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Kein bestimmter Bereich Gender Gap
Tetris
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  Themenstart: 2021-04-29

Ein paar Gender-Betrachtungen zur Mathematik: hier nicht klicken Kommentare mit Gedanken dazu sind willkommen. Lg, T.


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Diophant
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  Beitrag No.1, eingetragen 2021-04-29

Hallo Tetris, ich habe versucht, es anzuschauen. Nachdem sich rasch erste Anzeichen von physischen Schmerzen (im Kopf) eingestellt hatten, habe ich es bleiben lassen. Naja, der SWR ist innerhalb der ARD-Familie schon ein Fall für sich (spätestens seit der Fusion der beiden ehemaligen Sender SDR und SWF). Und da läuft es an einigen Stellen schon länger nach dem guten alten Motto: "Niveau ist, was sich senken lässt"... Gruß, Diophant


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Tetris
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  Beitrag No.2, vom Themenstarter, eingetragen 2021-04-29

Na ja, habe ich nur geschrieben, um den etwas nervigen Titel zu neutralisieren. Den Beitrag selbst finde ich durchaus interessant und nachdenkenswert. Lg, T.


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Diophant
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  Beitrag No.3, eingetragen 2021-04-29

@Tetris: Vielleicht schaue ich es mir morgen mal komplett an. Bitte nicht falsch verstehen: das Thema finde ich auch wichtig, aber (ich komme ja aus dem Einzugsgebiet des fraglichen Senders): der Stil dieser Reihe odysso ist nicht so mein Ding. Gruß, Diophant


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Red_
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  Beitrag No.4, eingetragen 2021-04-29

Irre ich mich, oder kann die Gleichheit in ganzen Zahlen bei Minute 4:07 ungefähr nicht stimmen (102 ist nicht durch 9 teilbar).


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Ex_Senior
  Beitrag No.5, eingetragen 2021-04-29

Ich habe länger durchgehalten. Dann wurde der/die Brechreiz*in so groß, dass ich aufgeben musste. Die auftretende Frau Mischau ist nach dem Netz Soziolog*in, Theolog*in und Kriminolog*in und hat eine Professur*in in Mathematik*in und Informatik*in. So jetzt habe ich viele Stern*inchen geschrieben, und weiß, dass man mit Laber*in viel erreichen kann. Und jetzt ernst: Es werden angeblich vorhandene Probleme konstruiert, die man dann mit dummen Gequatsche aus der Welt schaffen will. Es k.... mich an, dass solche Leute mit diesem Stuss ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Und der ÖR macht mit. Für mich wieder eine Bestätigung, warum ich seit Jahren den ÖR meide, wie der Teufel das Weihwasser. In meinem LK Mathe 12 (am Dienstag ist schriftliche Abiturprüfung) haben die jungen Damen in der 12/2 einen Punktdurchschnitt von 13,3, die Herren von "nur" 12,1. Wenn alles gut geht, schreiben meine "Mädels" alle eine Note 1. Wenn ich im Unterricht, aus Spaß, mal "gegendert" habe, sind die Damen immer explodiert, da sie solchen Mist nicht wollen. Ist ja auch logisch, denn sie sind intelligent. Deren Studienwünsche sind im Moment u.a. Physik, Architektur, Biophysik, Medizin, Informatik. Nun gut, eine will Theologie studieren. Warum nicht, auch dort sollte es gute Leute geben. [Die Antwort wurde vor Beitrag No.2 begonnen.]


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Red_
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  Beitrag No.6, eingetragen 2021-04-29

Anina Mischau, Mathematikerin. Eine Google-Recherche hat mir was anderes gezeigt.


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nzimme10
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  Beitrag No.7, eingetragen 2021-04-30

Habe es stolze 5 Sekunden geschafft😁


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Ex_Senior
  Beitrag No.8, eingetragen 2021-04-30

\quoteon(2021-04-29 23:03 - Red_ in Beitrag No. 6) Anina Mischau, Mathematikerin. Eine Google-Recherche hat mir was anderes gezeigt. \quoteoff siehe http://www.stiftung-frauenforschung.de/index.php/die-stiftung/struktur-und-team


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AnnaKath
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  Beitrag No.9, eingetragen 2021-04-30

<-- meine Provokation muss nicht für die Ewigkeit hier stehen bleiben. -->


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Kitaktus
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  Beitrag No.10, eingetragen 2021-04-30

\quoteon(2021-04-29 22:02 - Diophant in Beitrag No. 1) ich habe versucht, es anzuschauen. Nachdem sich rasch erste Anzeichen von physischen Schmerzen (im Kopf) eingestellt hatten, habe ich es bleiben lassen. \quoteoff \quoteon(2021-04-29 22:52 - stpolster in Beitrag No. 5) Ich habe länger durchgehalten. Dann wurde der/die Brechreiz*in so groß, dass ich aufgeben musste. \quoteoff Migräne? Was falsches gegessen? Allergische Reaktion auf Frauen? Verzweiflung ob der Ungerechtigkeit der Welt? Ich verstehe es gerade nicht. Was ist Euer Problem? \quoteon(2021-04-29 23:03 - Red_ in Beitrag No. 6) Anina Mischau, Mathematikerin. Eine Google-Recherche hat mir was anderes gezeigt. \quoteoff Frau Mischau ist Professorin an einem mathematischen Institut. Ob sie eine "Mathematikerin" ist, ist eine definitorische Frage. Soweit ich das sehen kann, ist das nicht ihre Eigenbezeichnung. Mein Arbeitgeber bezeichnet mich auch als "Ingenieur", obwohl ich nie Ingenieurswissenschaften studiert habe. Darüber hinaus: Welche Relevanz hat das für die Bewertung dieses Beitrags? Frau Mischau tritt gar nicht als "Expertin für Mathematik" auf. \quoteon(2021-04-29 22:52 - stpolster in Beitrag No. 5) Die auftretende Frau Mischau ist nach dem Netz Soziolog*in, Theolog*in und Kriminolog*in und hat eine Professur*in in Mathematik*in und Informatik*in. So jetzt habe ich viele Stern*inchen geschrieben, und weiß, dass man mit Laber*in viel erreichen kann. \quoteoff Selektive Wahrnehmung an sich ist ja schon ein Problem, aber wenn man Dinge "wahr"nimmt, die gar nicht vorhanden sind, dann wird es bedenklich. Auf der von Dir verlinkten Seite wird Frau Michau beschrieben als "Dr. Anina Mischau (Soziologin, Theologin, Kriminologin), Professorin im Fachbereich Mathematik und Informatik". Kein einziger Stern?! Wenn ich mir das Video anschaue, entdecke ich auch keine besonders "gegenderte" Sprechweise bei Frau Michau. Woher also Dein Reflex? Weil in dem ganzen Beitrag ungefähr eine von zwanzig Personen gendert und zwar im Wesentlichen als Stilmittel bei der Wiedergabe von geschriebenen Texten, die sich explizit mit geschlechtsspezifischen Stereotypen beschäftigen. \quoteon(2021-04-29 22:52 - stpolster in Beitrag No. 5) In meinem LK Mathe 12 (am Dienstag ist schriftliche Abiturprüfung) haben die jungen Damen in der 12/2 einen Punktdurchschnitt von 13,3, die Herren von "nur" 12,1. Wenn alles gut geht, schreiben meine "Mädels" alle eine Note 1. \quoteoff Damit bestätigst Du anekdotisch die These des Beitrags. Es gibt keine guten Gründe anzunehmen, Frauen hätten eine gentische Disposition, die ihnen den intellektuellen Zugang zur Mathematik im Vergleich zu Männern prinzipiell erschweren würden. Oder vereinfacht ausgedrückt "Frauen sind auch nicht dümmer als Männer". Wenn man trotzdem feststellt, dass sie im Bereich der Mathematik unterrepräsentiert sind und bei der Überprüfung ihres Wissens und Könnens schlechter abschneiden, dann kann man sich fragen woran das liegt. Dieser Frage muss nicht jeder in Vollzeit nachgehen, aber dass es tatsächlich jemanden gibt, der das macht, halte ich nicht für skandalös. Bei diesen Untersuchungen kann man dann herausfinden, ob es sozio-kulturelle Hürden gibt, die man abbauen sollte. Daraus lassen sich Handlungsempfehlungen ableiten und Umsetzungskonzepte entwickeln, dann überprüft man, ob die Konzepte etwas bringen und verbessert sie: Plane-Handle-Überprüfe-Reagiere so wie man das überall sonst auch macht. Es gibt Verkehrsplaner, die untersuchen, ob schlecht getaktete Ampeln den Verkehrsfluss behindern (Oh mein Gott, "Car-studies"!) und was man dagegen tun könnte, warum soll man da nicht untersuchen, ob die Reproduktion von Stereotypen den Bildungsfluss behindern. @stpolster: Ist Dir eigentlich klar, dass die Erfahrungen sowohl hinsichtlich der Förderung der Mathematik, als auch der Emanzipation von Frauen, die Du in Deinem Umfeld machen kannst, _nicht_ repräsentativ für Deutschland sind. Da kann sich der Rest des Landes von Sachsen & Co. durchaus eine Scheibe abschneiden(*). Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du dagegen etwas hast. (*) Es ist ein Segen, aber auch ein Fluch. Gerade die mathematisch-naturwissenschaftliche "Aufgeschlossenheit" ostdeutscher Männer und mehr noch Frauen, ist ein Motor der Abwanderungswellen der "gut ausgebildeten" seit den Neunzigern gewesen. EDIT: Nach der Löschung von Beitrag #9 möchte ich auch meine Replik dazu entfernen.


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Diophant
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  Beitrag No.11, eingetragen 2021-04-30

@Kitaktus: \quoteon(2021-04-30 11:21 - Kitaktus in Beitrag No. 10) \quoteon(2021-04-29 22:02 - Diophant in Beitrag No. 1) ich habe versucht, es anzuschauen. Nachdem sich rasch erste Anzeichen von physischen Schmerzen (im Kopf) eingestellt hatten, habe ich es bleiben lassen. \quoteoff Migräne?... Allergische Reaktion auf Frauen?... \quoteoff Weder das eine noch das andere (ich hatte ja auch extra noch einen Hinweis nachgeschoben, dass ich das Thema für wichtig erachte). Mir geht es um die wie üblich infantil-romantisierende Darstellung des Fachs, und um die Simplifizierung der gesamten Problematik. Am vernünftigsten kommen für mich noch die Lehrer*innen aus Köln rüber (ich bin aber jetzt erst bei Minute 20). Ich mag es nur ehrlich gesagt nicht so gerne, solche Dinge wie Frauenfeindlichkeit untergeschoben zu bekommen. Daher dieser Beitrag. Insbesondere stört mich das Gendern nicht. Dass es da auf sprachlicher Ebene Handlungsbedarf gibt, liegt auf der Hand. Dass die derzeitige Gepflogenheit mit dem Sternchen sprachlich gesehen verunglückt ist, der Meinung kann man IMO trotzdem sein (auf der anderen Seite weiß ich auch keine bessere Möglichkeit). Schön wäre es, wenn auf dem MP jede(r) das so halten kann wie sie/er es für richtig hält und nicht das Gendern oder das Unterlassen desselben jedesmal zu solchen Ausfällen wie in Beitrag #5 führt. Im Übrigen, um zum Video zurück zu kommen: das ist kein Problem allein der Mathematik, das gibt es in anderen Berufen auch. Dirigentinnen im Klassikbereich haben es bspw. nochmal deutlich schwerer als Mathematikerinnen. Gruß, Diophant


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Red_
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  Beitrag No.12, eingetragen 2021-04-30

\quoteon Darüber hinaus: Welche Relevanz hat das für die Bewertung dieses Beitrags? Frau Mischau tritt gar nicht als "Expertin für Mathematik" auf. \quoteoff Sie möchte uns aufzeigen wie man Mathematik lehren sollte. Das ist genug. PS: Ihr könnt euch auch ihre Veröffentlichungen ansehen. Das hat nichts mit Mathe an sich zu tun. Edit: ,,Dr. Anina Mischau (Soziologin, Theologin, Kriminologin), Professorin im Fachbereich Mathematik und Informatik, Gender und Diversity in der Lehre, Freie Universität, Berlin, Deutschland/Germany'' Warum steht bei allen anderen Professoren ein ,,Prof.'' vor dem Namen, aber bei Frau Dr. Mischau nicht?


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Diophant
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  Beitrag No.13, eingetragen 2021-04-30

@Red_: \quoteon(2021-04-30 12:01 - Red_ in Beitrag No. 12) \quoteon Darüber hinaus: Welche Relevanz hat das für die Bewertung dieses Beitrags? Frau Mischau tritt gar nicht als "Expertin für Mathematik" auf. \quoteoff Sie möchte uns aufzeigen wie man Mathematik lehren sollte. Das ist genug. \quoteoff Ja, und dabei ist sie die einzige in dem ganzen Video, die das Thema der Mathematikgeschichte als didaktisches Instrument ins Gespräch bringt. Für mich einer der wenigen positiven Aspekte in dem Video. Gruß, Diophant


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Kitaktus
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  Beitrag No.14, eingetragen 2021-04-30

\quoteon(2021-04-30 12:01 - Red_ in Beitrag No. 12) \quoteon Darüber hinaus: Welche Relevanz hat das für die Bewertung dieses Beitrags? Frau Mischau tritt gar nicht als "Expertin für Mathematik" auf. \quoteoff Sie möchte uns aufzeigen wie man Mathematik lehren sollte. Das ist genug. PS: Ihr könnt euch auch ihre Veröffentlichungen ansehen. Das hat nichts mit Mathe an sich zu tun. \quoteoff Worauf willst Du eigentlich hinaus? Um eine Studie darüber zu erstellen, welche Trainingsmethoden im Sport zu besonders guten Leistungsentwicklungen führen, muss ich kein Sportler sein und auch kein Trainer. Trotzdem könnte am Ende ein Ergebnis der Art: "Methode B scheint besser zu funktionieren als Methode A. Probiert das doch mal aus und wir bewerten die Resultate." dabei herauskommen. Tun wir das dann auch ab mit "Da möchte jemand den Trainern zeigen, wie man richtig trainiert!" \quoteon Edit: ,,Dr. Anina Mischau (Soziologin, Theologin, Kriminologin), Professorin im Fachbereich Mathematik und Informatik, Gender und Diversity in der Lehre, Freie Universität, Berlin, Deutschland/Germany'' Warum steht bei allen anderen Professoren ein ,,Prof.'' vor dem Namen, aber bei Frau Dr. Mischau nicht? \quoteoff Schwach ausgeprägte Eitelkeit? Eintragung in die Liste, als sie noch keine Professur inne hatte? Gedankenlosigkeit? Was spielt das für eine Rolle? Die FU Berlin führt sie als "Prof. Dr. Anina Mischau" (Quelle)


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Red_
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  Beitrag No.15, eingetragen 2021-04-30

Kitaktus du musst dich nicht angegriffen fühlen. Meine Feststellungen sind ohne jegliche Intention. Und: die besten Trainer waren mal selbst Sportler.


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Wally
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  Beitrag No.16, eingetragen 2021-04-30

Warum sollen Jungen nicht besser in Mathe sein? Sie sind selbstbestimmter, verantwortungsvoller und besser organisiert. Bei uns an der TU Dortmund beginnen etwa gleich viele männliche wie weibliche Studiernde das Mathe-Studium, aber es promovieren deutlich mehr männliche. Das liegt nicht daran, dass bei uns irgendwer den Frauen einredet, sie seien schlechter. Ich weiß aber auch keinen Grund. Es wäre interessant, wenn jemand mal an dieser Gruppe forschen würde. Vom Film habe ich etwa 20 Minuten gesehen, ich finde ihn schlecht. Mich würde das nicht motivieren. Viele Grüße Wally


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Kitaktus
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  Beitrag No.17, eingetragen 2021-04-30

Angegriffen fühle ich mich nicht. Ich verstehe nur nicht worauf die Fragen hinauslaufen sollen. Wenn man sich den Beitrag anschaut (oder selbst recherchiert) ist doch klar, dass Prof. Mischau soziologische Forschung im Bereich "Mathematik" betreibt. Um in der Analogie zu bleiben: Sie ist weder Sportler noch Trainer, sondern jemand der untersucht, welche Rahmenbedingungen sich positiv oder negativ auf die Leistung von Sportlern im Allgemeinen auswirken. Welche Trainingsmethoden bringen welche Leistungssteigerungen? Wie sollte das Training gestaltet sein, damit der Sportler auch langfristig dabei bleibt? Warum trainieren viele Sportler als Jugendliche sehr intensiv, führen das aber im Erwachsenenbereich nicht weiter? Wo treffen Sportler auf Vorurteile, weil sie irgendwelchen Stereotypen nicht entsprechen? Welche Auswirkung hat das auf die Leistung? Wie kann man negative Auswirkungen reduzieren? Welche Perspektiven müsste ein Verein bieten, um Sportler langfristig zu halten? Sicher, bei einigen dieser Fragen bringen Sportler und Trainer einiges an Erfahrung mit bei anderen nicht. Deshalb gibt es Leistungsdiagnostiker, Sportpsychologen, Sportberater, Experten für den Nachwuchsbereich oder langfristige Spielerentwicklung. Ob diese Leute als Sportler oder Trainer gut _wären_, spielt gar keine Rolle, weil das gar nicht ihre Funktion ist. [Die Antwort wurde nach Beitrag No.15 begonnen.]


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Ixx
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  Beitrag No.18, eingetragen 2021-04-30

\quoteon(2021-04-30 17:47 - Wally in Beitrag No. 16) Warum sollen Jungen nicht besser in Mathe sein? Sie sind selbstbestimmter, verantwortungsvoller und besser organisiert. \quoteoff Typische Schul-Studien zu dem Thema sagen, dass Mädchen und Jungen gleiche Leistungsfähigkeiten im Fachbereich Mathematik mitbringen, sich aber die Mädchen bei gleicher Leistung im Schnitt schlechter einschätzen als die entsprechenden Jungen. Es scheint hier also erst einmal ein Wahrnehmungsproblem zu sein; durchaus auch von außen. btw: Zur Frage der Geschlechterverhältnisse in der akademischen Karriere: Da darf man ja mal auch als Mann feststellen, dass das System alles andere als familienfreundlich ist. Und wenn frau nun zu einem höheren Prozentsatz als man diesen Punkt gewichtet, führt allein dieser völlig fachunabhängige Punkt zu Verzerrungen. (Ähnlich sieht es i.A. mit der Risikobereitschaft aus; eine wissenschaftliche Laufbahn ist oft mit vielen Unwägbarkeiten verbunden, was sich eben kaum mit dem Wunsch nach Planbarkeit und Sicherheit vereinbaren lässt.) Und nicht zuletzt fehlen hier "role models": Wenn der typische Weg, den die vorhergehende Generation aufzeigt, eben ein anderer ist, bedeutet es immer, gegen Widerstände anzukämpfen, wenn man einen aus deren Sicht also a-typischen Weg einschlagen möchte. Platt: Wenn junge Frauen wenige Frauen in der Wissenschaft sehen, wird sich dieser Effekt selbst verstärken und nicht von selbst auflösen. Es benötigt hier Anstrengung (nicht zuletzt von den Betroffenen selbst), derartige Zustände zu überwinden. (Dies trifft z.B. in ähnlicher Form auch für Studierende aus Nicht-Akademiker-Haushalten zu.)


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Slash
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  Beitrag No.19, eingetragen 2021-04-30

Ich bin überhaupt nicht an diesem Thema interessiert, aber gerade ist dieser Artikel bei Spektrum reingeflattert: Schon Mädchen verlangen weniger Unter professionellen klassischen Musikern gibt es übrigens keine Gender-Gap. Dass Jungen und Mädchen sich nicht nur körperlich unterscheiden war ja schon immer so, wenn auch hauptsächlich durch das soziale Umfeld geprägt. Gruß, Slash


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Diophant
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  Beitrag No.20, eingetragen 2021-04-30

@Ixx: \quoteon(2021-04-30 18:28 - Ixx in Beitrag No. 18) \quoteon(2021-04-30 17:47 - Wally in Beitrag No. 16) Warum sollen Jungen nicht besser in Mathe sein? Sie sind selbstbestimmter, verantwortungsvoller und besser organisiert. \quoteoff Typische Schul-Studien zu dem Thema sagen, dass Mädchen und Jungen gleiche Leistungsfähigkeiten im Fachbereich Mathematik mitbringen, sich aber die Mädchen bei gleicher Leistung im Schnitt schlechter einschätzen als die entsprechenden Jungen. Es scheint hier also erst einmal ein Wahrnehmungsproblem zu sein; durchaus auch von außen. btw: Zur Frage der Geschlechterverhältnisse in der akademischen Karriere: Da darf man ja mal auch als Mann feststellen, dass das System alles andere als familienfreundlich ist. Und wenn frau nun zu einem höheren Prozentsatz als man diesen Punkt gewichtet, führt allein dieser völlig fachunabhängige Punkt zu Verzerrungen. (Ähnlich sieht es i.A. mit der Risikobereitschaft aus; eine wissenschaftliche Laufbahn ist oft mit vielen Unwägbarkeiten verbunden, was sich eben kaum mit dem Wunsch nach Planbarkeit und Sicherheit vereinbaren lässt.) Und nicht zuletzt fehlen hier "role models": Wenn der typische Weg, den die vorhergehende Generation aufzeigt, eben ein anderer ist, bedeutet es immer, gegen Widerstände anzukämpfen, wenn man einen aus deren Sicht also a-typischen Weg einschlagen möchte. Platt: Wenn junge Frauen wenige Frauen in der Wissenschaft sehen, wird sich dieser Effekt selbst verstärken und nicht von selbst auflösen. Es benötigt hier Anstrengung (nicht zuletzt von den Betroffenen selbst), derartige Zustände zu überwinden. (Dies trifft z.B. in ähnlicher Form auch für Studierende aus Nicht-Akademiker-Haushalten zu.) \quoteoff Das sind jetzt mal richtig gute Punkte. Mit solchen Überlegungen kommt man dem Problem eher bei als mit Videos wie dem verlinkten. \quoteon(2021-04-30 18:34 - Slash in Beitrag No. 19) Unter professionellen klassischen Musikern gibt es übrigens keine Gender-Gap. Dass Jungen und Mädchen sich nicht nur körperlich unterscheiden war ja schon immer so, wenn auch hauptsächlich durch das soziale Umfeld geprägt. \quoteoff Vielleicht nicht was die Ausbildung und das Können angeht. Der gegenseitige Umgang bspw. in Orchestern ist dann nochmal ein anderes Kapitel. Nach wie vor gibt es in der Klassikszene auch eine stillschweigend geduldete Homophobie. Sprich: das ist ein Tabuthema in einem Bereich, wo man das heutzutage nicht mehr erwarten würde. Oder wie viele prominente homosexuelle Musiker*innen kennst du?... Gruß, Diophant [Die Antwort wurde nach Beitrag No.18 begonnen.]


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hyperG
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  Beitrag No.21, eingetragen 2021-04-30

\quoteon(2021-04-29 22:52 - stpolster in Beitrag No. 5) ... Soziolog*in, Theolog*in und Kriminolog*in und hat eine Professur*in in Mathematik*in und Informatik*in. So jetzt habe ich viele Stern*inchen ... [Die Antwort wurde vor Beitrag No.2 begonnen.] \quoteoff Fürchterlich! Ich habe das auch schon mit ":" statt "*" gesehen. Solche Texte werden nicht nur größer (freut sich die Festplattenindustrie), sondern verfälschen auch noch Textanalysen: Statt "e" ist dann "*" häufigstes Zeichen... https://matheplanet.com/matheplanet/nuke/html/images/forum/subject/rotate.gif Grüße P.S.: Bei 1:45 kommt als Begründung "...weil man es kann". Statt hier praktische Beispiele/Anwendungsfälle zu nennen, kommt bei vielen Zuhörern an: Mathematiker betreiben das als "Selbstbefriedigung". Gerade der Bezug zur Praxis kommt mir oft zu kurz (oft auch hier im Forum). [Die Antwort wurde nach Beitrag No.19 begonnen.]


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Kitaktus
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  Beitrag No.22, eingetragen 2021-04-30

\quoteon(2021-04-30 17:47 - Wally in Beitrag No. 16) Warum sollen Jungen nicht besser in Mathe sein? Sie sind selbstbestimmter, verantwortungsvoller und besser organisiert. \quoteoff Da scheinst Du andere Jungen und Mädchen zu kennen als ich. Was ich so wahrnehme, hast Du in beiden Fällen eine riesige Bandbreite und wer da heraussticht, das hängt immer von den Umständen ab. Ich habe Klassen erlebt, da hatte die Hälfte der Mädchen ein Einserzeugnis und von den Jungen waren es null. Motivierter, zielstrebiger, besser organisiert, fleißiger, ehrgeiziger, weniger leicht ablenkbar, sich gegenseitig unterstützend und antreibend. Und ich habe Klassen erlebt, da ist es mehr oder weniger umgedreht. Dabei halten sehr viele genau die Situation für normal, die sie eben kennen. In der einen Klasse erzählen die Eltern der Jungen, dass ihren Söhnen die Schule nicht wichtig ist, sie andere Interessen haben und nur das nötigste machen. In der anderen Klasse hört man von den Eltern der Mädchen sehr ähnliches. \quoteon Bei uns an der TU Dortmund beginnen etwa gleich viele männliche wie weibliche Studiernde das Mathe-Studium, aber es promovieren deutlich mehr männliche. Das liegt nicht daran, dass bei uns irgendwer den Frauen einredet, sie seien schlechter. Ich weiß aber auch keinen Grund. Es wäre interessant, wenn jemand mal an dieser Gruppe forschen würde. \quoteoff Finde ich eine Spitzenidee. In Berlin soll es da jemanden geben. Warte, den Namen habe ich hier irgendwo. Mal ernsthaft. Ein Aspekt scheinen mir die schlechten Bedingungen in Deutschland im Bereich der Hochschullaufbahn zu sein(*). Wo Männer mit Interesse an einer eigenen Familie schon schwer mit Befristungen und häufigen Ortswechseln zurechtkommen, ist es für Frauen noch schwerer. Wer da mal Abhilfe schafft, würde allen Geschlechtern etwas Gutes tun. (*) Vielleicht überwiegen auch andere Gründe, aber genau dass soll man mittels Forschung ja herausbekommen. [Die Antwort wurde nach Beitrag No.17 begonnen.]


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Wally
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  Beitrag No.23, eingetragen 2021-04-30

Hallo Kitaktus, das war ein wenig provokativ. "Ihr seid selbstbestimmter, verantwortungsvoller und besser organisiert." ist ein Satz in dem Video (0:26), der sich offensichtlich an Mädchen richtet. Was mir an der Diskussion wirklich auf den Senkel geht ist, dass ich nicht das Gefühl habe, etwas Ergebnisoffenes mitzubekommen (damit meine ich ausdrücklich nicht dich). Wenn Mädchen was besser können, ist das ganz in Ordnung, wenn Jungen was besser können, kann das eigentlich nicht sein. Warum in alles in der Welt sollten Fähigkeiten geschlechtsunabhängig sein? [Einschub] Mir fällt auf, dass in Sportarten, wo es auf Hand-Auge-Koordination und nicht auf Kraft ankommt, Männer (in der Masse) besser sind - warum auch immer. Bei Billard und Darts kann man noch mit Kneipensport argumentieren, bei Eisstockschiessen z.B. wüsste ich keinen Grund [/Einschub] Ich werde in den nächste Tagen noch mal versuchen, an ein paar Daten zu kommen, möglicherweise auch aus meinen Vorlesungen. Viele Grüße Wally


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Tetris
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  Beitrag No.24, vom Themenstarter, eingetragen 2021-04-30

Die Diskussion hat sich ja inzwischen als recht vielschichtig erwiesen. Ich habe das Video vollständig und an einem Stück gesehen, weil mich die skizzierten Inhalte angesprochen hatten. Lg, T.


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Kitaktus
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  Beitrag No.25, eingetragen 2021-05-01

\quoteon(2021-04-30 20:25 - Wally in Beitrag No. 23) "Ihr seid selbstbestimmter, verantwortungsvoller und besser organisiert." ist ein Satz in dem Video (0:26), der sich offensichtlich an Mädchen richtet. \quoteoff Die Interpretation dieses Satzes ist schwierig, weil der Kontext fehlt. Ein "als Jungs." ist da nicht zu hören. Das der Sprecher ausdrücken möchte, dass Mädchen "besser" wären _als Jungs_, muss bezweifelt werden, denn an anderer Stelle spricht er eindeutig davon, dass er bei seinen Gymnasialschülern keine nennenswerten Geschlechterunterschiede sieht (7:20). Der Satz kann auch ganz anders weiter gehen: "... als ihr glaubt.", "... als man Euch einredet." Es könnte auch ein anderer Satz davor stehen: "Mathematik zu beherrschen hat viele Vorteile ...", "Selbst zu entscheiden, was ihr studieren wollt, ist richtig ..." Im Zusammenschnitt der beiden Sprecher/inne lautet er jedenfalls: "Gebt der Mathematik eine Chance. Ihr seid selbstbestimmter, verantwortungsvoller und besser organisiert." Wenn man den Themenstart interpretiert als "ein paar Gedanken zu diesem _Beitrag_", dann möchte ich diesen Abschnitt aus einer PN an Diophant hier reinkopieren: "Keine 30 minütige Sendung kann irgendein Problem tiefgründig beleuchten. Ich sehe das als Impuls für Leute, die bei der Vorstellung "Frauen und Mathematik" etwas fremdeln und wenn sich ein paar Eltern das zusammen mit ihren Töchtern anschauen und dann sagen, "na gut, wenn Du gerne Mathe-LK machen willst, dann wollen wir dem nicht im Wege stehen", dann hat das schon was gebracht. Wenn dann noch ein paar Lehrerinnen/Lehrer dazu kommen und sagen: "Wir sprechen jetzt mal gezielt über Mathematiker_innen_, damit auch die Mädchen ein Rollenvorbild haben", umso besser. Von einer Fernsehsendung würde ich mir nicht viel mehr erhoffen(*). Wer tiefer in die Materie einsteigen will, muss dann weiterrecherchieren." (*) Im Sinne von "nicht viel mehr verlangen".


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Bernhard
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  Beitrag No.26, eingetragen 2021-05-01

Hallo! Ich habe mir ein Stück vom Anfang des Videos angesehen und dann stichprobenartig nochmal später reingeklickt. Drei Punkte gehen schonmal am Sinn vorbei: 1.) Gleich der erste Satz "Viele Mädchen haben Angst vor Mathe." Das haben aber die Jungens auch!! Und das ist kein Gender-Problem. 2.) Ich finde es nicht besonders motivierend, Gummibärchen an das Whiteboard zu kleben. Weder für Jungens, noch für Mädchen! 3.) Schließlich die Aufforderung "Mach das, was Du willst - mach Mathe!". Was ist aber, wenn ich keine Mathe will? Hier wird im selben Satz die Entscheidungsfreiheit betont und gleich wieder genommen. Und warum sollen sich dieser Satz bzw. diese 2 Aufforderungen nur an Mädchen richten? Ich sehe da auch kein genderspezifisches Problem. 4.) Schließlich: In unserer Gesellschaft werden bevorzugt leistungsorientierte Zukunftsplanungen als positiv bewertet. Wenn also jemand ein Fach studiert, "nur" weil es ihm Spaß macht und nicht, weil sich damit schnell oder sichtbar Geld verdienen läßt, dann wird er schief angeschaut. Und die Möglichkeiten, sich dann zu rechtfertigen und plausibel (!) zu erklären, daß Mathe durchaus auch sehr oft, ja eigentlich überall von praktischer Bedeutung ist, sind nun einmal recht begrenzt - im Verhältnis zu einem "ordentlichen" Handwerk z.B. Ähnliches gilt auch für Physik und Informatik. Und die Versuche, mit Spaßexperimenten neue Fans anzuwerben, werden wohl nur bedingt zielführend sein. Aber auch das ist kein Gender-Problem, sondern liegt am abstrakten Charakter dieser Fächer selber. Deshalb finde ich die im Video vorgebrachten Argumente nicht besonders motivierend, teilweise sogar eher kontraproduktiv. [Die Antwort wurde nach Beitrag No.24 begonnen.]


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Kitaktus
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  Beitrag No.27, eingetragen 2021-05-01

\quoteon(2021-04-30 11:34 - Diophant in Beitrag No. 11) Ich mag es nur ehrlich gesagt nicht so gerne, solche Dinge wie Frauenfeindlichkeit untergeschoben zu bekommen. \quoteoff Ich möchte betonen, dass ich meinen Vorrednern keine Frauenfeindlichkeit unterschieben wollte. Tut mir leid, wenn das so rübergekommen ist. Meine überspitzte Formulierung entsprang der Ratlosigkeit ob der doch heftig formulierten Ablehnung. Diophant hat seine Beweggründe erläutert über stpolsters Beweggründe rätsele ich immer noch. [Die Antwort wurde nach Beitrag No.25 begonnen.]


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Diophant
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  Beitrag No.28, eingetragen 2021-05-01

Hallo zusammen, @Kitaktus: \quoteon(2021-05-01 01:46 - Kitaktus in Beitrag No. 27) \quoteon(2021-04-30 11:34 - Diophant in Beitrag No. 11) Ich mag es nur ehrlich gesagt nicht so gerne, solche Dinge wie Frauenfeindlichkeit untergeschoben zu bekommen. \quoteoff Ich möchte betonen, dass ich meinen Vorrednern keine Frauenfeindlichkeit unterschieben wollte. Tut mir leid, wenn das so rübergekommen ist. Meine überspitzte Formulierung entsprang der Ratlosigkeit ob der doch heftig formulierten Ablehnung. \quoteoff Ja, das war ein gegenseitiges Missverständnis, für mich ist es Schnee von gestern. 🙂 \quoteon(2021-05-01 01:46 - Kitaktus in Beitrag No. 27) Diophant hat seine Beweggründe erläutert... \quoteoff Nun, hier im Thread ja noch nicht so sehr. Das möchte ich hier noch nachholen. Ich hatte also, und das nehme ich selbstverständlich auf meine Kappe, den kleinen Kalauer von Tetris bei der Benennung des Links schlichtweg falsch verstanden. Ich hatte ihn also so verstanden, dass Tetris das Video auch qualitativ kritisch sieht. Ich selbst bin sozusagen ein wenig familiär vorbelastet, was den SWR angeht. Zeitweise waren drei Mitglieder meiner Familie beim SWR an unterschiedlichen Stellen beschäftigt, mittlerweile ist es noch ein Bruder von mir. Ich will das jetzt nicht zu weit ausführen, aber da bekommt man schon Hintergrundinfos, an die man sonst nicht so leicht kommt. Wie das halt so ist mit 'Insiderwissen'. Vor dem Hintegrund hatte ich also dieses Video angesehen und schnell für mich entschieden, dass es die in meinen Augen sehr aktuelle und ernste Problematik nicht angemessen behandelt und widerspiegelt (und damit gewisse Vorurteile, die ich aus o.g. Gründen nun einmal habe, bestätigt). Also: ich wollte die Qualität des Videos kritisieren, nicht jedoch seine Intention. Das hätte ich vielleicht besser kommunizieren können, aber dennoch mag ich keine Verantwortung dafür übernehmen, wenn sich da andere dranhängen mit Äußerungen, die sicherlich alles andere als in meinem Sinn waren und sind. Nun noch ein wenig Hintergrundinfo zu der Serie 'odysso' des SWR, die ich heute vormittag erhalten habe. Vorneweg muss man dazusagen, dass der SWR sein lineares Fernsehprogramm, für das diese Reihe produziert wird, (mittlerweile) als ein Angebot für Menschen der Altersgruppe 60+ sieht. Und die Sendereihe 'odysso' wiederum soll Menschen mit wenig bis keinem naturwissenschaftlichem Background Themen aus diesen Bereichen in verständlicher und unterhaltsamer Form näherbringen. Es handelt sich um eine hauseigene Produktion, die sogar finanziell und von der Größe der Redaktion her relativ gut ausgestattet ist. Vor diesem hauseigenen Qualitätsanspruch, der mir auch neu war, revidiere ich meine Kritik an dem Video dann auch wieder, denn vor diesem Hintergrund könnte man höchstens noch bemängeln, dass teilweise schon latent der Anspruch erhoben wird, Lösungen für das Problem anbieten zu können. Was aber, wiederum nach meinem 'Insider-Wissen', ausdrücklich nicht der Anspruch dieser Serie sein soll. Vielleicht hilft das dabei, das ganze besser einordnen zu können (für den Fall, dass hier noch weiter diskutiert werden sollte). Gruß, Diophant


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phiregen
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  Beitrag No.29, eingetragen 2021-05-01

Hallo, in meinem Mathe-Studium Bsc/Msc waren ca. 1/3 weiblich. Insgesamt betrachtet würde ich sagen, dass die Frauen im Durchschnitt besser als die Männer waren. Das meine Beobachtung zu dem Thema. Ob nun jemand vom Matheunterricht angesprochen wird oder nicht, hängt aus meiner Sicht auch stark davon ab ob einem die Person, die den Unterricht führt, sympathisch ist oder nicht. Die Art des Unterrichts ist eine weitere Variable. Gut wäre es, wenn man nicht auf diesem Genderkram rumreitet, sondern gesellschaftlich klipp und klar kommuniziert, dass es sehr tolle Talente unabhängig vom Geschlecht gibt und der IQ viel wichtiger als der Geschlecht ist (wenn ich schon trigger und trolle, dann aber richtig :D). Mathematik braucht nicht mehr Identitätspolitik und Opfer, sondern mehr Menschen die sie gut erklären können. Eine Doku zu dem Thema "Wie können mehr Mädchen für Mathe begeistert werden?", ist an sich aber nicht schlecht. Ich fände aber eine Doku "Wie können mehr Kinder für Mathe begeistert werden?", noch besser. Und die junge Frau in dem Video, die sagt "Meine dachten sich, weil ich kreativ bin, dass Mathe zu trocken für mich ist.", hat halt einfach Eltern, die von Mathe keine Ahnung haben. Gerade deshalb wären gute Lehrer so wichtig...und gute Lehrpläne.


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Tetris
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@phi: Danke schön! :-) Lg, T.


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Kitaktus
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  Beitrag No.31, eingetragen 2021-05-02

\quoteon(2021-05-01 23:58 - phiregen in Beitrag No. 29) Mathematik braucht nicht mehr Identitätspolitik ..., sondern mehr Menschen die sie gut erklären können. Eine Doku zu dem Thema "Wie können mehr Mädchen für Mathe begeistert werden?", ist an sich aber nicht schlecht. Ich fände aber eine Doku "Wie können mehr Kinder für Mathe begeistert werden?", noch besser. \quoteoff Ich denke, mehr Kinder für Mathematik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, ist sicher richtig. Ich denke aber auch, wenn man vor "Identitätsfragen" die Augen verschließt, verschenkt man Potential. Ein Beispiel aus der Praxis: In meinem Unternehmen ist der Frauenanteil deutlich unter 50%. Gleichzeitig haben wir (in normalen Geschäftsjahren) in vielen Bereichen Schwierigkeiten, Stellen adäquat zu besetzen. Natürlich sind da generelle Konzepte wie "Mehr Werbung für's Unternehmen, besserer Kontakte zu Hochschulen, allgemeine MINT-Förderung usw. naheliegende Maßnahmen. Es lohnt sich aber genauer hinzuschauen: Wir haben hier zwei Fachbereiche, die machen inhaltlich sehr ähnliche Sachen, es ist für mich nicht plausibel, dass sich relativ gesehen signifikant mehr Frauen für den einen Fachbereich bewerben sollten, als für den anderen. Trotzdem ist der Anteil an Frauen in beiden Fachbereichen sehr unterschiedlich, etwa um den Faktor 3. Das heißt, für den sehr niedrigen Frauenanteil in Fachbereich A ist nicht allein die niedrige Zahl an Frauen unter den Absolventen der Hochschulen verantwortlich. Es muss noch einen weiteren Effekt geben. Diesen Effekt bekomme ich aber nicht in den Griff, wenn ich nicht spezifisch danach schaue. Für den Fachbereich ist das übrigens keine altruistische Übung. Abgesehen davon, dass sich die Mitarbeiter in breiter Mehrheit eine Erhöhung des Frauenanteils wünschen -- wenn Bewerberinnen einen Bogen um den Bereich machen, gehen ca. 20-30% der geeigneten Bewerber "verloren". Wenn man gleichzeitig Projekte ablehnen muss, weil man nicht genügend geeignete Mitarbeiter hat, dann tut das wirtschaftlich richtig weh. Die Vorstellung mit Identitätspolitik würde man nur Partikularinteressen und sozialromantische Phantasien bedienen, ist aus meiner Sicht einfach falsch.


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thureduehrsen
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  Beitrag No.32, eingetragen 2021-05-08

Ich habe 8 Minuten durchgehalten. Die Off-Stimme regt mich auf. 07:39: Man achte auf die Betonung des Wortes "Problembezirk". mfg thureduehrsen


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Tetris hat die Antworten auf ihre/seine Frage gesehen.

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