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Universität/Hochschule J Studienortswahl
Ehemaliges_Mitglied
  Themenstart: 2016-04-26

Hallo, ich möchte im nächsten Semester meinen Bachelor in Mathematik beginnen und will mich hier mal umhören. Welche Universitäten könnt ihr mir aus eurer Erfahrung empfehlen? Besondere Kriterien habe ich eigentlich erst einmal keine, sondern will, wie gesagt, mich erst einmal "umhören". Grüße FreundderSonne


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Kollodez777
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  Beitrag No.1, eingetragen 2016-04-26

Hallo FreundderSonne, Was genau willst du hören? Es gibt einfache Unis, es gibt schwere Unis. Das heißt Unis, bei denen die Professoren generell höhere Anforderungen haben, die Übungsaufgaben schwerer sind, die Vorlesungen schneller, etc., oder auch Unis, bei denen die Aufgaben einfacher sind, die Vorlesungen langsamer, die Professoren nicht sonderlich hohe Ansprüche haben und so fort. Sowas ist im Allgemeinen zwar stark vom Professor abhängig, aber so denke ich, gibt es einfach gewisse Standards an den Unis. Es gibt ja zB. Universitäten, die ihren Schwerpunkt auf Naturwissenschaften legen, oder wiederum andere Universitäten, deren Schwerpunkt eher im Bereich Geisteswissenschaften oÄ liegt. Und entsprechend sind dann auch die Anforderungen. Soll der Studienort auch abhängig von der Stadt sein? Du musst denke ich schon etwas konkreter werden.


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piquer
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  Beitrag No.2, eingetragen 2016-04-26

Hallo zusammen, \quoteon(2016-04-26 17:30 - Kollodez777 in Beitrag No. 1) Was genau willst du hören? Es gibt einfache Unis, es gibt schwere Unis. Das heißt Unis, bei denen die Professoren generell höhere Anforderungen haben, die Übungsaufgaben schwerer sind, die Vorlesungen schneller, etc., oder auch Unis, bei denen die Aufgaben einfacher sind, die Vorlesungen langsamer, die Professoren nicht sonderlich hohe Ansprüche haben und so fort. \quoteoff Das ist so komplett falsch! Woher hast du diese Informationen? Außerdem ist Schwierigkeit etwas extrem Subjektives. Zum Thema: Bemühe einmal die Forensuche. Der Grundtenor bei älteren (und noch immer aktuellen) Beiträgen ist, dass man sich den Studienort danach auswählen sollte, wo man sich wohlfült. Grüße piquer


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Kollodez777
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  Beitrag No.3, eingetragen 2016-04-26

Hallo piquer, Wieso ist das falsch? Das ist sowas von richtig :P Ich habe mit genug Leuten gesprochen, die an verschiedenen Unis waren und es gibt einfach Unis, die vom Niveau her, grundlegend verschieden sind. Wenn ich mir zB Skripte und Übungsaufgaben der TU Dortmund anschaue, dann sind die wesentlich (!) einfacher als Skripte und Übungsaufgaben der Uni Bonn. Da kannst du sagen, was du willst, es ist eben so.


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Kollodez777
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  Beitrag No.4, eingetragen 2016-04-26

Unter anderem liegt das daran, dass an manchen Unis im Allgemeinen die Übungsaufgaben konkret von den Professoren gefertigt sind, an manche Unis werden diese jedoch nur von Tutoren oder Übungsleitern gefertigt. Und dazwischen sind ja Welten, was die Schwierigkeit angeht.


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piquer
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  Beitrag No.5, eingetragen 2016-04-26

\quoteon(2016-04-26 17:45 - Kollodez777 in Beitrag No. 3) Ich habe mit genug Leuten gesprochen... Wenn ich mir zB Skripte und Übungsaufgaben der TU Dortmund anschaue,... \quoteoff An deinem Beitrag sieht man, dass Schwierigkeit subjektiv ist. \quoteon(2016-04-26 17:47 - Kollodez777 in Beitrag No. 4) Und dazwischen sind ja Welten, was die Schwierigkeit angeht. \quoteoff Dann müssten deiner Meinung nach mündliche Prüfungen, da vom Professor persönlich durchgeführt, die Hölle sein. Das sind sie aber nicht! Natürlich gibt es Ausnahmen, aber du kannst nicht mit einer solchen Allgemeinheit über einen ganzen Fachbereich an einer Universität reden!


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Chandler
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  Beitrag No.6, eingetragen 2016-04-26

\quoteon(2016-04-26 17:47 - Kollodez777 in Beitrag No. 4) Unter anderem liegt das daran, dass an manchen Unis im Allgemeinen die Übungsaufgaben konkret von den Professoren gefertigt sind, an manche Unis werden diese jedoch nur von Tutoren oder Übungsleitern gefertigt. Und dazwischen sind ja Welten, was die Schwierigkeit angeht. \quoteoff Was hat die Anstellung an der Uni mit dem Schwierigkeitsgrad der Übungsaufgaben zu tun? Nur weil ich einen befristeten Vertrag habe, erstelle ich einfachere Übungsaufgaben als ein Professor??? \quoteon(2016-04-26 17:30 - Kollodez777 in Beitrag No. 1) Es gibt ja zB. Universitäten, die ihren Schwerpunkt auf Naturwissenschaften legen, oder wiederum andere Universitäten, deren Schwerpunkt eher im Bereich Geisteswissenschaften oÄ liegt. Und entsprechend sind dann auch die Anforderungen. \quoteoff Quatsch. Von dem Schwerpunktsprofil der Uni kann man nicht auf die Anforderungen der einzelnen Studiengänge schließen. \quoteon(2016-04-26 17:45 - Kollodez777 in Beitrag No. 3) Wenn ich mir zB Skripte und Übungsaufgaben der TU Dortmund anschaue, dann sind die wesentlich (!) einfacher als Skripte und Übungsaufgaben der Uni Bonn. \quoteoff Nehmen wir das Beispiel WS15/16 und ein älteres und die Probeklausuren der Analysis 1: Uni Bonn TU Dortmund Ich sehe keinen wesentlichen Unterschied...


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Kollodez777
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  Beitrag No.7, eingetragen 2016-04-26

Ob Schwierigkeit subjektiv ist oder nicht, hat hiermit nichts zu tun. Willst du etwa auf folgende Aussage "Aufgaben der Bundesrunde Mathe-Olympiade sind schwer" mit "Schwierigkeit ist subjektiv" antworten? Das macht keinen Sinn. Mündliche Prüfungen bei Professoren sind wesentlich schwerer als bei üblichen Doktoranden oÄ. Professoren verlangen, dass man alle Formeln kennt, nahezu das ganze Skript auswendig kennt, weil sie sich alles merken können und sowas für sie kein Problem ist. Und falls ein Professor in einer mündlichen Prüfungen richtige Aufgaben stellt, dann sind sie natürlich auch wesentlich schwerer als bei nur Doktoranden. An Chandler: Natürlich stellst du einfachere Aufgaben als ein Professor. War das eine ernstgemeinte Frage? Analysis-I? Da sind die Klausuren fast immer alle gleich, weil es nur elementare Grundlagen sind. Schaue dir doch mal Algebra-Klausuren an. Da wirst du Unterschiede finden.


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Chandler
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  Beitrag No.8, eingetragen 2016-04-26

\quoteon(2016-04-26 18:17 - Kollodez777 in Beitrag No. 7) An Chandler: Natürlich stellst du einfachere Aufgaben als ein Professor. War das eine ernstgemeinte Frage? \quoteoff Ich finde das hier höchst beleidigend.


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Kollodez777
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  Beitrag No.9, eingetragen 2016-04-26

Außerdem: Welche Schüler gehen an die guten Unis wie zB an die Ruhr-Universität Bonn? Natürlich viele Schüler, die schon bei Wettbewerben sehr gut waren. Das weiß ich aus sicherer Quelle. Fast alle erfolgreichen Mathe-Olympiken gehen nach Bonn (nicht fast alle, aber sehr viele). Entsprechend steigt natürlich das Niveau. Und die Professoren passen sich da schon oft einigermaßen an das Niveau der Studenten an. [Die Antwort wurde nach Beitrag No.7 begonnen.]


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Kollodez777
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  Beitrag No.10, eingetragen 2016-04-26

Wieso beleidigend? Es ist doch nun wirklich keine Beleidiung, wenn ich sage, dass Professoren viel besser sind als du?! Die beschäftigen sich seit bis zu 20 Jahren mit der Materie und natürlich ist für einen Professor der Algebraischen Zahlentheorie zB. das Gebiet der lokalen Körper eine einfache Grundlage - er verstehst dieses Gebiet sehr gut. Wenn du nun im Master bist und auch einige Vorlesungen zu lokalen Körpern oder höherer Arithmetischen Geometrie oder so gehört hast, dann wirst du doch wohl sicherlich nicht so gut sein wie er?! Und entsprechend fallen dann auch die Aufgaben aus. Was für ihn trivial erscheint, kann für dich eine schwere Aufgabe sein.


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piquer
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  Beitrag No.11, eingetragen 2016-04-26

\quoteon(2016-04-26 18:17 - Kollodez777 in Beitrag No. 7) Ob Schwierigkeit subjektiv ist oder nicht, hat hiermit nichts zu tun. Willst du etwa auf folgende Aussage "Aufgaben der Bundesrunde Mathe-Olympiade sind schwer" mit "Schwierigkeit ist subjektiv" antworten? Das macht keinen Sinn. \quoteoff Ich dachte, dass es um die Uni geht? \quoteon(2016-04-26 18:17 - Kollodez777 in Beitrag No. 7) Mündliche Prüfungen bei Professoren sind wesentlich schwerer als bei üblichen Doktoranden oÄ. Professoren verlangen, dass man alle Formeln kennt, nahezu das ganze Skript auswendig kennt, weil sie sich alles merken können und sowas für sie kein Problem ist. Und falls ein Professor in einer mündlichen Prüfungen richtige Aufgaben stellt, dann sind sie natürlich auch wesentlich schwerer als bei nur Doktoranden. \quoteoff Können sich Doktoranden nichts merken? \quoteon(2016-04-26 18:17 - Kollodez777 in Beitrag No. 7) An Chandler: Natürlich stellst du einfachere Aufgaben als ein Professor. War das eine ernstgemeinte Frage? Analysis-I? Da sind die Klausuren fast immer alle gleich, weil es nur elementare Grundlagen sind. Schaue dir doch mal Algebra-Klausuren an. Da wirst du Unterschiede finden. \quoteoff Du äußerst dich ganz allgemein zum Niveau in Dortmund, lässt aber ein konkretes Beispiel nicht gelten? [Die Antwort wurde nach Beitrag No.7 begonnen.]


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Chandler
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  Beitrag No.12, eingetragen 2016-04-26

\quoteon(2016-04-26 18:22 - Kollodez777 in Beitrag No. 10) Wieso beleidigend? Es ist doch nun wirklich keine Beleidiung, wenn ich sage, dass Professoren viel besser sind als du?! \quoteoff Also eben ging es nur um das Erstellen der Aufgaben und deren Schwierigkeitsgrad... Wenn du wirklich der Meinung bist, dass ein Professor sein Aufgaben nach 20 Jahre Intensivforschung erstellt und nicht meistens aus den Aufgabenpool herausnimmt, den er in seinen jungen Promotions- und Postdocjahren erstellt hat, dann hast du den falschen Einblick in diesen Beruf. [Die Antwort wurde nach Beitrag No.10 begonnen.]


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Kollodez777
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  Beitrag No.13, eingetragen 2016-04-26

Doch, Doktoranden können sich was merken. Und zwar sehr gut sogar (wahrscheinlich). Sie sind aber wahrscheinlich nicht auf dem Niveau von Professoren. Das ist dann im Allgemeinen wieder ein vollkommen anderes Niveau. Doktoranden verstehen aber wenigstens noch, dass etwas für einen Studenten schwer sein kann. Bei Professoren ist es anders. Wenn man von der Allgemeinheit sprichst, dann bringen Fallbeispiele nichts. Natürlich ist das alles ziemlich pauschalisiert von mir. Ich habe aber eben die Erfahrung gemacht und das können viele andere bestätigen, dass Unis sehr unterschiedlich sein können. Ich bleibe aber dabei, dass das Niveau sehr unterschiedlich sein kann, und bleibe auch dabei, dass die TU Dortmund zB wesentlich einfacher als die Uni Bonn ist. Schaut euch doch einfach mal die Übungsaufgaben an. Die sind ja schon stellvertretend für das Niveau. Die Übungsaufgaben an der TU D sind im Vergleich zu denen an der Uni Bonn Kinderaufgaben. [Die Antwort wurde nach Beitrag No.11 begonnen.]


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Kollodez777
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  Beitrag No.14, eingetragen 2016-04-26

Hää?? Das macht doch keinen Sinn, alte Aufgaben zu nehmen?! Wie es ging nur um den Schwierigkeitsgrad? Wieso zitierst du nur das?! Ich habe noch viel mehr geschrieben und auch, wieso es so ist, dass die Aufgaben des Professors wesentlich schwerer ausfallen. Die Professoren halten Vorlesungen, die sie selbst erstellen, und dementsprechend sind die Übungsaufgaben natürlich angepasst. Was macht es also für einen Sinn, alte Aufgaben zu nehmen? Natürlich machen sie die Aufgaben oder suchen sie aus entsprechenden Büchern raus (aber das Niveau fällt eben viel höher aus, weil sie viel besser sind).


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Chandler
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  Beitrag No.15, eingetragen 2016-04-26

\quoteon(2016-04-26 18:33 - Kollodez777 in Beitrag No. 14) (aber das Niveau fällt eben viel höher aus, weil sie viel besser sind). \quoteoff Ich sage nun nichts mehr. Das ist doch lächerlich.


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Kollodez777
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  Beitrag No.16, eingetragen 2016-04-26

Ist das dein Ernst?!


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LaLe
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  Beitrag No.17, eingetragen 2016-04-26

Hallo, Ich hatte bisher drei mündliche Prüfungen. Zwei davon bei ProfessorInnen, und eine bei einem Postdoc. Die Prüfung bei dem Postdoc war bedeutend schwerer. Übrigens finde ich es äußerst unverantwortlich, immer darauf herumzureiten, wie "schwierig" Bonn angeblich ist. Das ganze Internet ist ja voll von diesen Behauptungen. Ich habe meinen Bachelor (aus persönlichen Gründen) in Heidelberg gemacht und wollte danach nach Bonn. Und ich wäre fast nicht hingegangen, weil ich dachte, vielleicht bin ich zu blöd für diesen Ort. Aber das ist nicht der Fall. Ich studiere jetzt in Bonn. Im direkten Vergleich zwischen Heidelberg und Bonn kann man nicht sagen, dass eine dieser beiden Unis schwerer ist. Aber trotzdem hat Bonn eine hervorragende Mathefakultät, und das ist es ja, was zählt. @Kodollez777: Deine Aussagen sind unüberlegt und ich würde sie als beleidigend empfinden. LG, LaLe


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Mathonia
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  Beitrag No.18, eingetragen 2016-04-26

Um mal auf die Frage zurückzukommen: Ich studiere in München (LMU) und würde das grundsätzlich empfehlen. Die meisten meiner Professoren waren in Ordnung, ein paar sehr gut, zwei Ausnahmen. Man muss damit leben, dass die Organisation nicht unbedingt genial ist (Überschneidungen im Stundenplan, zu wenig Öffnungszeiten des Prüfungsamts etc.), aber meistens klappt es am Ende irgendwie. Beachten sollte man, dass im ersten Semester sehr stark aussortiert wird, je nach Professor bestehen vielleicht 30%-40% der Teilnehmer Ana1 (inkl. Nachklausur). In Ana3 ist die Quote auch mal noch schlechter... :-D Man sollte also nicht unvorbereitet in das Studium gehen und wissen, worauf man sich einlässt - was andererseits aber wahrscheinlich für alle Unis geht. Der Mathebau ist relativ gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, Mensa in der Nähe, der Weg zum Hauptgebäude nicht sehr weit und direkt davor eine große Wiese für sonnige Pausen im Sommer. Als Stadt ist München natürlich grandios. :-) Ich würde wieder die gleiche Entscheidung treffen. ;-)


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Ehemaliges_Mitglied
  Beitrag No.19, vom Themenstarter, eingetragen 2016-04-26

Ich habe auch in Heidelberg studiert. Es war eine wunderschöne Zeit, die ich nicht missen möchte. Nimm dir mal ein Wochenende Zeit, schau dir die Stadt an und verliebe dich in sie. :-) Kollodez: Die Erfahrung zeigt einfach, dass deine Aussagen nicht stimmen. Ich kann dir etliche Gegenbeispiele nennen. Was du redest stimmt einfach nicht.


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lula
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Wohnort: Sankt Augustin NRW
  Beitrag No.20, eingetragen 2016-04-26

Hallo wer von der "die Ruhr-Universität Bonn?" spricht ist schon dkeklassiert. zur Information Bonn liegt an Rhein. Gruß lula [Die Antwort wurde nach Beitrag No.18 begonnen.]


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Ehemaliges_Mitglied
  Beitrag No.21, vom Themenstarter, eingetragen 2016-04-26

Ehrlich gesagt, habe ich den Eindruck, daß es diese Unterschiede zwischen den Studienorten gibt. Aber machbar ist das Studium immer, egal ob in Bonn oder Greifswald (keine Ahnung, ob man da Mathematik studieren kann... das ist als Stereotyp gedacht). Wesentlich wichtiger finde ich, ein großes mathematisches Institut zu haben. Ich studiere im Moment in Heidelberg und könnte den Ort für Physik jederzeit empfehlen, aber nicht für Mathematik: Bestimmte Vorlesungen wie z.B. Differentialgeometrie oder Algebraische Topologie werden einfach viel zu selten angeboten, weil zu wenig Lehrpersonal da ist, das für die Vorlesungen infrage kommt. Erstere findet jetzt zum ersten Mal seit zwei Jahren(!) statt, letztere wird nächstes Semester wahrscheinlich(!) zum ersten Mal nach zweieinhalb oder drei Jahren angeboten werden (mein Gedächtnis ist sich da etwas unsicher). Dazwischen gibt es in der Regel Seminare zum Thema, die von Postdocs angeboten werden, aber die ersetzen natürlich keine Vorlesung. Andere Unis garantieren Dir, daß die Vorlesungen mindestens jedes zweite Semester stattfinden. So sollte es auch sein! [Die Antwort wurde nach Beitrag No.17 begonnen.] PS: Heidelberg ist auch nicht die schlechteste Wahl. Ich habe vor, zum Master nach München zu gehen, aber ich bin mir jetzt schon sicher, daß ich die Stadt vermissen und mich in dem Bajuwarischen etwas fremd fühlen werde. Aber jedenfalls gibt es bezüglich des Lehrangebots Unterschiede, über die man sich informieren sollte. Mein Grund für Heidelberg war die Physik, nicht die Mathematik, und da werden wiederum auf regelmäßiger Basis Vorlesungen angeboten, die an anderen Unis gar nicht vorkommen.


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Ex_Senior
  Beitrag No.22, eingetragen 2016-04-26

Hallo, ich studiere in Halle an der Saale und kann dies auch nur empfehlen. Es ist klein, aber fein! LG Niklas [Die Antwort wurde nach Beitrag No.19 begonnen.]


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Galois_1993
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Dabei seit: 04.12.2014
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  Beitrag No.23, eingetragen 2016-04-26

Ich glaube, ich hatte bisher fünf mündlichen Prüfungen, vier davon bei Professoren. Die Prüfungen bei den Professoren waren wesentlich schwerer. Das macht natürlich auch viel Sinn. Das Niveau der Professoren ist gänzlich ein anderes als das von Post-Docs, Doktoranden oder regulären Übungsleitern. Für die Professoren sind die Dinge, die wir in ihren Vorlesungen lernen, spezifische Grundlagen, und auch das mit den Übungsaufgaben hat Kollodez schon richtig erklärt. Von daher verstehe ich überhaupt nicht, wieso ihr dagegen argumentieren wollt. Es ist doch wohl Tatsache, dass die Professoren auf einem ganz anderen Niveau sind als "übliche" Übungsleiter oder Tutoren, oder etwa nicht? Ich wäre nicht gekränkt oder beleidigt, wenn mir jemand sagen würde, die Aufgaben, die ich stelle, seien bei Weitem nicht so schwer wie die eines Professors, egal wie sehr ich mich dessen bemühen würde. Es liegen doch tatsächlich Welten zwischen einem üblichen Übungsleiter und einem Professor. Ich studiere an der Humboldt-Universität in Berlin (HU). Ich habe auch des Öfteren Vorlesungen an der Freien Universität (FU) und an der Technischen Universität (TU) besucht. An der FU war es überwiegen so, dass die Übungsleiter Doktoren waren; an der HU ist es auch so; an der TU war es so, dass die Übungsleiter "einfache" studentische Hilfskräfte waren, und diese (zusammen mit den Tutoren) haben dann auch die Übungsblätter und schriftlichen Klausuren angefertigt (Letzteres dann wahrscheinlich auch mit dem Professor). Bei uns an der HU werden die Übungsblätter immer von den Professoren persönlich angefertigt, und ich habe (schon etwas schockiert) feststellen müssen, dass die Übungsaufgaben der Professoren wesentlich (!), wirklich bei Weitem, schwerer waren als die der regulären Übungsleiter (wie es zB. hauptsächlich an der TU gemacht wird). Und das macht natürlich auch Sinn; wie gesagt, Professoren sind auf einem vollkommen anderen Niveau. Das will ich hier nicht weiter ausführen, man kann sich wirklich schon selbst denken, dass es bei den Professoren viel schwerer ist. Daher ist in meinen Augen das Niveau an der TU auch ein vollkommen anderes. Übrigens wurden die Aufgaben an der FU von Doktoren gestellt (also bei den Vorlesungen, die ich besucht habe), die zwar auch schwerer als die der regulären Übungsleiter waren, aber auch einfacher als die der Professoren. Ich habe im Grunde einfach feststellen müssen, dass das Niveau an der HU ein höheres ist als an der TU. Und natürlich schaut man sich auch mal im Internet um und sucht nach Übungsblättern anderer Universitäten, die man bearbeiten kann, nach Skripten oder nach Klausuren - zB. der TU Dortmund, die hier schon einige Male erwähnt wurde. Ich musste feststellen, dass die Übungsblätter und Klausuren bei uns wesentlich schwerer waren (das erscheint irgendwie vollkommen unverständlich). Natürlich ist es nicht immer so, aber oft. Oft kann ich die Übungsblätter anderer Universitäten in einem Zug ohne längerem Überlegen lösen - bei unserer Universität ist es oft ganz anders. Bei uns an der Universität sind auch einige Austausch-Studenten vom Imperial College, aus Italien und auch aus anderen Ländern. Und diese Studenten haben auch bestätigt, dass das Niveau an der HU ein vollkommen anderes ist. Vielleicht liegt es daran, dass die HU eine Elite-Universität ist. Ich weiß es nicht - scheinbar ist es aber wirklich so, dass das Niveau ein anderes ist. Außerdem ist ein Freund von mir momentan in Durham und studiert dort als Austauschstudent. Durham ist eine "Studentenstadt" und man sollte daher annehmen, dass das Niveau dort schon recht hoch ist. Ich formuliere es aber mal im Jargon meines Freundes: "Hier sind die Vorlesungen und Übungsblätter Kinderkram, nichts im Gegensatz zur HU". Ich denke, das sagt schon alles und zeigt definitiv, dass das Niveau von Standort zu Standort recht verschieden sein kann (und so ist es auch tatsächlich). Man sollte nicht in der Scheinwelt leben, in der alle Universitäten (und Schulen) als gleich gesehen werden, die Zensurenverteilung gerecht ist und es kaum Unterschiede gibt. Dem ist nicht so. Die Zensurenverteilung (besser gesagt: Das Notensystem) ist ungerecht (daher bin ich auch für eine Abschaffung dessen), einige Universitäten sind viel schwerer als andere Universitäten, Vorlesungen verschiedener Professoren sind recht verschieden (außer die kleine Anzahl an Grundvorlesungen), das Niveau ist ein anderes, und, und, und. Das kann alles natürlich noch weiter ausgeführt werden und man kann viel mehr ins Detail gehen, aber belassen wir es mal beim schlichten Kratzen an der Oberfläche.


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Chandler
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  Beitrag No.24, eingetragen 2016-04-26

\quoteon(2016-04-26 21:55 - Galois_1993 in Beitrag No. 23) Von daher verstehe ich überhaupt nicht, wieso ihr dagegen argumentieren wollt. Es ist doch wohl Tatsache, dass die Professoren auf einem ganz anderen Niveau sind als "übliche" Übungsleiter oder Tutoren, oder etwa nicht? \quoteoff Also die Aufgaben, die ich vor Jahren erstellt habe, verwendet der entsprechende Professor immer noch regelmäßig als "seine" Übungsaufgaben. Natürlich sind diesen dann plötzlich schwieriger für Studenten... Ich habe nun schon an einigen Unis gearbeitet und egal wo man ist, man merkt immer, dass alle nur mit Wasser kochen. Die Engagiertesten in der Lehre waren auch selten die Professoren sondern meistens die befristet beschäftigten Doktoranden, Post-Docs und akademischen Räte. Schlimm genug, dass ich nun schon lange auf befristeten Verträgen in ganz Deutschland herumspringe. Nun muss ich mir auch noch anhören, dass meine Übungsaufgaben so auch nie das Niveau einer Professoren-Aufgabe erreichen werden...


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AllenscheRegel
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  Beitrag No.25, eingetragen 2016-04-26

\quoteon Es ist doch wohl Tatsache, dass die Professoren auf einem ganz anderen Niveau sind als "übliche" Übungsleiter oder Tutoren, oder etwa nicht? \quoteoff Natürlich sind die auf einem ganz anderen Niveau. Dass dieser Unterschied allerdings einen Einfluss auf die Fähigkeit haben soll Übungsaufgaben zu erstellen, halte ich für absurd. Lass mich einen Vergleich führen: Der Bäckermeister ist auf einem ganz anderen Niveau, als der Lehrling. Dennoch macht es überhaupt keinen Unterschied, wer von beiden den Boden in der Bäckerei wischt, das können beide gleich gut.


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Kollodez777
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  Beitrag No.26, eingetragen 2016-04-26

Bodenwischen? Was hat das damit zu tun? Wenn dann müsstest du das Backen von Brötchen mit dem Erstellen der Übungsaufgaben vergleichen. Bodenwischen hat nichts damit zu tun, dass er Bäcker ist. Das Erstellen von Aufgaben hat aber viel damit zu tun, dass Professoren Mathematiker sind.


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LaLe
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  Beitrag No.27, eingetragen 2016-04-26

Da das Argument schon so oft genannt wurde: Die Implikation "Ein Professor hat eine höhere fachliche Kompetenz als ein Postdoc" $\Rightarrow$ "ein Professor stellt schwierigere Übungsaufgaben als ein Postdoc" ist höchst fragwürdig und wurde bisher nur damit begründet, dass das doch logisch sei. Ist es aber nicht. Ich halte auch folgendes für eine ebenso sinnvolle (wie schwachsinnige) Implikation: "Ein Professor hat mehr Erfahrung mit den Unzulänglichkeiten der Studenten" $\Rightarrow$ "Ein Professor verlangt weniger von den Studenten". Natürlich könnten wir jetzt alle eifrig Erfahrungen sammeln und dann am Ende irgendeine Tendenz feststellen. Aber das Ergebnis ist nicht von vornherein klar. LG, LaLe [Die Antwort wurde nach Beitrag No.24 begonnen.]


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Kollodez777
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  Beitrag No.28, eingetragen 2016-04-26

Nicht unbedingt als ein Doktor oder PostDoc (aber wahrscheinlich schon). Mit Sicherheit aber als ein normaler Übungsleiter. Ja, es ist logisch. Inwiefern soll er mehr Erfahrung damit haben? Verstehst du nicht, dass das alles, was in den Vorlesungen gemacht wird, für ihn reine Grundlagen sind? Auf so einem für ihn niedrigen Niveau kann er nicht wirklich entscheiden, was einfach und was schwer für die Studenten ist. Er kann sehen, dass Übungsaufgaben schwer sind für Studenten, zB weil diese schlecht sind. Für ihn sind sie aber einfach und er hat keine Ahnung, was einfach und schwer heißt. Natürlich sind Zweizeilen Beweise in seiner Vorstellung für jeden einfach, aber so einfach kann er Übungsaufgaben nicht machen. Aber alles dadrüber ist für ihn fast gleichwertig.


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LaLe
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  Beitrag No.29, eingetragen 2016-04-26

\quoteon(2016-04-26 22:28 - Kollodez777 in Beitrag No. 28) Inwiefern soll er mehr Erfahrung damit haben? \quoteoff Er war auch mal Postdoc, und ist nun zusätzlich Professor. Dann hat er mehr Erfahrung mit der Lehre als jemand, der noch Postdoc ist. \quoteon(2016-04-26 22:28 - Kollodez777 in Beitrag No. 28) Verstehst du nicht, dass das alles, was in den Vorlesungen gemacht wird, für ihn reine Grundlagen sind? \quoteoff Doch, klar. Wobei das natürlich noch auf die Vorlesung ankommt. \quoteon(2016-04-26 22:28 - Kollodez777 in Beitrag No. 28) Auf so einem für ihn niedrigen Niveau kann er nicht wirklich entscheiden, was einfach und was schwer für die Studenten ist. Er kann sehen, dass Übungsaufgaben schwer sind für Studenten, zB weil diese schlecht sind. Für ihn sind sie aber einfach und er hat keine Ahnung, was einfach und schwer heißt. Natürlich sind Zweizeilen Beweise in seiner Vorstellung für jeden einfach, aber so einfach kann er Übungsaufgaben nicht machen. Aber alles dadrüber ist für ihn fast gleichwertig. \quoteoff Ich glaube hier unterschätzt du die (didaktischen) Fähigkeiten einiger Professoren bei Weitem. Ich will dagegen auch gar nicht weiter anargumentieren. Muss ich auch nicht, denn du nennst ja keine Argumente, die deine Behauptungen stützen. LG, LaLe


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Matheschlumpf2013
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  Beitrag No.30, eingetragen 2016-04-26

Das ist jetzt zwar alles offtopic, aber mich würde jetzt mal interessieren, ob Kollodez und Galois eigentlich wissen, wie man an eine Professur kommt. [Die Antwort wurde nach Beitrag No.28 begonnen.]


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Kollodez777
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  Beitrag No.31, eingetragen 2016-04-26

Ja, weiß ich. Was soll diese Frage? Stelle mich nicht als dumm oder unwissend dar ! Solche Fragen sind höchstbeleidigend und nicht, wenn man sagt, die Aufgaben der Professoren sind viel schwerer als die von normalen Übungsleitern !


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Ehemaliges_Mitglied
  Beitrag No.32, vom Themenstarter, eingetragen 2016-04-27

\quoteon(2016-04-26 23:53 - Kollodez777 in Beitrag No. 31) Ja, weiß ich. Was soll diese Frage? Stelle mich nicht als dumm oder unwissend dar ! Solche Fragen sind höchstbeleidigend und nicht, wenn man sagt, die Aufgaben der Professoren sind viel schwerer als die von normalen Übungsleitern ! \quoteoff Du kennst möglicherweise nur das offizielle Prozedere. Nicht aber was im Hintergrund abläuft. Das ist hier gemeint. :-D


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davidz
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  Beitrag No.33, eingetragen 2016-04-27

Moin zusammen, das Studium ist natürlich immer an der eigenen Uni am schwierigsten. Ich möchte daher ganz objektiv anmerken, dass die Übungsaufgaben in Münster schwerer sind als an jeder anderen deutschen Universität. Das liegt an den Professoren.


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Slash
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  Beitrag No.34, eingetragen 2016-04-27

Also wenn der Themenstarter das hier alles gelesen hat, wird er wohl erstmal ganz auf ein Mathestudium verzichten wollen. :-D Ich kann dem Themenstarter nur nochmal piquers Beitrag No.2 ans Herz legen: "Zum Thema: Bemühe einmal die Forensuche. Der Grundtenor bei älteren (und noch immer aktuellen) Beiträgen ist, dass man sich den Studienort danach auswählen sollte, wo man sich wohlfült." Den Rest der Beiträge, lieber Themenstarter, vergiss am besten so schnell wie möglich. Wohlfühlfaktor ist das Stichwort. :-) Gruß, Slash P.S.: Es ist wirklich erstaunlich wie Mitglieder in manchen Threads schon nach ein paar Beiträgen das/die eigentliche Thema/Frage aus den Augen verlieren. Noch 50 Beiträge mehr und es geht wieder um vegane Ernährung.


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swix
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  Beitrag No.35, eingetragen 2016-04-27

\quoteon(2016-04-27 01:17 - Slash in Beitrag No. 34) Noch 50 Beiträge mehr und es geht wieder um vegane Ernährung. \quoteoff lol


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Kollodez777
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  Beitrag No.36, eingetragen 2016-04-27

\quoteon(2016-04-27 01:17 - Slash in Beitrag No. 34) Noch 50 Beiträge mehr und es geht wieder um vegane Ernährung. \quoteoff Haha, so sieht es aus, Slash ;-) K7


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Mathonia
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  Beitrag No.37, eingetragen 2016-04-27

\quoteon(2016-04-26 23:53 - Kollodez777 in Beitrag No. 31) wenn man sagt, die Aufgaben der Professoren sind viel schwerer als die von normalen Übungsleitern ! \quoteoff Wenn man das sagt, hat man wahrscheinlich einfach noch nicht studiert. Bei mir kamen die schwersten Übungsaufgaben (bisher) von einem ganz normalen Übungsleiter und das in einer Vorlesung, die "nur" ein Doktor hält. Da taucht überhaupt kein Professor auf. Wohingegen eine andere Vorlesung von einem eigentlich recht anspruchsvollen Professor gehalten wird, der uns aber im Prinzip ziemlich einfache Aufgaben gibt, die er dann nur besonders penibel korrigiert. Klar gibt es auch Profs mit schweren Übungen und andersrum. Es lässt sich nur keine allgemeine Aussage treffen.


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umlaufsatz
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  Beitrag No.38, eingetragen 2016-04-27

Wenn ich richtig sehe, macht Kollodez gerade einen extrem steilen Einstieg in die Mathematik (er ist ja noch Schüler). Ich kann, mit diesem Hintergrund in Gedanken, seine Haltung über die Professoren und höhere Mathematik ganz gut verstehen, glaube ich: Durch diese steile Bahn kommt plötzlich eine ganz andere Welt in Sicht. Es ist ein bisschen der Blick nach oben, der Blick zu den Genies des Faches. Der Blick „Da möchte ich auch gern hin und gebe mir deshalb Mühe.“ Das kenne ich auch von mir selbst. Andere Mitglieder in diesem Thread, ihr seht das ein wenig nüchterner. Auch diese Haltung kenne ich von mir selbst :) ! Wie ich mich und die Mathematik wahrnehme, wechselt ziemlich häufig. Um beurteilen zu können, wie diese „andere Welt“ da oben aussieht, bin ich noch nicht weit genug in der Mathematik, aber kann den Blick auf die Professoren als „Genies des Faches“ ganz gut verstehen :). In meinen acht mündlichen Prüfungen, die ich bisher gemacht habe, gab es nur Professoren als Prüfer, aber die Art der Prüfung unterschied sich sehr stark: Manche fragen nur Definitionen und Sätze ab, manche legen den Schwerpunkt auf Beweise, manche stellen vollkommen vorhersehbare Fragen. Bitte nehmt meinen Beitrag als eine kleine Vermittlung zwischen euch und nicht als grundlegenden Diskussionsbeitrag. Viele Grüße umlaufsatz


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Kitaktus
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  Beitrag No.39, eingetragen 2016-04-27

Ein großer Teil des Fadens ist reichlich undifferenziert. 1) Anspruchsniveau, Schwierigkeitsgrad von Übungsaufgaben und Durchfallquoten variieren innerhalb der Gruppe der Professoren einer Universität stärker als sie (über Fachbereiche gemittelt) zwischen den Universitäten variieren. Wir hatten Klausuren mit Durchfallquoten von 80% und parallel dazu von den gleichen Studenten geschriebene Klausuren in einer anderen Vorlesung mit einer Durchfallquote von 30%. Solche extremen Unterschiede gibt es zwischen den Universitäten nicht. Wer sein Studium danach organisiert, in den Klausuren möglichst gute Noten zu bekommen [Was ich nicht für empfehlenswert halte.], sollte sich eher innerhalb einer Universität über die Unterschiede informieren, als zu glauben, mit einem Uniwechsel wird alles viel leichter. 2) Die Theorie, dass Professoren die schwereren Aufgaben stellen, weil sie sich in der Materie besser auskennen, deckt sich nicht mit meinen Erfahrungen. Im Ergebnis nicht und in der Begründung auch nicht. Ich war an einer Reihe von Prüfungen bei unterschiedlichen Professoren beteiligt und ich habe eine Reihe von Klausuren korrigiert, sowohl von Professoren gestellte, als auch von anderen Mitarbeitern gestellte. Ich habe Fälle erlebt, wo der Professor sich vor der Prüfung erst mal beim Beisitzer informiert hat, welche Inhalte die [von ihm selbst gehaltene] Vorlesung eigentlich hatte, weil er sich da gar nicht mehr so genau erinnern konnte. Es gab Fälle in denen der prüfende Professor ein bestimmtes Thema bei allen Prüflingen ausgelassen hat, weil er (meiner Einschätzung nach) den ziemlich technischen Beweis selbst nicht im Kopf hatte. Und es gab Fälle, bei denen der Professor ganz begeistert über einen originellen Lösungsansatz eines Studenten war, wobei der einfach nur den Lösungsweg der Übung wiederholt hat. Insgesamt: Der Großteil der Klausuren und Prüfungen bewegt sich auf einem Niveau, auf dem es zwischen Professor und einem guten Doktoranden, der z.B. die Übungen zur Vorlesungen hält, keinen nennenswerten Unterschied gibt. Manchmal hat der Professor eine Anwendung im Kopf, die der Doktorand (noch) nicht kennt und kann daraus eine schöne Fragestellung machen, aber manchmal ist er eben auch vom Thema der Prüfung so weit entfernt, dass er die Details nicht (mehr) auswendig kennt, die seinem Übungsleiter aber geläufig sind. Die schönsten Prüfungen habe ich erlebt, wenn Prüfer, Beisitzer und Prüfling auf Augenhöhe miteinander eine Thematik erörtert haben. Da wurden dann praktisch 20 Minuten lang ein Gespräch unter Wissenschaftlern geführt, bei dem jeder von den anderen beiden etwas lernen konnte. 3) Die Wahl einer Uni unter fachlichen Gesichtspunkten ist für die meisten Studienanfänger nicht besonders sinnvoll. Die wenigsten Mathematikstudenten wissen am Anfang des Studiums, welche Teilgebiete sie später mal besonders interessieren werden. Meine Uni hatte einen guten Ruf in Analysis. Im Studium hat mir das nichts gebracht. Ich hatte einen weit über die Uni hinaus bekannten Professor, der didaktisch aber im unteren Drittel rangierte. Die Vorlesungen auf fortgeschrittenem Niveau habe ich dann nicht mehr besucht, weil mir andere Themen wichtiger waren. Sinnvoller erscheint es mir, erst mal eine Weile zu studieren und zu schauen, wohin die Reise geht und dann über einen Universitätswechsel nachzudenken. Wenn man keine Universitätskarriere anstrebt, ist die Exzellenz des eigenen Professors sowieso nahezu egal, weil das außerhalb der Uni praktisch niemand einschätzen kann. 4) Ich weiß nicht, wie es heute ist. Vor 20 Jahren hatte Bonn einen gewissen Ruf. Ob der gerechtfertigt war, wage ich nicht einzuschätzen. Aus meiner Sicht war es ein stück weit eine selbsterfüllende Prophezeiung. Mit dem Ruf, den beste und anspruchsvollsten Fachbereich zu haben, lockt man bessere Studenten an (und schreckte schlechtere ab) und kann dann auf einem höheren Niveau arbeiten. Auch ohne dass man wirklich bessere Bedingungen hat als anderswo. An zwei Einzelfällen kann man eine Uni nicht bewerten, aber zwei Studentinnen, die von meiner Uni nach Bonn gewechselt sind, sind dort nicht glücklich geworden. Die Bedingungen, unter denen sie ihre Abschlussarbeit geschrieben haben, würde ich eher als universitäre Ausbeutung bezeichnen. Wenn die Arbeit laut Prüfungsordnung 6 Monate dauern soll und die Betreuer über mehr als anderthalb Jahre immer mehr und mehr Ergebnisse aus den Diplomanden pressen, dann ist da eine Grenze weit überschritten. Aber wie gesagt, dass ist 15 Jahre her. Kitaktus


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