtigt. Gruß, Slash


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