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Universität/Hochschule Vorbereitung auf Klausur
wuerfel
Neu Letzter Besuch: vor mehr als 3 Monaten
Dabei seit: 17.06.2017
Mitteilungen: 2
  Themenstart: 2017-06-17

Hallo, ich studiere im ersten Semester Mathematik und schreibe in genau 6 Wochen meine erste Klausur in Mathematik. Vor 2 Wochen habe ich eine unbenotete Zwischenklausur in Analysis geschrieben und vor 1 Woche eine unbenotete Zwischenklausur in Lineare Algebra. Beide Klausuren sind eher nicht so gut ausgefallen, finde ich. Analysis hätte ich mit einer 3,0 bestanden. Hätte ich einen Punkt mehr gehabt, hätte ich eine 2,7 bekommen. Lineare Algebra hätte ich mit einer 4,0 bestanden. Mit den Ergebnissen bin ich nicht wirklich zufrieden. Leider weiß ich nicht wie ich auf eine Mathematik-Klausur an der Uni lernen soll. Bei der Vorbereitung auf die Zwischenklausuren habe ich mir das Skript noch einmal durchgelesen, ein paar kürzere Beweise von dort selbst gemacht (z.B. Beweise zu Cauchy-Folgen oder linearen Abbildungen), die Übungsblätter und Aufgaben, die uns im Tutorium gestellt wurden, wiederholt. Allerdings scheint das nichts gebracht zu haben. Ich hatte während und nach der Klausur nicht das Gefühl, dass meine Vorbereitung ihren Zweck erfüllt hat. Das Ergebnis spricht auch nicht unbedingt dafür, schätze ich. Wie sollte man sich auf eine Klausur vorbereiten? MfG


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ochen
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Dabei seit: 09.03.2015
Mitteilungen: 3421
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  Beitrag No.1, eingetragen 2017-06-17

Hallo, gut ist es, wenn du dir Klausuren anguckst, die davor geschrieben wurden. Daran kannst du dich vermutlich orientieren, wie deine zukünftige Klausur aussehen wird. Ansonsten ist deine Vorbereitung schon ok. Du solltest also das Skript gelesen haben und kürzere Beweise selbst machen können. Bei den längeren Beweisen ist wichtig die Beweisidee zu verstehen. Übungsblätter zu wiederholen ist auch gut. Weißt du denn woran es gelegen hat, dass die Note nicht deinen Ansprüchen entspricht? Wenn dir beispielsweise das Rechnen schwer fällt, solltest du das vor allem üben. Liebe Grüße


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wuerfel
Neu Letzter Besuch: vor mehr als 3 Monaten
Dabei seit: 17.06.2017
Mitteilungen: 2
  Beitrag No.2, vom Themenstarter, eingetragen 2017-06-17

Ich habe die korrigierten Klausuren noch nicht zurückbekommen, kann also nichts genaues dazu sagen. Allerdings hatte ich während den Klausuren Probleme mit der Zeit. Das heißt, ich bin vor allem in lineare Algebra nicht ganz fertig geworden und hatte Schwierigkeiten dabei meine Lösungen sauber aufzuschreiben. In lineare Algebra habe ich vermutlich auch für die Rechenaufgaben zu lange gebraucht, weil ich mich bisher hauptsächlich darauf konzentriert habe das Beweisen zu üben. Wahrscheinlich habe ich auch einfach zu wenig darauf gelernt, weil ich noch nicht so ganz meinen "Lernrhythmus" gefunden habe, aber das wird besser. Danke. Der Tipp mit den Klausuren hört sich gut an. Was könnte noch hilfreich sein? Also außer alte Klausuren anschauen, das Skript verstehen, kürzere Beweise selbst machen, die Ideen hinter längeren Beweisen nachzuvollziehen und Übungsaufgaben wiederholen...


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phiregen
Aktiv Letzter Besuch: im letzten Quartal
Dabei seit: 18.08.2010
Mitteilungen: 570
  Beitrag No.3, eingetragen 2017-06-18

Hi, alte Klausuren sind ggf. gefährlich, falls man glaubt, dass die neue Klausur dann genau so werden müsste. Ich habe was anderes gemacht: Ich habe von allen Unis die ich finden konnte die Klausuren zu meiner Vorlesung durchgeackert. Und selbst wenn du keine Lösung findest, du lernt so auch eine Menge. Z.b bei Aufgaben wie:" Zeigen sie xy ist ein Endomorphismus aber kein Automorphismus.", dann hast nämlich ein solches Beispiel wenigstens mal gesehen und du bist gezwungen, wenn du das lösen möchtest, die Aufgabe zu verstehen. Die Übungsaufgaben durchackern ist meiner Ansicht nach das Minimum an Vorbereitung. Danach geht es erst richtig zur Sache. Oft empfehlen die Profs auch Bücher. Schaue da auf jeden Fall mal nach. Da stehen auch Übungsaufgaben drinne und zu vergleichen wie verschiedene Autoren ein Buch aufbauen (Bosch vs. Jantzen & Schwermer z.B.) hilft auch um den Stoff besser zu strukturieren. Das ist viel Holz fürs erste Semester und du solltest gucken, dass du das Pflichtprogramm erfüllst und dich dann nach den Klausuren auf Jeden Fall so tief wie möglich noch oben genannten Grundsätzen einarbeiten, als Vorbereitung für das nächste Semester und das ganze Studium. Zu guter Letzt zieh dir das rein, was da unter Übungsmodul steht, wenn man unter 50% der Punkte hat. Na das ist doch mal ne Vorbereitung :) http://www.mathematik.uni-muenchen.de/~semenov/lehre/wise16/la1.html


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PrinzessinEinhorn
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Mitteilungen: 2625
  Beitrag No.4, eingetragen 2017-06-18

Hallo, vielleicht ist es auch ratsam, wenn du dich erst einmal nur auf eine Klausur konzentrierst. Du hast ja normalerweise die Möglichkeit dich von einer Klausur abzumelden und dann die Nachklausur zu schreiben. Du hättest also einen Großteil der Semesterferien zur Verfügung, um dich explizit auf eine Klausur vorzubereiten. Dadurch entsteht auch ein nicht so großer Stress.


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Tobi_7C4
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Dabei seit: 31.03.2011
Mitteilungen: 287
Wohnort: Bayern
  Beitrag No.5, eingetragen 2017-06-23

Hallo, je nach Dozent können die Nachholklausuren aber auch schwerer sein als der erste Termin (weil vom ersten Termin der Aufbau schon bekannt und mehr Zeit zum Lernen da ist). Gruss


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Folgende Antworten hat der Fragesteller vermutlich noch nicht gesehen.
Akira_L
Ehemals Aktiv Letzter Besuch: vor mehr als 3 Monaten
Dabei seit: 27.02.2016
Mitteilungen: 61
  Beitrag No.6, eingetragen 2017-07-04

Hi, erstmal ist es eher unüblich, dass man in Mathematik direkt im ersten Semester gute Noten in den Klausuren schreibt. Von daher solltest du nicht allzu deprimiert wegen deiner Leistung sein. Es sind sicher auch viele Leute durchgefallen. Du hast aber wohl einen gewissen Anspruch, das kann ich gut nachvollziehen, den habe ich meist auch. Mein Tipp wäre es, mal nachzuschauen, ob es an deiner Uni Altklausuren gibt. Falls der Dozent keine zur Klausurvorbereitung zur Verfügung stellt, würde ich Studenten höherer Semester fragen oder in der Fachschaft mal nachhaken, wo man welche findet. Ich finde, dass es für Klausuren das wichtigste ist, so viele klausurähnliche Aufgaben wie möglich zu üben (klappt bei mir z.B. ziemlich gut): alte Übungszettel durcharbeiten, Altklausuren nachrechnen und wenn diese einmal durch sind, neue Klausuren und Aufgaben im Internet zusammensuchen und weiterrechnen (natürlich muss man hier darauf aufpassen, dass der Stoff auch relevant für die eigene Vorlesung ist). Jeder ist in der Klausur unter Zeitdruck. Um dich daran zu gewöhnen, würde ich dir beim Durchrechnen von Klausuren empfehlen, die Zeit zu stoppen, je nach dem für wie lange die Klausur ausgelegt ist. In Klausuren werden oft auch ein paar Standardaufgabentypen abgefragt, die man zum Abwinken üben kann. Für Ana 1 etwa: Kurvendiskussion, Konvergenzradien bestimmen, Grenzwerte bestimmen, Differenzieren (Integrieren), vollständige Induktion, Unendliche Reihen auf Konvergenz überprüfen, Partialbruchzerlegung, Zwischenwertsatz anwenden,... Lina 1: Gram-Schmidt-Verfahren, Basiswechsel, LGS lösen, Gaußalgorithmus,(erweiterter) euklidischer Algorithmus, usw. Wenn man den Standardkram ordentlich drauf hat, kann man sich viel Zeit in der Klausur ersparen, um sich später über die schwierigeren Beweissachen mehr Gedanken machen zu können. Wie war denn das Verhältnis zwischen Rechnen und Beweisen in deinen Klausuren? Bei mir war Lina 1 eher algorithmischer Natur. LG


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