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Physik » Astronomie & Astrophysik » Selfmade Astrofotografie
Thema eröffnet 2020-07-14 17:40 von Tobi1002
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Universität/Hochschule Selfmade Astrofotografie
Tobi1002
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  Beitrag No.40, vom Themenstarter, eingetragen 2022-09-19

Jau, die Perfektion kriegt einen immer wieder. Da muss man sich dann selbst mal zurückhalten und das Ergebnis als Ganzes betrachten, bevor man sich an irgendeinem Detail aufhängt. 😁 Woran ich aktuell auch recht viel Spaß habe sind offene Sternenhaufen innerhalb der Milchstraße. Es ist toll, so viele Sterne auf einem Bild zu haben und die verschiedenen Abstände anhand der Größen erkennen zu können. Zu sehen ist Messier 103 im Sternbild Cassiopeia. Aufnahmedaten: Canon EOS 700Da an 1200/254mm Newton auf EQ6 Synscan mit 400mm Leitrohr 31x120sek bei ISO800 http://www.efem-tobi.de/Dateien/5_PN_M103_220808_Sterne.jpg groß


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Slash
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  Beitrag No.41, eingetragen 2022-09-19

Du bist wahrhaft das JWST des MP, Tobi! Klasse Bilder! 😎


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Delastelle
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  Beitrag No.42, eingetragen 2022-09-19

Hallo, und Tobi - schon Außerirdische gefunden? :-) Mir gefallen die Bilder auch sehr gut. Viele Grüße Ronald


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Tobi1002
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  Beitrag No.43, vom Themenstarter, eingetragen 2022-11-27 19:37

Hallo zusammen, zu Beginn der Weihnachtszeit gibts mal wieder was neues von mir. Die klaren (wirklich klaren, dunstfreien) Nächte sind momentan rar. Deshalb lohnt es sich meistens nicht, mit dem großen Newton die ganze Nacht draußen zu verbringen. Glücklicherweise habe ich ja noch den Schmidt-Cassegrain von unserem Gonz bei mir rumliegen und bereit für seinen Einsatz. Denn: Wer aktuell abends in Richtung Osten in den Himmel blickt, wird sicherlich einen orangenen "Stern" sehen, bei dem es sich um unseren Nachbarn Mars handelt. Der Mars steht kurz vor seiner Opposion (in einer Linie mit Sonne und Erde), weshalb er aktuell besonders groß und hell erscheint. Die Distanz zum Mars bei Opposition nimmt bis 2026 weiter ab, weshalb ich mir diese Chance nicht entgehen lassen wollte. Meine Versuche der letzten Jahre beschränkten sich alle auf meine Spiegelreflexkamera. Durch Zufall bin ich vor ein paar Monaten auf alte Aufnahmen mit meiner Planetenkamera aus dem Jahr 2020 gestoßen, die ich eigentlich schon längst abgeschrieben hatte. Mir erschien die Auflösung der Kamera eigentlich zu gering, um ordentliche Bilder zu bekommen. Ich nutze sie eigentlich nur zum Nachführen, hätte sie aber viel früher auch für Planeten einsetzen sollen. Einmal fix verarbeitet bat sich folgendes Bild: http://efem-tobi.de/Dateien/Mars_201103_1.jpg Groß Ich war komplett hin und weg, solch ein Ergebis habe ich mit meiner DSLR nie hinbekommen. Also? Ran an die Planeten! Zuerst den Star der Show: Mars. Ziel war es, wie auf dem ersten Bild bereits zu erkennen, die Polkappen sichtbar zu machen. Dieses Jahr ist die nördliche Polkappe besonders ausgeprägt zu sehen: http://www.efem-tobi.de/Dateien/Mars_221125_2.jpg Groß Das Rauschen nehm ich einfach mal so hin, aber es sind tolle Strukturen erkennbar. Interessant ist auch der helle Bereich links unten, der größte Krater des Mars, Hellas Panitia. Bereits im Oktober habe ich mich dann auch schon mit Jupiter und Saturn auseinandergesetzt. Die beiden sind zwar größer, aber nicht unbedingt einfacher zu fotografieren, da sie näher am Horizont stehen: http://www.efem-tobi.de/Dateien/Jupiter_221002.jpg groß http://www.efem-tobi.de/Dateien/Saturn_221006.jpg groß Jetzt können erstmal wieder die Sterne funkeln, als nächstes steht der gute alte Orion auf dem Programm 😁 Daten zur Optik: ZWO ASI 120MC-S Color Meade Schmidt-Cassegrain 2000mm / F10 Verlängert mittels Barlow-Linse auf 4000mm (Saturn: 8000mm) Skywatcher EQ6-Synscan (Die hoffentlich die Überlastung mit falschem Kontergewicht unbeschadet überstanden hat) Aufgenommen im ASI-Studio, Verrechnet in Registax!6, nachbearbeitet in PS. Viele Grüße und einen schönen ersten Advent 🙂 Tobi


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PhysikRabe
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  Beitrag No.44, eingetragen 2022-11-27 20:15

Hi Tobi, wie immer sehr schöne Fotos, die Ergebnisse sind wirklich beeindruckend für dein Equipment! Vielen Dank! Welcher Mond hat sich zu Jupiter ins Bild gedrängt? Ist das Io? Grüße, PhysikRabe


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Tobi1002
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  Beitrag No.45, vom Themenstarter, eingetragen 2022-11-27 20:32

Hallo und vielen Dank PhysikRabe 🙂 Den Mond habe ich tatsächlich vergessen zu erwähnen. Das ist tatsächlich Io, der einige Stunden später seinen Schatten auf Jupiter geworfen hat.


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PhysikRabe
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  Beitrag No.46, eingetragen 2022-11-27 20:47

\quoteon(2022-11-27 20:32 - Tobi1002 in Beitrag No. 45) Das ist tatsächlich Io, der einige Stunden später seinen Schatten auf Jupiter geworfen hat. \quoteoff Sehr schön! Basierend auf der relativen Distanz war ich mir praktisch sicher, dass das Io ist. Du könntest ja von nun an jeden Adventsonntag eine Auswahl deiner Fotos vorstellen, das wär doch was 😄 Grüße, PhysikRabe


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MontyPythagoras
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  Beitrag No.47, eingetragen 2022-11-27 21:12

Hallo Tobi, wie immer erstklassige Arbeit! Ich wünschte, ich würde die Zeit finden, mich auch mal wieder astronomisch zu betätigen. Ich fürchte, ich muss erst einmal die Kollimation an meinem SCT einstellen... An Deinem Jupiterbild ist mir die atmosphärische Dispersion und der verhältnismäßig helle Hintergrund aufgefallen: Ich habe mir erlaubt, ein RGB Alignment durchzuführen und die Helligketi abzusenken: Das hat den Kontrast noch einmal ein bisschen verbessert, glaube ich. 🙂 Ciao, Thomas [Die Antwort wurde nach Beitrag No.43 begonnen.]


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Tobi1002
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  Beitrag No.48, vom Themenstarter, eingetragen 2022-11-27 21:18

Das wäre tatsächlich mal eine Idee @PhysikRabe. Mal schauen, ob ich was zusammengekramt bekomme ;) @Thomas, danke für die Überarbeitung! Ja, das RGB-Align hatte ich erst später entdeckt, das macht immer wieder gut was her. Warum der Kontrast so schlecht war, kann ich selbst garnicht mehr beurteilen. Ich tu mich mit der Bearbeitung aber leider immernoch schwer. Besonders das starke Rauschen beim Mars habe ich kaum entfernt bekommen, ohne dass die Strukturen drunter leiden.


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MontyPythagoras
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  Beitrag No.49, eingetragen 2022-11-27 22:20

Hallo Tobi, ich habe einen recht einfachen Tipp, um die Wirkung Deiner Bilder noch ein bisschen zu verbessern. Ich zeige es mal an einem Bild von Dir: https://up.picr.de/38416246gr.jpg Man sieht hier schön, dass der Himmel "leuchtet". Ich weiß nicht, ob es an der Fotonachbearbeitung liegt oder ob es der Lichtsmog ist. Nachfolgende ein Bild, welches ich mit zwei einfachen Maßnahmen mithilfe von Irfanview nachbearbeitet habe: https://matheplanet.de/matheplanet/nuke/html/uploads/b/39826_M42.png Im ersten Schritt habe ich einfach den roten, blauen und grünen Kanal jeweils um 25 abgesenkt (8 bit absolut). Danach habe ich den Helligkeitsverlust durch ein höheres Gamma von 1,25 wieder ausgeglichen, wodurch die Farben stärker leuchten, aber der Himmel schön schwarz bleibt. Ich bin mit dem RGB Align in Registax nicht so wirklich zufrieden, da es das Rot- und Grünbild nur um ganze Pixel verschiebt. Ich schreibe gerade (mit größeren zeitlichen Abständen) an einem Python-Programm, welches das besser machen soll, indem ich zuvor noch versuche, ein Gelb- und ein Cyanbild zu rekonstruieren (was natürlich nie perfekt funktioniert, weil die Informationen einfach fehlen), und dann eine Verschiebung von vier (rot, gelb, cyan und blau) statt von zwei Layern (rot und blau) im Subpixelbereich durchführt. Ich denke, dass ich spätestens im Frühjahr damit fertig bin. 2027. 🤔 Ciao, Thomas


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Tobi1002
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  Beitrag No.50, vom Themenstarter, eingetragen 2022-11-28 22:14

Moin Thomas, da hast Du Dir aber auch das älteste Bild von mir rausgesucht 😁 Trotzdem natürlich danke für Deine Tipps! Ja, der Hintergrund ist oft das Problem. Oftmals verliere ich durch das zu tiefe Absenken der Kurven zu viel schwache Anteile vom Objekt. Deshalb gehe ich da zunehmend mit Vorsicht ran. Klappen tuts dann aber doch recht oft gut. Das mit dem Tool für RGB-Align klingt klasse! Im Subpixel-Bereich ists wirklich interessant, mal schauen, was Du da so rausbekommst 😃


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MontyPythagoras
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  Beitrag No.51, eingetragen 2022-11-29 17:23

Hallo Tobi, nun ja, warten wir es ab, es wird noch dauern. Hier erste Ergebnisse: https://matheplanet.de/matheplanet/nuke/html/uploads/b/39826_RGBalign_max_1.png https://matheplanet.de/matheplanet/nuke/html/uploads/b/39826_RGBalign_max_0.5.png Ich habe hier eine Abbildung mit künstlicher Dispersion erzeugt (linke Spalte), wo blau vom Schwerpunkt her um zwei Pixel nach unten und rot um zwei Pixel nach oben verschoben wurde. In der Mitte ist das RGB-Align, wie es z.B. von Registax gemacht würde. Die mittlere Spalte ergibt sich also, wenn man blau um zwei Pixel nach oben und rot um zwei Pixel nach unten schiebt. Ganz rechts ist meine Version. Ich erzeuge zunächst noch ein Gelb- und ein Cyanbild, was natürlich auf bestimmten Annahmen beruht. Dann verschiebe ich blau und rot um jeweils zwei Pixel, cyan und gelb um jeweils einen und setze es dann wieder zu RGB zusammen. Beim oberen Bild ist die Farbe in der Mitte weiß (255, 255,255), beim unteren Bild jeweils "halb so hell", also (128, 128, 128). Bei voller Helligkeit bekommt man mit meiner Methode schon einen besseren Kontrast und weniger Farbartefakt. Bei geringerer Helligkeit entstehen auch bei mir noch leichte Farbartefakte, aber ich denke, am realen Bild werden die geringer sein. Das sind nun sehr große Pixel. Betrachtet man es aus der Distanz, scheint mir zumindest, dass ganz rechts der Kontrast besser ist. Eine Verschiebung um nicht-ganzzahlige Pixel funktioniert bereits, ist aber in dieser Testphase mit einer künstlichen Dispersion noch zweitrangig. Als nächstes will ich es an einem echten Bild testen, wobei ich das Bild zunächst so rotieren werde, dass es eine einfache Verschiebung in vertikale Richtung darstellt. Darüber hinaus werde ich die einzelnen relativen Distanzen der Verschiebung noch flexibel machen (müssen). Oben wurden die Bilder um ganze Pixel verschoben, rot und blau gleich weit und gelb und cyan die Hälfte davon. Tatsächlich ist es aber so, dass die Farbtöne rot (r), gelb (y), grün (g), cyan (c) und blau (b) einer unterschiedlich starken Dispersion unterliegen. Obige Farbtöne entsprechen etwa 645nm, 580nm, 510nm, 490nm und 440nm. Setzt man die Verschiebung blau gegenüber grün zu +1, dann sind die relativen Verschiebungen für r=-1,06, y=-0.64, g=0, c=+0.24, b=+1. Ab hier wird es tricky, denn es kommt dann auf den Weißabgleich an, wie empfindlich die Sensoren der Kamera auf welche Wellenlänge reagieren etc.. Das ist am Ende vielleicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen, denn die echten Wellenlängen, die auf den Sensor gefallen sind, kann man sowieso nicht mehr rekonstruieren. Es wird aber darauf hinauslaufen, dass ich damit an echten Bildern experimentieren und dann mit einzelnen Faktoren herumspielen muss, um subjektiv das beste Bild zu erzeugen. Viel zu tun... (... oder einen ADC zu Weihnachten wünschen.) Ciao, Thomas


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