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Universität/Hochschule Rat über Zukunft
Elsker1243
Neu Letzter Besuch: vor mehr als 3 Monaten
Dabei seit: 04.08.2016
Mitteilungen: 4
  Themenstart: 2016-08-04

Hallo zusammen, ich bin 22, studiere Mathematik im 6. Semester und habe heute meine Bachelorarbeit abgegeben. Wahrscheinlich werde ich die (enttäuschende) Gesamtnote 3.0 erhalten. Ich traue mir leider (noch) nicht den Master in Mathematik zu und suche nach Alternativen. Meine Interessen sind Roboter-,Drohnenbauen und sowas ähnliches, aber auch Stochastische Methoden, Simulieren. Zurzeit suche ich mir eine Praktikumsstelle in einer Industrien, um erste praktische Erfahrung zu sammeln und Stand jetzt werde ich im nächsten Semester einen Maschienenbaustudium beginnen. Wie findet Ihr meinen Plan? Ist es eine gute Idee einen zweiten Bachelor zu beginnen oder sollte ich den Master in Mathe versuchen? Was könnt ihr mir noch vorschlagen? Danke für eure Antworten VG Elsker


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phiregen
Aktiv Letzter Besuch: im letzten Quartal
Dabei seit: 18.08.2010
Mitteilungen: 570
  Beitrag No.1, eingetragen 2016-08-05

Hallo, nun das hängt von dir selbst und einigen Faktoren ab. Wieso hast du 3.0? (Ich will keine Begründung nur sollst du dich das selbst fragen.) Hast du schlechte Noten in den Anfangsmodulen, bist aber später besser geworden oder war es konstant 3.0? Hättest du anders abgeschnitten, wenn du irgendwas gewusst hättest, was du heute weisst? Was war deine Motivation für das Studium? Und warum möchtest du den Master in Mathematik? Ich muss feststellen, dass dein Alter von 22 in Verbindung mit dem 6 Semester absolut normal, vielleicht unterdurchschnittlich alt ist. Zeit etwas machen was du definitiv willst, hast du also noch dicke :) Ein Mathestudium ist sicher eine gute Basis, um auch noch etwas anderes zu machen. Wenn dich Drohnenbau + Robos etc. ansprechen ist Maschienenbau sicher ganz gut. Es gibt aber auch Studiengänge in Luft und Raumfahrt und sogar in Robotik! Ich würde jetzt drei Dinge tun 1. Nimm dir Zeit, um dich über Studiengänge, auch an anderen Unis, zu informieren und ob du wirklich Maschienenbau, was anderes oder Mathe willst (nach der Analyse wieso deine Note so ist, wie sie ist.) 2. Parallel würde ich mich, wie du auch, auf Praktika bewerben. Bei vielen Unternehmen kommt es gut an, wenn man noch im Studium ist. Als Nicht-Student sind Praktika bei einigen Unternehmen schwer zu bekommen. Das könnte tatsächlich der Vorteil eines Masterstudiums sein. Nämlich an Praktika zu kommen. Allerdings sind Praktika eher bei BWL/WVLern und Informatikern ein Thema. Als Mathematiker, wissen einige Unternehmen nicht, was sie mit dir sollen. 3. Du bist Bachelor in Mathematik! Du kannst dich auch am Arbeitsmarkt bewerben. Auch wenn du vielleicht noch gar nicht ins Berufsleben einstiegen willst, nutze die Möglichkeit, um schonmal Bewerbungserfahrung zu sammeln. Das Wort klingt komisch, aber du kannst sicher sein, dass auch der Bewerbungsprozess inklusive Gespräche, falls sie zu Stande kommen, interessante Erfahrungen sind.


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Berufspenner
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Mitteilungen: 3293
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  Beitrag No.2, eingetragen 2016-08-05

Moin und willkommen im Forum Aus der Ferne bei nur sehr eingeschränkten Informationen ist es natürlich schwer bis unmöglich irgendwelche Ratschläge zu geben. Egal, wie dein weiterer universitärer Werdegang aussehen könnte, solltest du dich hinterfragen, woran es in deinem Erststudium gehapert hat? War es vielleicht doch einfach nicht dein Fach oder du hast dir etwas ganz anderes vorgestellt? Dann wäre ein Fachwächsel oder ein Studienabbruch zu einem früheren Zeitpunkt ratsam gewesen. Lag es an deiner Arbeitsweise? Wenn ja, wie kannst du sie verbessern? Fakt ist einfach, dass Arbeitgeber erst einmal auf die Noten schauen, bevor sie dich besser kennenlernen wollen. Das heißt nicht, dass du mit einem 3,0 Bachelor in Mathe keinen Job bekommst oder du dich mit einem 1,0 Abschluss vor Angeboten nicht retten kannst. (Sehr) Gute Noten und damit ein (sehr) guter Abschluss machen einem das Leben aber leichter und eröffnen einem vielleicht sogar ganz andere Chancen. Die nächste Frage ist, warum du glaubst, dass Maschienenbau das richtige für dich ist? Willst du Roboter konstruieren? Dann wäre es das sicherlich. Willst du Roboter darüber hinaus auch oder ausschließlich programmieren und dich eher auf dieser eher elektronischen Seite bewegen, dann wäre eher ein Studium der Elektrotechnik (habe ich selber studiert) oder der technischen Informatik was für dich. Auf der anderen Seite bist du erst 22 und wenn du dich jetzt zu sehr auf eine sehr spezielle Banche fixierst, kann dann auch wieder Probleme mit sich bringen. Zusammengefasst solltest du dir also erst einmal ein paar Gedanken darüber machen, warum du die Dinge bisher getan hast und warum du sie auf diese Weise getan hast. Wenn du auf diese Fragen ehrliche Antworten gefunden hast, dann macht es glaube ich mehr Sinn über alle weiteren Fragen nachzudenken. Wichtig ist dabei ehrlich zu dir zu sein. Studieren und all das tust du in erster Linie für dich. Du willst mit den gelernten Dingen in irgendeiner Weise dein Leben bestreiten und da hilt es wenig weiter, wenn man sich ganz am Anfang selber belogen hat. [Die Antwort wurde vor Beitrag No.1 begonnen.]


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Elsker1243
Neu Letzter Besuch: vor mehr als 3 Monaten
Dabei seit: 04.08.2016
Mitteilungen: 4
  Beitrag No.3, vom Themenstarter, eingetragen 2016-08-11

Hallo, viele Dank für eure Antworten! Ich habe meine SItuation nun überdacht und werde höchstwahrscheinlich einen Maschienenbaustudium beginnen. Mein Mathematikstudium war sehr planlos. Insbesondere am Anfang, ich wusst nicht wie ich an die Vorlesung und die Hausasufgaben ran gehen soll und habe mir auch keine Hilfe gesucht und versucht alles alleine zu machen. Außerdem wusste ich nach der Schule nicht, wo ich in 10 Jahren sein möchte. Also alles sehr planlos. Im laufe des Studium, so ab dem 4. Semester hat sich aber vieles geändert und die Noten wurden auch besser, insbesondere im Bereich der Stochastik, wo ich immer Noten im Bereich 1-2 erhielt. Den Master in Mathematik möchte ich machen, weil ich mir selbst beweisen möchte, dass ich nicht so schlecht in MAthe bin. Die Wahrscheinlichkeitstheorie hat mir immer Spaß gemacht, kann ich aber nur in 1/3 der Module wählen. Außerdem habe ich ANgst, dass der Bachelor in Mathematik am Ende nichts Wert ist und die viel investierte Zeit von 3 Jahren umsonst war. Ich habe mich im Studium schon versucht für Praktika zu bewerben (an 20 PraktikaStellen), und habe immer eine Absage erhalten. Dann wird es wahrscheinlcih schwieriger bei der Arbeitssuche. Ich möchte Maschienenbau studieren, weil meine jetzigen Interessen in diese Richtung gehen. Wie gesagt, ich interessiere mich sehr für Drohenbau und präferiere das Konstruieren. Energiegewinnung durch die Natur fände ich auch ineressant.


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Folgende Antworten hat der Fragesteller vermutlich noch nicht gesehen.
emmi82
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Dabei seit: 06.05.2013
Mitteilungen: 459
  Beitrag No.4, eingetragen 2016-08-12

Hi, wenn ich da lese, Robotik, Drohnenbau, Konstruktion und dass du Spaß an Stochastik bzw. Wahrscheinlichkeitstheorie hast: Dazu könnten auch Themen wie maschinelles Lernen, Computer Vision, automatisiertes Fahren passen. emmi


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